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Kyritzer wollen ans Mittelmeer

Reisen trotz Terroranschläge Kyritzer wollen ans Mittelmeer

Von der aktuellen Lage in der Welt lassen sich die Kyritzer nicht die Reiselust vermiesen. „Die Leute switchen um und suchen sich andere Ziele“, sagt Anke Becker vom Reisebüro Meyer in Kyritz. Spanien, Portugal, Italien und Sardinien sowie die Balearen allgemein stehen derzeit hoch im Kurs. „Auch Griechenland gewinnt wieder“, so Anke Becker.

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Claudia Ullrich (v.), Nora Settgast und Kirstin Peters (r.) vom Reisebüro Globus haben die Reisewünsche der Kyritzer im Blick.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Schlechte Nachrichten wie der jüngste Terroranschlag in Istanbul wirken sich in der Reisebranche sofort aus. Das beobachtet Anke Becker vom Kyritzer Reisebüro Friedhelm Meyer schon seit langem. Sie rechnet nach den Ereignissen in der Türkei mit einem Einbruch. Zumindest die Reiseunternehmen hätten sofort reagiert und bieten den Kunden Umbuchungen an. Aber das Weltgeschehen wirke bei den Kunden lange nach. „Die Leute schrecken zum Beispiel immer noch vor Reisen nach Paris zurück“, sagt sie. Obwohl Städtereisen ansonsten gern genommen werden.

Dass die Reiselust wegen der aktuellen Lage in der Welt weniger geworden ist, das sieht Anke Becker nicht. „Die Leute switchen um und suchen sich andere Ziele“, sagt sie. Während Ägypten und Tunesien schon seit gut zwei Jahren nur noch verhalten gebucht werden, stehen Spanien, Portugal, Italien und Sardinien sowie die Balearen allgemein hoch im Kurs. „Auch Griechenland gewinnt wieder“, so Anke Becker. Die Mittelmeerländer würden von der aktuellen Situation sowieso profitieren, meint sie. Auch Kreuzfahrten seien nach wie vor beliebt und Reisen nach Kuba. Anke Becker kann sich vorstellen, dass die Leute wieder mehr Urlaub im eigenen Land machen. „Schließlich gibt es auch bei uns so viele schöne Ecken, die man noch nicht kennt“, sagt sie.

Große Nachfrage auch in den Herbstferien

Der durchschnittliche Jahresurlaub dauert 14 Tage. Anke Becker sagt, dass es besonders in den Herbstferien eine große Nachfrage nach Reisen gibt. „Die Kunden verlängern sich damit den Sommer“, sagt sie. Der Trend besteht, seitdem es zwei Wochen Herbstferien gibt. Da lohnt sich eine Flugreise, und in vielen Ländern ist auch im Oktober noch Badewetter. Last Minute sei eher weniger gefragt. „Es wird lieber langfristig geplant“, so Anke Becker. „Unsere Kunden sind gut informiert, sie wissen, dass man bei einer Frühbuchung eher belohnt wird“, fügt sie an.

Bis Donnerstag gab es im Kyritzer Reisebüro Globus noch keine Stornierungen von Türkeireisen, aber Nachfragen dazu. Büroleiterin Kirstin Peters sagt, dass sie selbstverständlich keine Auskünfte zur Sicherheit geben kann. „Wo es sicher ist, das kann derzeit wohl keiner sagen“, sagt sie. Rät den Kunden aber unter anderem, große Menschenansammlungen zu meiden. „Die Entscheidung, ob er die Reise antritt oder nicht, muss aber jeder selbst treffen“, so die Reisefachfrau. Ihre Erfahrung: „Wenn die Abreise noch weiter weg ist, warten die Kunden ab. Sie schauen, wie sich die Situation weiter entwickelt.“

Wie bei Meyer Reisen wird auch beim Reisebüro Globus längerfristig gebucht, derzeit für September und Oktober. Was dann ist, das könne ja heute noch niemand sagen, so Kirstin Peters. In der Regel würden sich die Reiseveranstalter aber kulant zeigen, sollte es unvorhergesehene Ereignisse am Zielort geben.

Derzeit sind bei Kirstin Peters und ihren Kolleginnen Busreisen und Urlaub in Spanien und Griechenland gefragt. „Ich hoffe, dass Griechenland profitiert“, sagt Kirstin Peters. In der Vergangenheit hätten sich Buchungen dorthin wegen der Krise im Land schon verringert. Verhalten sehe es auch bei Zielen im muslimischen Raum aus. „Aber ein paar Ägypten-Gäste haben wir“, so Kirstin Peters. Stark im Kommen sind ihrer Meinung nach Sardinien, Korsika, Malta und Italien. Zudem hätten Kreuzfahrten immer Saison. Trotz der angespannten Lage reisen die Leute nicht weniger, hat die Kyritzerin beobachtet. „Sie suchen jetzt nur intensiver nach sicheren Zielen“, fügt sie an. Aktuelle Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt gibt es derzeit nicht.

Von Sandra Bels

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