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Kyritzer feiern mit Partnerstadt

Seit 25 Jahren eng verbunden Kyritzer feiern mit Partnerstadt

Vor 25 Jahren schlossen Kyritz und Werne an der Lippe einen Partnerschaftsvertrag ab. Was mit einer eher zufälligen Begegnung begann, hat sich inzwischen längst zu einer engen Beziehung entwickelt.

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Bürgermeister, Ex-Bürgermeister und Vertreter der Partnerstädte aus Deutschland, Polen und Frankreich versammelten sich zu einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Werne.

Quelle: Alexander Beckmann

Werne. In dieser Sache sind die Bewohner der Kyritzer Partnerstadt Werne nachweislich ganz groß: Gastfreundschaft. Knapp 20 Kyritzer hatten sich Ende vergangener Woche auf den Weg an die Lippe in Westfalen gemacht, um dort an den Feierlichkeiten aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft teilzunehmen. Der Empfang war einfach nur herzlich.

Klar: Viele der Beteiligten kannten sich schon durch die Kontakte der beiden Internationalen Clubs oder der Verwaltungen von Kyritz und Werne. Für andere war der Besuch eine Premiere. Die Werner ließen keinen Zweifel daran, dass ihnen die „Neulinge“ mindestens ebenso willkommen waren wie die „alten Hasen“. Sogar Gäste aus den gemeinsamen Partnerstädten Bailleul (Frankreich) und Walcz (Polen) reisten mit an. Schließlich ging es darum, Kontakte zu pflegen und auszubauen.

Daran versuchten sich zum Jubiläum auch Werner Schüler. Sie hatten Plakate zu den Städtepartnerschaften ihres Heimatortes gestaltet. Dass sie dabei den Ritter Kahlbutz und das Gestüt kurzerhand nach Kyritz verlegten, zeigt nur, welches Potenzial noch in der Partnerschaft steckt.

Beim offiziellen Akt am Sonnabend im Alten Rathaus von Werne ging es mehr um die Vergangenheit als um die Zukunft. Zeitzeugen der Partnerschaftsanbahnung erzählten den über 100 Besuchern, was sich vor 25 Jahren abgespielt hatte. Silvester ’89 hatte der Werner Stadtverordnete Werner Tembaak eher zufällig das Ehepaar Bär aus Kyritz kennengelernt. Die Stadt Werne trug sich sowieso schon mit dem Gedanken an eine Städtepartnerschaft im Osten. Der damalige Bürgermeister Wilhelm Lülf verfolgte die Sache weiter. In Kyritz hatte unter anderem Bürgermeister Jürgen Plagemann ein offenes Ohr. Viele andere setzten sich mit für die Idee ein, sodass schon im Frühherbst 1990 der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet wurde. Anfangs ging es vor allem um Hilfe beim Aufbau der Verwaltung, um wirtschaftlichen und kulturellen Austausch. Im Laufe der Zeit gewannen auch persönliche Kontakte mehr und mehr an Bedeutung. „Ich glaube, eine solche rasante Entwicklung haben wir mit keiner anderen Partnerschaft gehabt“, schätzte am Sonnabend Wernes Bürgermeister Lothar Christ ein.

„Aus Besuchen sind Freundschaften entwachsen“, sagte die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke und scherzte, dass viele Kyritzer inzwischen wüssten: „Sim Jü ist kein asiatischer Name.“ Sondern die traditionelle große Kirmes in Werne. „Und die Werner wissen, dass ihnen nichts Böses droht, wenn ein Kyritzer ihnen ‚Mord und Totschlag‘ anbietet.“

Von solchen offiziellen Begegnungen abgesehen, erlebten die Kyritzer Besucher ein von den Gastgebern minuziös vorbereitetes Programm. Auch ein historischer Stadtrundgang und ein Kabarettbesuch gehörten dazu – und natürlich ganz viele Gespräche.

Schon in gut zehn Tagen sieht man sich wieder. Vom Freitag, 2. Oktober, bis Sonntag, 4. Oktober feiert Kyritz doppeltes Jubiläum: 25 Jahre Deutsche Einheit und 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Werne.

Das Stadtfest in Kyritz

Das Feiern beginnt am Freitag, 2. Oktober, abends mit viel Musik (DJs, „Whistle Stop“, Musikschulband, Drumshow) auf dem Marktplatz.

Der Höhepunkt wird der Sonnabend, der 3. Oktober: unter anderem mit einer Festveranstaltung in der Marienkirche, Aktionen und Modenschauen, „Kunst in verborgenen Höfen“, einem bunten Nachmittag auf dem Marktplatz, einem Empfang des Internationalen Clubs Kyritz, mit Musik und Tanzshow auf dem Marktplatz.

Den Abschluss bilden am Sonntag, dem 3. Oktober, der Frühschoppen mit Live-Musik auf dem Marktplatz und ein anschließendes Programm unter anderem mit Musik aus Polen und Frankreich, das Rosengartenfest am Nachmittag sowie Improvisationstheater auf der Insel.

Von Alexander Beckmann

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