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Kyritzer „Plattdüütsche“ mit neuer Spitze

Freundeskreis beim Herbsttreffen Kyritzer „Plattdüütsche“ mit neuer Spitze

Zum ersten Mal seit vielen Jahren leitete am Mittwoch nicht Fritz Neye das Treffen der Kyritzer „Plattdüütschen“. Seine Nachfolgerin Gabriele Ellfeldt hatte die Wochen seit ihrer Vorstellung im September genutzt, sich umfassend über den Freundeskreis schlau zu machen, und führte bei ihrer Premiere gekonnt durch fast zwei Plauderstunden.

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Gabriele Ellfeldt und ihr Vorgänger als Vorsitzender des Freundeskreises, Fritz Neye.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Kyritz. Draußen Gummistiefelwetter, drinnen Herbst mit Kaffee und Kuchen. Die Mitglieder des Kyritzer Freundeskreises der Platt­düütschen hatten das Motto ihres Treffens am Mittwoch im Gelben Gewölbe passend gewählt. „Bunt sind schon die Wälder“ schallte es im Chorgesang.

Von Plumbutter, deren Herstellung mit ganz viel Arbeit verbunden ist, war gleich mehrfach die Rede. Hans Merten machte den Anfang. Zum besseren Verständnis seiner Gebrauchsanleitung hatte er von zu Hause eine hölzerne Rührkelle mitgebracht. Am langen Stiel sieht sie im unteren Teil aus wie ein großes „L“. Man könnte meinen, es sollte an die Grundbedingung für gutes Gelingen erinnern: Immer schööön laaangsam rühren! Jeder wusste natürlich, dass nur so aus den blauen Früchtchen Pflaumenmus entsteht.

Der Nächste erzählte, wie Pflaumenkuchen im Buschbackofen bestens gelingt, andere tischten in Versen Pelltüffeln auf, mit Hering, Stippe oder einfach nur Öl und Zwiebeln. Hilde Kloos und Annemarie Ostermeier brachten mit ihren Geschichten die Runde zum Lachen. Fritz Neye trug Selbsterdachtes übers Säen und Ernten vor.

Zum ersten Mal seit vielen Jahren war nicht er es, der den Nachmittag leitete. Seiner Nachfolgerin Gabriele Ellfeldt merkte man keinerlei Aufregung an, wohl aber, dass sie die Wochen seit ihrer Vorstellung im September genutzt hatte, sich umfassend über den Freundeskreis schlau zu machen. Als wenn sie schon immer dazugehört hätte, führte sie bei ihrer Premiere gekonnt durch die fast zwei Plauderstunden.

Den Seemännern zugehört

Die studierte Deutsch- und Englischlehrerin und langjährige Leiterin der kreislichen Volkshochschule befindet sich im Vorruhestand und übt sich noch in der niederdeutschen Mundart. Sympathien dafür bestehen aber schon seit ihrer Studienzeit in Rostock. „An der Mole in Warnemünde, dem Lieblingsort von uns Studenten, haben wir bei den Seeleuten und Einheimischen zugehört. Ihr Platt ähnelte dem Englisch in meinem Studienfach. Jetzt muss ich aufpassen, dass ich nichts vermische“, erklärte sie „ihrer“ Truppe noch in feinstem Hochdeutsch.

Kollegin Angret Thiele könnte gut und gerne Nachhilfestunden geben. Sie leitet in der Grundschule Demerthin die weit und breit einzige Arbeitsgemeinschaft „Platt“. Die „Coolen plattdüütsch-Kinnings“, wie sie sich nennen, treffen sich sogar in Prenzlau mit Gleichgesinnten aus der Gastgeberstadt sowie aus Putlitz und Bernau zu einem ersten Kreativwettbewerb. Veranstalter ist der Verein für Niederdeutsch im Land Brandenburg. Angret Thiele gehört dem Vorstand an.

Von Wolfgang Hörmann

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