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Kyritzer Flämmchen brennt weiter

Verein für Spätaussiedler ist zehn Jahre Kyritzer Flämmchen brennt weiter

Mit einer Festveranstaltung hat der Verein „Flämmchen“ am Sonnabend seinen zehnten Geburtstag gefeiert. Seine Mitglieder kümmern sich um Spätaussiedler, die in Kyritz leben. Gegenwärtig sind es zwischen 160 und 180. Sie brauchen unter anderem Hilfe bei Behördengängen.

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Für die Besucher – unter ihnen Bürgermeisterin Nora Görke – gab es Brot und Salz.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Nur wer selber brennt, kann an anderen ein Feuer ansetzen. das ist das Motto des Kyritzer Vereins für Spätaussiedler namens „Flämmchen“. Seine Mitglieder feierten am Sonnabend den zehnten Geburtstag. „Wir sind der erste und einzige Verein im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der von Spätaussiedlern gegründet und aktiv gelebt wird“, sagt die Vorsitzende Natalie Schmidt aus Kyritz.

Gründungstag war der 14. September 2005. Eher durch Zufall fand man sich damals zusammen. Natalie Schmidt hatte eine ABM-Stelle als Betreuerin für Spätaussiedler beim Verein Ostprignitz Jugend. Als die sechs Monate Beschäftigungszeit vergangen waren, gab es jedoch kein neues Projekt für sie. „Damals lebten aber schon zwischen 80 und 100 Spätaussiedler in Kyritz, die keine Unterstützung hatten“, erzählt Natalie Schmidt. Ein älterer Mann sei auf sie zugekommen und hätte gefragt, ob sie etwas tun kann. „Ich ging ins Rathaus, um mich zu erkundigen“, erzählt sie. Die damalige Ordnungsamtsleiterin Sigrid Schumacher schlug schließlich vor, einen Verein zu gründen, weiß Natalie Schmidt noch.

17 Mitglieder hat der Verein heute. Neben Natalie Schmidt sind von Anfang an Rudolf und Nadja Kusma dabei. Sie wurden deshalb bei der Festveranstaltung am Sonnabendnachmittag besonders geehrt. Die Vorsitzende dankte beiden für ihr Engagement und überreichte ihnen kleine Geschenke. „Sie sind hilfsbereit und packen mit an, wo Hilfe notwendig ist“, sagte Natalie Schmidt.

Glückwünsche zum Vereinsgeburtstag

Glückwünsche zum Vereinsgeburtstag.

Quelle: Sandra Bels

Derzeit leben nach ihren Informationen zwischen 160 und 180 Spätaussiedler in Kyritz. Sie kommen aus Russland, aus der Ukraine und aus Kasachstan. Ihnen will der Verein Hilfe und Unterstützung bieten, auch bei sprachlichen Problemen. „Es geht uns aber auch um die Traditions- und Brauchtunspgflege“, so Natalie Schmidt. Deshalb organisiert der Verein für die Kinder jedes Jahr das Jolka-Fest. Ein Stück Tradition war auch beim Programm zur Jubiläumsfeier zu sehen. Vereinmitglieder führten Lieder und Tänze auf. Die Gäste wurden von Natalie Schmidt und Tatjana Briese mit Brot und Salz begrüßt.

Bürgermeisterin Nora Görke zeigte sich nicht nur beeindruckt von der kulturellen Vielfalt der Spätaussiedler. Sie ließ sich auch die Kostproben traditionellen Essens schmecken. So gab es unter anderem das kasachische Beschbarmak mit Nudeln, Ente und Zwiebeln. In Usbekistan isst man Plow, eine Reispfanne. Sie stand ebenfalls auf dem Buffet ebenso Kohlrouladen und Gemüsesalat. Es gab aber auch tschetschenische Gerichte. „Flämmchen“ hält seit 2013 Kontakt zu einer tschetschenischen Familie aus Neuruppin. Sie war zum Fest gekommen.

Von Sandra Bels

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