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Kyritzer Mehrgenerationenhaus auf Prüfstand

Untersuchung soll Begründung für Investitionen liefern Kyritzer Mehrgenerationenhaus auf Prüfstand

Das Kyritzer Mehrgenerationenhaus ist sanierungsbedürftig. Bis zu 1,5 Millionen Euro müssen möglicherweise in das Gebäude an der Perleberger Straße investiert werden. Als erster Schritt ist eine Standortuntersuchung geplant.

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Das Mehrgenerationenhaus ist sanierungsbedürftig.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Wie geht es langfristig weiter mit dem Kyritzer Mehrgenerationenhaus? Diese Frage sollen nun Experten im Zuge einer Standortuntersuchung beantworten. Das beschlossen die Kyritzer Stadtverordneten bei ihrer Sitzung am Mittwoch – wenn auch nur knapp mit neun zu sieben Stimmen bei einer Enthaltung.

Anlass für die Studie ist der Umstand, dass in dem Haus in der Perleberger Straße inzwischen, 20 Jahre nach seiner Eröffnung, umfangreiche Investitionen anstehen. Schätzungen gehen von bis zu 1,5 Millionen Euro aus, um beispielsweise die Fundamente trockenzulegen, um teilweise Türen und Fußböden zu erneuern, Sanitäranlagen zu modernisieren, Wände und Decken zu reparieren. Auch neue Anforderungen an Brandschutz, Barrierefreiheit und Hygiene spielen eine Rolle. Zudem harren die Außenanlagen nach wie vor ihrer Gestaltung. „Wir verlangen für solche Entscheidungen zu Recht vernünftige Zahlen“, befand Thomas Michaelis von der SPD-Fraktion. Er befürwortete das Gutachten zu den Perspektiven des Hauses ausdrücklich. „Es macht Arbeit, diese Zahlen zusammenzustellen. Aber wir müssen über viel Geld entscheiden.“

Die Stadtverwaltung verweist zur Begründung der Untersuchung auch auf sich ändernde Bedingungen für Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsleistungen und auf die Notwendigkeit, stadtplanerische Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Das reiche von den Förderkonditionen über räumliche Beziehungen (also den Ort der Angebote) bis hin zu den Folgekosten. Ausdrücklich soll die Studie Standortalternativen mit einbeziehen und prüfen, ob sie eventuell günstigere Bedingungen bieten, um die bestehenden Angebote zu erhalten und auszubauen. Als mögliche Beispiele werden das Haus in der Schulze-Kersten-Straße 1, die ehemalige Berufsschule in der Schulstraße, das einstige Schützenhaus oder auch das Gebäude der Wohnungsbaugesellschaft genannt.

Die Linke stimmte gegen die Untersuchung

Gerade diese Einbeziehung von Alternativen stieß bei vielen Stadtverordneten auf Ablehnung. Die Fraktion der Linken stimmte nahezu geschlossen gegen die Untersuchung. Fraktionsvorsitzender Dieter Groß vermutete Absichten zur Schließung des Hauses als wahres Motiv für die Studie, ­ohne dies näher belegen zu können. Die im Mehrgenerationenhaus tätigen Vereine und Einrichtungen seien verunsichert, so seine Einschätzung.

Derzeit beherbergt das Haus zwölf Träger. Chorgesang, Kindertanzgruppe, Töpferkurse, Schülernachhilfe, Elternberatung, Jugendclub, Sport und Traditionspflege gehören zu den Angeboten. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Hilfen für Familien. In der Begründung für die Studie betont die Stadt ausdrücklich den Bedarf an solchen Angeboten.

Von Alexander Beckmann

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