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Ostprignitz-Ruppin Kyritzer Innenstadthaus wird umgebaut
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritzer Innenstadthaus wird umgebaut
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00:32 27.11.2015
Das Haus in der Bachstraße 6 soll saniert werden. Quelle: Sandra Bels
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Kyritz

Das Haus in der Johann-Sebastian-Bach-Straße 6 wird saniert. Die Stadt hat das Gebäude im Klosterviertel gekauft und will es, wie Bürgermeisterin Nora Görke sagt, komplett umkrempeln. Das Haus befindet sich im Denkmalbereich, steht aber nicht unter Denkmalschutz. Die Stadt hat bereits erste Arbeiten ausgeschrieben. Bis Donnerstag werden die Angebote geprüft. Die Auftragsvergabe erfolgt laut Bürgermeisterin bis zum 18. Dezember.

Baubeginn soll Anfang März des kommenden Jahres sein. Das Haupthaus bleibt erhalten. Die Anbauten auf der Hofseite werden abgerissen. Dafür entsteht ein durchgehender neuer Anbau, so Nora Görke. Abgerissen werden ebenfalls die hofseitig angebauten Seitenflügel und die Dachgaube. „Was zu erhalten ist, wollen wir erhalten und sanieren“, so die Bürgermeisterin. Das geschehe entsprechend den denkmalrechtlichen Bestimmungen.

Im Erdgeschoss soll eine kleine Werkstatt entstehen

Der Dachstuhl, Fußboden im Erdgeschoss und die Deckenkonstruktion im Obergeschoss müssen wegen ihres schlechten Zustands erneuert werden. Der Keller ist für eine Nutzung nicht geeignet und wird zugeschüttet. Im Erdgeschoss sollen Lagerräume und eine kleine Werkstatt entstehen. Darüber werden zwei Garderoben gebaut sowie Sanitärräume mit Duschen. Die Garderoben entstehen hofseitig, damit man von dort aus zum Bühnen- und Regiebereich im Klostergarten schauen kann. Im Obergeschoss wird ein Magazin für Schauspielutensilien eingebaut. Es wird bis in den Dachraum geöffnet.

Der Eingang bleibt an der Straßenseite. Über den Flur geht es zum Hof und über eine Treppe nach oben. Über dem Haupthaus wird ein Satteldach mit Biberschwänzen gebaut. Auf den Anbau kommt ein Flachdach. Zweiflügelige Holzfenster ersetzen die vorhandenen an der Straßenseite.

Die Kostenschätzung des Architekturbüros Kühn, von Kaehne und Lange vom 2. April 2014 geht von knapp 500 000 Euro Baukosten aus, war von der Bürgermeisterin zu erfahren. Das Vorhaben sei bereits vom Landesamt für Bauen und Verkehr bestätigt worden. Finanziert werde es über das Programm Stadtumbau Ost – Teilprogramm Aufwertung. Das ist eine Drittelförderung von Bund, Land und Stadt. Die Sanierung ist laut Nora Görke zu 80 Prozent förderfähig. In Summen bedeutet das: gesamt brutto 491 900 Euro, davon Bundes- und Landesmittel 262 347 Euro, Stadt 229 553 Euro, davon kommunaler Förderanteil 131 173 Euro, davon Bauherrenanteil (20 Prozent) 98 380 Euro.

Das Planungsbüro erstellt derzeit einen Bauzeitenplan. Die Fertigstellung ist für Ende Oktober 2016 vorgesehen. Die Bürgermeisterin sagt aber, dass sich die Arbeiten unter anderem wegen der Witterung verlängern könnten. Ebenfalls noch nicht einzuschätzen seien Arbeiten, die wegen derzeit noch nicht erkennbarer Baumängel notwendig werden.

Von Sandra Bels

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