Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Kyritzer Kindervisionen auf der Bühne

Theaterprojekt hat begonnen Kyritzer Kindervisionen auf der Bühne

Theaterpädagogin Claudia Stricker und Sozialpädagogin Sarah Reinecke leiten eine Theater-Arbeitsgemeinschaft in Kyritz, bei der in den kommenden Monaten ein Stück über die Zukunftsvisionen von Fünft- und Sechstklässlern der Stadt entstehen soll. Es wird im Juli 2016 dreimal für die Öffentlichkeit aufgeführt.

Voriger Artikel
Neustadts Großprojekt: Schule und Sport
Nächster Artikel
Neuruppin stellt mehr Feuerwehrleute ein

Nicht so einfach: Die Ballons durften auf keinen Fall auf den Boden fallen und sie sollten nicht mit der Hand berührt werden. Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Was wäre wenn? Wer hat sich diese Frage nicht schon einmal gestellt und darüber nachgedacht? Fünft- und Sechstklässler aus Kyritz beschäftigen sich noch bis Juli des kommenden Jahres jede Woche damit. Sie nehmen an einem Theaterprojekt teil, das von Theaterpädagogin Claudia Stricker und Sozialarbeiterin Sarah Reinecke geleitet wird. Dabei entsteht ein Theaterstück zum Thema „Was wäre wenn“. Es wird am 8. und 9. Juli 2016 aufgeführt.

Angefangen wird bei Null. Es gibt keine Vorlage, kein Drehbuch, keinen Text, keine Requisiten, nichts. Alles entsteht in den kommenden Monaten. Die 20 Mädchen und Jungen treffen sich immer mittwochs ab 13.45 Uhr im Stadtsaal des Kyritzer Mehrgenerationenhauses seit September. Ein Shuttlebus bringt sie dort hin.

Für 25 Teilnehmer ist das Projekt ausgelegt. Claudia Stricker und Sarah Reinecke haben es sich ausgedacht. „Die Idee, ein außerschulisches Theaterprojekt zu starten, ist über ein Jahr gewachsen“, sagen die beiden. Die Suche nach Geldgebern habe etwas gedauert. Schließlich fanden die beiden Frauen sie über das Programm „Kultur macht stark“ vom Bundesbildungsministerium, bei dem Partner vor Ort Bündnisse für die Bildung von Kindern und Jugendlichen schließen. Im Fall des Theaterprojektes kooperieren der Verein Esta Ruppin, die Stadt Kyritz und die Goethe-Grundschule miteinander.

In der Schule gab es Anfang des neuen Schuljahres ein Schnupperangebot, bei dem Claudia Stricker und Sarah Reinecke ihre Ideen vorstellten und erste Übungen mit den Schülern machten. „Danach meldeten sich spontan 20 Mädchen und Jungen für das Projekt an“, sagt Claudia Stricker.

Geldbörse wird Brille

Geldbörse wird Brille: Sarah Reinecke (r.) half, Objekte umzudeuten.

Quelle: Sandra Bels

Sie vermittelt den Schülern zunächst Grundlagen des Theaterspiels. Bei der Probe in dieser Woche ging es unter anderem darum, Objekte, wie eine Kuchenform, eine Geldbörse oder einen runden Deckel spontan zu etwas anderem zu machen und den erdachten Gegenstand ohne Worte zu erklären. ­Objekte umwandeln nennt Claudia Stricker die Übung. „Ab Dezember steigen wir ins Thema ein“, sagt die Theaterpädagogin. Dann werden die ersten Texte entwickelt. „Wir wollen dabei auch mit Videosequenzen arbeiten“, so die Schauspielerin.

Was wäre, wenn du Bürgermeisterin oder Schulleiter von Kyritz wärst? Was wäre, wenn du alt wärst? Was wäre, wenn hier Krieg wäre und du flüchten musst? Was für ein Leben lebst du, wenn du erwachsen bist? Diese und viele andere Fragen sollen in dem Projekt gestellt werden. „Wir sind gespannt auf die Antworten“, sagt Claudia Stricker.

Sie hat für die Gruppe auch einen Besuch im Grips-Theater in Berlin geplant. „Dort nehmen wir nach der Vorstellung an einem Theaterworkshop teil“, erzählt sie. Auch ein sogenanntes Intensivwochenende soll es geben. „Mit dabei ist eine Tänzerin, die mit den Mädchen und Jungen probt“, verrät die Theaterpädagogin. Sie hat bereits Erfahrung mit solchen Projekten. Erst in den Sommerferien leitete sie ein zweiwöchiges Theatercamp, bei dem Kinder und ­Jugendliche die Geschichte von Peter Pan nach ihren Vorstellungen als Theaterstück entwickelten und im Garten des ehemaligen Gantikower Gutshauses aufführten.

Das aktuelle Projekt dauert zwei Jahre. Wenn die jetzigen Sechstklässler am Ende des Schuljahres ausscheiden, rücken die Fünftklässler nach und neue kommen dazu. Hanna und Stella hoffen, dass sie bis dahin ihre Schüchternheit ein wenig überwunden haben. Mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln, das ist es, warum sich die beiden Mädchen unter anderem für das Projekt angemeldet haben. Antonia ist fasziniert vom Theaterspiel und möchte es selbst gern ausprobieren. „Deshalb habe ich das Angebot angenommen“, sagt sie. Christine hingegen hat schon einmal Theater gespielt, bei der Aufführung zum Bassewitztag in der Kyritzer Kirche. „Das hat mir großen Spaß gemacht“, erzählt das Mädchen.

Von Sandra Bels

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg