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Kyritzer koordinieren Hilfe für Flüchtlinge

Regelmäßige Treffen am „Runden Tisch“ Kyritzer koordinieren Hilfe für Flüchtlinge

Hervorgegangen aus den Kyritzer Montagsdemonstrationen für Frieden in den Bürgerkriegsländern, versucht eine kleine Gruppe, die Unterstützung für die Flüchtlinge in der Stadt besser zu koordinieren. Integration ins örtliche Leben ist dabei ein Schwerpunkt.

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Am Runden Tisch wird ein Begegnungscafé geplant.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Derzeit leben in der Knatterstadt 65 Flüchtlinge und im Kyritzer Ortsteil Karnzow sind im Waldschulheim noch einmal 33 untergebracht. Sie werden von Sozialarbeitern betreut, jedoch nur so lange, bis sie ihren Aufenthaltsstatus, der auf drei Jahre begrenzt ist, bestätigt bekommen. Fast allen fehlt es an vielen Dingen. Dies betrifft nicht nur passende Bekleidung, sondern auch die Ausstattung in den Unterkünften, die offiziell kaum über ein Bett und einen Tisch hinausgeht.

Das macht sich vereinzelt sogar an den Kyritzer Schulen bemerkbar, an denen Flüchtlingskinder unterrichtet werden. „Es gibt Engpässe“, berichtet die Leiterin der Carl-Diercke-Oberschule Christine Kruschel, „zum Beispiel bei geeigneten Taschenrechnern, Heftern und ähnlichem. Die Kinder haben oft noch nicht alles, was sie im Unterricht brauchen.“ Einen echten Bedarf sieht man in der Schule für Tablet-Computer mit Übersetzungsprogrammen, um die neuen Schüler schneller integrieren zu können. Das bestätigt auch der Leiter der Goethe-Grundschule Holger Wichert. Ansonsten habe sich die Lage bei den Unterrichtsmaterialien etwas entspannt: „Im Augenblick haben wir einen gewissen Fundus. Für die derzeit sechs Kinder reicht das.“

Beide Schulen wären für weitere Unterstützung trotzdem dankbar. Wer helfen wolle, könne sich gern direkt melden.

Die kleine Gruppe Kyritzer, die seit November jeden Montag auf dem Marktplatz für Frieden in den Herkunftsländern der Flüchtlinge demonstrieren, versucht ebenfalls zu helfen. Sie organisiert einen ehrenamtlichen Fahrdienst für die in Karnzow Untergebrachten. Die müssen sonst für Besorgungen zu Fuß entlang der Landesstraße bis Kyritz. Die Unterstützer erfragen auch den Bedarf an Kleidung und Ausstattung. Inzwischen haben die engagierten Bürger einen Runden Tisch ins Leben gerufen um zu beraten, wie sich Hilfe koordinieren lässt.

Am Mittwoch traf man sich zum dritten Mal im evangelischen Gemeindehaus in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Mit dabei waren auch einige Syrer, die von ihrer aktuellen Situation berichteten.

Der bereits seit längerem angedachte öffentliche Treff mit Flüchtlingen nahm am Mittwoch greifbar Gestalt an und wird als „Begegnungscafé“ erstmals am 11. März ab 17 Uhr im evangelischen Gemeindehaus stattfinden. Die ehrenamtlich Aktiven laden jedermann ein, bei Kaffee und Kuchen mit Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Letzte Details will man bei der nächsten gemeinsamen Runde am 2. März um 17.30 Uhr wieder im evangelischen Gemeindehaus besprechen.

 

Von André Reichel und Alexander Beckmann

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