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Ostprignitz-Ruppin Kyritzer Fußgängertunnel droht die Sperrung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritzer Fußgängertunnel droht die Sperrung
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13:37 27.02.2016
Vom Tunnel zur Tropfsteinhöhle: Wegen der durchdringenden Feuchtigkeit bildeten sich bereits diese „Mini-Stalaktiten“. Quelle: Matthias Anke
Kyritz

Hochgewachsene Fußgänger müssen ihre Köpfe einziehen. Radfahrer sollten lieber absteigen, um kein blaues Wunder zu erleben. Angeraten ist zudem, mit Tunnelblick schnurstracks geradeaus durchzumarschieren und sich lieber nicht genauer umzusehen. Denn der Zustand der kaum 1,80 Meter niedrigen Gleisunterführung unweit des Kyritzer Bahnhofs wird augenscheinlich immer mehr zu einer Gefahr. Aus Sicherheitsgründen könnte dieser Weg demnächst gesperrt werden – sollte die für die Gleisinfrastruktur zuständige Firma Regio-Infra nicht bald handeln.

„Zu einer endgültigen Sperrung muss es ja nicht kommen, der Gang wird schließlich von vielen genutzt“, sagte Franz J. Conraths (Bündnisgrüne) bei der jüngsten Versammlung der Kyritzer Stadtverordneten: „Aber wir sehen uns das dort schon viel zu lange mit an.“ Unlängst wurden lichte Stellen an der Decke zwar mit Hartpappe verschraubt, wo sich einst noch in den Himmel blicken ließ. Doch diese Installation wie auch eingebaute Deckenstützen und diverse Stahlträger machen schon lange keinen vertrauenswürdigen Eindruck mehr. Der oft mit Wasser vollaufende Weg ist holpriger denn je.

Seit Jahren ist das Problem am Kyritzer Bahnhof bekannt

Die Kyritzer Bauamtsleiterin Angela Schulz, laut der das Unternehmen Regio-Infra für die Gleisunterführung zuständig ist, sagte, dass eine Schadensmeldung seitens der Verwaltung längst getätigt wurde. „Wir sind an der Sache ja seit Jahren schon dran.“

So wurde vor längerem bereits angedacht, den Tunnel zuzuschütten und dafür auf der anderen Bahnhofsseite, wo das Gleisbett ein flacheres Niveau zur Umgebung hat, einen neuen Übergang zur Strüwe-Straße zu schaffen. Es wäre weiterhin die kürzeste fußläufige Verbindung zwischen Kyritz-West und der Altstadt.

Zuletzt tauchte diese Idee im Sommer 2012 auf einer Liste „aktivierbarer Maßnahmen” auf, die die Stadtverwaltung dem Bauausschuss in Vorbereitung des damals nächsten Haushaltsplans gab. Doch im selben Jahr wurde bekannt, dass der Streckenbetreiber weniger Geld vom Land bekommt und die Takte ausgedünnt werden. Protest regte sich. Investitionen wie die Überquerung gerieten in den Hintergrund.

Den Weg am Tunnel vorbei verhindert ein rostiges Stacheldrähtchen. Quelle: Matthias Anke

Da es laut Angela Schulz im bevorstehenden Monat März nun ohnehin einen Termin der Verwaltung mit der Regio-Infra gibt, solle das Thema Tunnel erneut angesprochen und ein letztes Mal Druck gemacht werden. Sonst droht ihm wohl die Sperrung.

Von Matthias Anke

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