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Kyritzer Kühe leiden unter der Dürre

Projekt in Äthiopien braucht Geld für Pumpen Kyritzer Kühe leiden unter der Dürre

Das Hilfsprojekt „Eine Kuh für Afrika“ in Äthiopien, verwendet einen Teil des noch vorhandenen Spendengeldes für zwei Wasserpumpen. Die auch dank der Hilfe von Kyritzern angeschafften Kühe leiden unter der derzeitigen Trockenheit in Äthiopien und würden bei weiterer Wasserknappheit verdursten.

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Hartmut und Elke Hanke warben seinerzeit mit bemalten Kühen für die Hilfsaktion für Äfrika.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Es gibt wieder Neuigkeiten von der Hilfsaktion „Eine Kuh für Afrika“, innerhalb der viele Kleeblattbewohner Geld für den Kauf von sechs Kühen für die Meranya-Peace-School in Äthiopien spendeten. Allerdings sind es nicht so gute Neuigkeiten, wie die Initiatoren der Spendenaktion Hartmut und Elke Hanke aus Holzhausen von der Koordinatorin in Äthiopien, Helga Mengistu-Faust, erfahren haben. „Die Kyritzer Kuhherde wird von der seit Monaten andauernden Trockenheit in Äthiopien bedroht“, berichtet Hartmut Hanke. Derzeit seien schon zehn Millionen Menschen davon betroffen. Ursachen dafür sieht Hanke unter anderem in der Verschattung der Meere durch eine Plastik-Müllschicht. Das Wasser könne sich nicht mehr wie gewohnt erwärmen und somit verdunste weniger. So stehe der Zone um den Äquator (Sahelzone) noch weniger Regen zur Verfügung als ohnehin schon. Die angestrebte Einführung einer Gebühr für Plastiktüten helfe den Menschen und Kühen in Meranya jetzt wenig, so Hanke.

1000 Kinder leben von der Milch der Kühe

Die 1000 Kinder dort leben von der Milch der Kühe. Sie bekommen außerdem Butter und Fladenbrot aus dem Projekt und lernen im Schulalltag, wie beides hergestellt wird. Zwei Fladenbrotbacköfen gibt es inzwischen. „Das Projekt hat sich auch durch die Geburt weiterer Tiere (auch Ochsen) weiter entwickelt“, sagt Hanke erfreut. Doch die Trockenheit sei kontraproduktiv.

Helga Mengistu-Faust habe deshalb bei Hankes nachgefragt, ob es zu vertreten ist, einen Teil des noch nicht ausgegebenen Spendengeldes für zwei Pumpen zu verwenden, da sonst die Tiere verdursten müssten. Ihre Recherchen ergaben, dass Hilfsorganisationen inzwischen europäische Fabrikate verwenden, statt chinesischer. Grund sei die längere Lebensdauer. Eine solche Pumpe kostet 500 Euro. „Angesichts der Notlage haben wir grünes Licht für den Kauf gegeben“, so Hartmut Hanke. Damit verringere sich jedoch die Rücklage aus den Spenden.

Die Hilfsaktion soll weiter transparent bleiben

Das Geld war zweckgebunden für den Kauf von Kühen gedacht und wird jetzt für Pumpen verwendet. Hankes ist es wichtig, die neue Entwicklung öffentlich zu machen, um die Hilfsaktion weiter transparent halten zu können. Die Holzhausener suchen darüber hinaus weiter nach einem Verein, der das Hilfsprojekt trägt und unter anderem Bescheinigungen für größere Spenden ausstellen kann. Bisher war es der Förderverein Lokale Agenda 21 in Kyritz. Der jedoch hat sich zum Ende des vergangenen Jahres aufgelöst.

Für Hankes ist das Projekt im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“ besonders in Anbetracht der aktuellen Flüchtlingsströme, die auch aus Äthiopien kommen, ein deutliches Signal in die richtige Richtung. „Es wäre fatal, wenn es nicht weitergeht“, so die Holzhausener. Ihr Wunsch ist, dass sich in Sachen Lokale Agenda 21 Kyritz wieder etwas bewegt, damit auch künftig dieses und ähnlich nachhaltige Projekte Unterstützung bekommen können.

Von Sandra Bels

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