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Ostprignitz-Ruppin Kyritzer Band will bei Festival spielen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritzer Band will bei Festival spielen
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02:16 19.12.2015
Whistle Stop in Aktion – im Alltag gehen die Musiker ganz normalen Berufen nach. Auf der Bühne leben sie eine Leidenschaft. Quelle: Regine Buddeke
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Kyritz

Der Traum heißt Rudolstadt – im Sommer 2016 wollen „Whistle Stop“ beim angesagtesten Folk-Festival Deutschlands spielen. „Die nehmen nicht jeden“, so Bandleader Sascha Boleslawsky. „Man muss sich bewerben – mit Videos, Tapes, Bandporträt und allen Schikanen.“ Für die Kyritzer Musiker Ansporn und Ehrgeiz zu gleichen Teilen – die Bewerbung läuft.

Bühnenerfahrung haben die vier in den sechs Jahren seit der Bandgründung genug sammeln können. Von der Küste bis Thüringen, vor allem in Berlin und Brandenburg, tingeln sie durch die Klubs und spielen, spielen, spielen. Im Sommer 2014 rockten sie den Museumshof während einer After-Show-Party der Fontane-Festspiele, im Dezember gaben sie ein Konzert im Kränzliner Saal: neben dem Gitarristen und Sänger Sascha Boleslawsky, der nebenbei auch noch den Mann an der Mundharmonika gibt, sind das Robby Werdermann an Cajon und Drums, Leadgitarrist und Co-Bandgründer Felix Sabionski und der etwas später dazu gestoßene Uwe Weiksznorat am Bass.

„Wir covern nicht – wir machen alles selbst“, so der Anspruch der Kyritzer, die im bürgerlichen Leben Sportwissenschaftler, Bauingenieur, Musiklehrer und Sportlehrer sind. Die Anfänge freilich sahen anders aus. „Wir haben irisch begonnen“, so Sascha – mit Coverversionen von „The Pogues“, der bekanntesten irischen Folk-Punk-Band. Daher auch der Untertitel im Bandnamen: „The other kind of music from the green island“ – übersetzt „die etwas andere Art Musik von der grünen Insel“. Wer aber auf handfesten Irish Folk wie frisch aus dem Pub hofft – der Bandname „Whistle Stop legt die Vermutung nahe – hat sich geschnitten. Vielmehr stammt der Name aus den USA. Es gibt viel Bands, die ihn tragen, hat der Bandgründer recherchiert.

Bei den Kyritzern steckt mehr dahinter. Wer den Kult-Film „Grüne Tomaten“ kennt, weiß, dass im Whistle-Stop-Café die Freundinnen Idgie und Ruthie grüne Tomaten ihren Gästen servierten. „Diese Freundschaft, dieses Leben, diese Größe des kleinen Mannes“, schwärmt Sascha. „Das wollten wir auch. Und zwar, indem wir Musik machen“, erinnert er sich an die Anfänge. Einer der selbst geschriebenen Titel „Buddy said“ ist auch vom Film inspiriert – Sascha hat Idgies Geschichte aufgegriffen, in der ein See von Enten fortgetragen wird. Ansonsten steht das Whistle Stop für ein Lebensgefühl. Whistles waren kleine Lokomotiven in Amerika – da, wo sie stoppten, um Kohle nachzuladen, war Pause angesagt, gab es Essen und selbst gemachte Musik. „So wollen wir es“, sagt Sascha. Nicht nur die gesellig-vergnüglichen Pausen mit Musik – auch das Unterwegs-Sein ist für die Band das Glück schlechthin. „Wir machen vor nichts halt, probieren uns aus.“

So machen Sascha, Robby, Felix und Uwe handfesten Folk-Rock – der dank Flöte, Banjo, Cajon oder Mundharmonika manchmal auch irisch klingt, manchmal nach Blues. „Eben unsere ganz eigene Mischung“, sagt Sascha, der mittlerweile auch mit deutschen Texten aufwartet, wie im Titel „Regen“ auf der jüngsten CD „Tramp“, der vierten des Quartetts. Die Scheibe sitzt – als Autoreifen bedruckt – auf der Cover-Achse. Eine witzige CD und auch selbst gemacht.

30 Auftritte im Jahr geben „Whistle Stop“; gerne auch – und da schlagen wieder die irischen Anfänge durch – beim „Fischländer Whisky-Herbst“ und „Whisky-Frühling“ in Wustrow. „Drei Tage nonstop mit Dudelsack, Squaredance, und Whisky“ schwärmt Sascha. Das kann wohl nur noch von Rudolstadt getoppt werden.

Von Regine Buddeke

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