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Ostprignitz-Ruppin Kyritzer Klostergelände jetzt frei zugänglich
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritzer Klostergelände jetzt frei zugänglich
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17:16 14.09.2015
Angela Schulz (2.v.r.) und Inge Olbrecht (r.) vom Bauamt sowie Bürgermeisterin Nora Görke (l.) informierten. Quelle: privat
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Kyritz

Wie in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung von Bürgermeisterin Nora Görke angekündigt, steht das Gelände des früheren Kyritzer Franziskanerklosters jetzt Interessierten zur Besichtigung offen. Wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte, ist das Areal „ab sofort“ frei zugänglich. Dazu steht das Hoftor zwischen den Gebäuden Johann-Sebastian-Bach-Straße 6 und 8 offen – und zwar zeitlich begrenzt montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, nicht jedoch an Feiertagen.

Erkundet werden können dabei maßgeblich die Freifläche, die künftig als Klostergarten fungieren soll und auf der einst die Klosterkirche stand, sowie die Fläche, die nach Aufgabe dieses Klosters in der Bevölkerung seit nun schon Jahrhunderten als Klostergarten gilt. Diese allerdings soll teilweise bebaut werden, um die frühere Anlage nachzuempfinden.

Zu dieser Aktion das bisher auf diese Weise nicht zugängliche Gelände zu öffnen, wurde laut Bürgermeisterin Nora Görke im Hinblick auf den 8. November entschieden. An diesem Tag findet in der Stadt ein Bürgerentscheid in etwa über die Frage statt, ob das gewachsene Klostergartengelände bebaut werden soll oder nicht, beziehungsweise ein die Bebauung vorsehender Beschluss der Stadtverordneten zurückgenommen werden soll oder nicht.

Unterdessen ist offen, ob es nicht schon zur nächsten Stadtverordnetenversammlung erneut einen Versuch gibt, diese Pläne politisch zu stoppen mittels eines erneuten Stadtverordnetenbeschlusses. Zu einer solchen Abstimmung sollte es bereits bei der vorigen Stadtverordnetenversammlung kommen, was aber unter anderem wegen einer verfehlten Antragsfrist nicht gelang.

Die Akteure maßgeblich um die Fraktionen von CDU und Linke, vor allem aber die Bürgerinitiative, die das Begehren für den Bürgerentscheid durchsetzte, haben ein Interesse an einem solchen sogenannten Entsprechungsbeschluss. Nichts wäre fataler für sie, wenn der Garten bebaut wird, weil sich beispielsweise nur 1900 statt der erforderlichen rund 2000 Stimmen dagegen aussprechen, womöglich nur eine Minderheit dafür wäre und sich der Rest der Bevölkerung im schlimmsten Fall gar nicht äußert. Sprich: wenn das Quorum nur knapp verfehlt wird.

Schönes Ambiente: Beim Auftritt der Musiker auf der Klosterbühne in Kyritz. Quelle: privat

Die Gelegenheit, das frühere Klostergelände zu besichtigen, nutzten die ersten Gäste bereits am Sonntag. Anlässlich dieses Tages des offenen Denkmals wurde auf dem Marktplatz eine Ausstellung zum Thema „Alte Stadt – Museum oder Zukunftslabor“ eröffnet (MAZ berichtete). Anschließend ging es zum Kloster, wo auf der Gartenbühne barocke und romantische Musik gespielt wurde. Es traten auf: Verena Rein (Sopran), Jutta Mantel (Querflöte), Johanna Kassner (Querflöte), Alois Ellemunter (Viola), Regine Zimmermann (Violoncello) sowie Mai Yakushiji (Klavier/Cembalo).

Für archäologisch Interessierte hielt die für die bisherigen Grabungen im Klosterviertel zuständige Fachfrau Kerstin Geßner einen Vortrag. Dazu erläuterten Mitarbeiter der Stadtverwaltung anhand von Plänen und einem Modell die – eben umstrittene – Konzeption zur Entwicklung des Klosterviertels hin zum neuen Kulturzentrum der Stadt. Mitglieder des Fördervereins Klosterviertel Kyritz führten durch den maroden Klausurflügel, um dessen Rettung es allen Seiten in Kyritz geht. Dieses Bauwerk jedoch bleibt aus Sicherheitsgründen nach wie vor nicht öffentlich zugänglich.

Von Matthias Anke

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