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Ostprignitz-Ruppin Kyritzer Kita kostet über drei Millionen Euro
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritzer Kita kostet über drei Millionen Euro
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00:17 25.06.2016
Die Hülle ist gefallen. Markant: Die Fassade des Neubaus, der in der Kyritzer Fachwerkaltstadt errichtet wurde, ist auch geprägt von einer Klinkersteinoptik. Dahinter versteckt sich aber Beton. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Nach den Mitgliedern des Kyritzer Stadtentwicklungsausschusses wurden am Dienstagabend nun auch die Hauptausschussmitglieder von der Kyritzer Bauverwaltung über die Kostensteigerung für die neue, sogenannte Kita Mitte informiert. Gemäß dieser Berechnung, die offensichtlich bereits seit Ende April feststeht, ist nunmehr von einer Summe von knapp über drei Millionen Euro die Rede.

Im Architektenwettbewerb um dieses Bauprojekt wurde dagegen einst von knapp 2,4 Millionen Euro ausgegangen. Kurz darauf berechneten die Ingenieure jedoch unter anderem wegen Anforderungen seitens Brandschutz und Denkmalpflege in der Entwurfsplanung schon 2,97 Millionen Euro. Nunmehr, und damit genau zwei Jahre später, sind daraus 3,009 Millionen geworden – wovon sich der städtische Eigenanteil dank Fördergeldern bekanntlich auf nur zehn bis 20 Prozent beschränkt.

Laut Bürgermeisterin und Bauamtsleiterin ist der Zeitplan zu schaffen

Diese letzte Steigerung von 1,4 Prozent liegt laut Bauamtsleiterin Katharina Iredi angesichts des relativ langen Zeitraumes „in einem guten Rahmen“. Darüber hinaus sei der Verwaltung von den Planern erst kürzlich erneut zugesichert worden, „dass der Zeitplan gehalten werden kann“. Die Baufertigstellung sei nach wie vor für „Ende August“ avisiert, was auch Bürgermeisterin Nora Görke bekräftigte. Sie entgegnete damit Spekulationen über einen möglichen Bauverzug, wenngleich „ein paar Dinge klemmen“ würden.

Jürgen Freier, Vorsitzender der CDU-Fraktion sowie Ausschussvorsitzender, wollte aus dem Dunstkreis beteiligter Handwerker von einem Verzug zwischen sechs und acht Wochen erfahren haben. Ein ähnlicher Zeitraum sei zudem anzustellendem Personal als Verzögerung mitgeteilt worden.

Die Stadt ist Bauherr. Betreiber der Kita wird mit dem 1. September jedoch die gemeinnützige Stephanus-Bildungsgesellschaft, ein kirchlicher Träger mit Sitz in Berlin. Deren Geschäftsführer Martin Reiche verneinte auf MAZ-Nachfrage am Mittwoch allerdings ebenso einen Verzug. Auch ihm sei mehrfach zugesichert worden, noch rechtzeitig zum Ende der Sommerferien starten zu können.

Kita-Betreiber ist von hoher Bewerberzahl überrascht

Derzeit laufe die Personalauswahl, und zwar auch in Abhängigkeit der sich jetzt erst noch genauer entwickelnden Anmeldezahl. „Wir sind jedenfalls schon sehr überrascht, dass es allein für das pädagogische Personal sehr viele Bewerber gibt. Es sind bisher genau 25, und hinzu kommt ja auch noch Personal für Küche, Reinigung oder in Sachen Hausmeister“, sagte Martin Reiche.

Fest steht bereits, dass die Kita von der Kyritzerin Sabine Heller geleitet werden wird. Derzeit ist sie noch als Erzieherin an der Neustädter Kita „Spiegelberg“ tätig. Wie Sabine Heller der MAZ am Mittwoch sagte, sei sie zwar anfänglich von dem Standort an der Prinzenstraße nicht vollends überzeugt gewesen wie damals auch so viele andere Kyritzer. Nach einer Begehung und dem nunmehr nahenden Bauende aber sei „ein hochmodernes Gebäude“ entstanden. „Alt und Neu sind wunderbar miteinander kombiniert, und es sind allerhand Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Da kann kein Kind einfach mal so auf die Straße laufen“, sagte Sabine Heller.

Weil Platz ist, kann das Haus die Kyritzer Hortplätze-Not lindern helfen

Martin Reiche empfindet den Bau zudem nicht nur als schön, sondern auch als „überaus großzügig geplant“. Das biete jetzt den Vorteil, auch 15 bis 20 Hortkinder darin unterbringen zu können. Dazu müsse jedoch noch die Genehmigung abgewartet werden. Anfang kommender Woche aber gebe es ohnehin einen Ortstermin mit der dem Brandenburger Bildungsministerium angegliederten Kita-Aufsicht sowie dem Landesjugendamt hinsichtlich der Betriebserlaubnis überhaupt.

Dass der Bedarf an Hortplätzen in der Stadt immens ist und die Kita Mitte Entlastung schaffen könnte, darüber informierte auch schon die im Rathaus für den Kitabereich verantwortliche Veronika Lausch im Hauptausschuss: „Kita heißt laut Gesetz für Null bis zwölf Jahre.“

Die Stephanus-Bildungsgesellschaft ging bisher stets von 60 Plätzen aus, und zwar 24 für bis drei Jahre alte Kinder, was dem Krippenbereich entspricht, und 36 Plätze für bis zu sechs Jahre alte Kinder. Platz für Hortkinder wäre laut Reiche wegen der großzügigen Planung auch noch bei Vollauslastung.

Bis dahin ist das wohl aber noch ein weiter Weg. Dem Vernehmen nach liegen im Moment kaum ein Dutzend Anmeldungen vor. Die künftige Chefin Sabine Heller dazu: „Das wird. Es macht sich jetzt ja schon bemerkbar, dass ich als Ansprechpartnerin da bin.“

Erst recht nicht beunruhigt ist Reiche, der auf Erfahrungen zurückgreifen kann: In dessen Bildungsgesellschaft mit rund 350 Mitarbeitern wird die Kyritzer Einrichtung die zwölfte Kita im Berlin-Brandenburger Raum sein. Reiche sagt: „Es ist normal, dass nicht immer alles gleich zu 100 Prozent feststeht. Jedem Anfang wohnt ja nun mal auch ein Zauber inne.“

Von Matthias Anke

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