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Kyritzer Spätaussiedlerverein in Not

Raum dringend gesucht Kyritzer Spätaussiedlerverein in Not

Seit fast 3 Jahren haben die Mitglieder des Kyritzer Spätaussiedlervereins „Flämmchen“ keinen Raum für ihre Arbeit und Utensilien. Doch sie wollen das kulturelle Leben in Kyritz weiterhin bereichern. Nun sind die dringend auf der Suche nach einem Raum, in dem genäht, aber auch Theater geprobt werden kann. Der nächste Auftritt steht bald bevor – eigentlich.

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Selbst genähte Puppen warten auf weitere Auftritte.

Quelle: Matthias. Anke

Kyritz. Noch mal unter freiem Himmel fürs Masleniza-Fest auf dem Marktplatz proben, das wollen die Frauen vom Kyritzer Spätaussiedlerverein „Flämmchen“ eigentlich nicht. Ausfallen soll es aber auch nicht, dieses Fest, mit dem sie auf ihre Weise am Sonntag, 13. März, tanzen und singen, um den Winter zu vertreiben. Symbolisch wird ein Bär geweckt, womit nach russischer Vorstellung der Frühling kommt.

„Doch wir haben noch immer keinen Raum, wo wir uns regelmäßig treffen können, keine Nähstube mehr, kein Lager für unsere Kostüme und auch keinen Platz für die Puppen samt der mobilen Bühne“, klagt Natalie Schmidt, die Vereinsvorsitzende. Es sei „völlig demotivierend“, sagt sie, wie seit 2013 nun schon gearbeitet werden muss: mal in dieser oder jener Wohnung oder gar unter freiem Himmel. Trotzdem sei von den 17 Mitgliedern etwa die Hälfte noch aktiv bei der Sache. Sie wollen auch weiterhin das kulturelle Leben in der Stadt bereichern. Aber mit dem Auszug aus dem Mehrgenerationenhaus sank die Stimmung. Es gab Querelen um Betriebskosten . Zwar bestand wohl die Aussicht, sie über ein Projekt vom Landkreis finanziert zu bekommen. Doch eine dafür nötige Stellungnahme seitens der Stadt sei ausgeblieben.

Mit dem Masleniza-Fest wird der Winter vertrieben

Mit dem Masleniza-Fest wird der Winter vertrieben.

Quelle: André Reichel

„Und, obwohl es vorigen Herbst wieder Gespräche mit dem Rathaus gab, ist bis heute keine Lösung in Sicht“, sagt Natalie Schmidt. Im besagten Herbst feierte ihr Verein zehnjähriges Bestehen. Gegründet für Dutzende Neu-Kyitzer aus Russland, aus der Ukraine oder aus Kasachstan, um ihnen Hilfe anzubieten auch bei sprachlichen Problemen, geht es jetzt vielmehr um Traditions- und Brauchtumspflege. So gibt es neben Masleniza für die Kinder das Jolka- beziehungsweise Neujahrsfest. Der Verein erreicht auch Spätaussiedler in Neuruppin, Rathenow und Wittstock.

Ein neues Obdach sollte sich nun bestenfalls im Stadtgebiet finden und aus möglichst zwei Räumen bestehen. Wenn Projekte laufen, wäre täglich jemand vor Ort. Weil der Verein jedoch kaum über finanzielle Mittel verfügt, werde erneut auf Förderung gehofft.

Wer Ideen für „Flämmchen“ hat, kann sich im Rathaus bei der Kulturbeauftragten Manuela Bismark melden unter  033971/ 8 52 92.

Von Matthias Anke

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