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Kyritzer wollen ihre Kräfte bündeln

Hilfe für Flüchtlinge Kyritzer wollen ihre Kräfte bündeln

Erstmals trafen sich nach der Montagsdemo in Kyritz freiwillige Helfer, die sich für Flüchtlinge engagieren, zu einem Runden Tisch. Sie wollen ihre Kräfte bündeln und Angebote abstimmen. Am 25. Januar wird es indes die vorerst letzte Montagsdemo für Frieden geben.

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Am Runden Tisch berieten die Bürger, wie es weitergehen soll.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Trotz Eiseskälte trafen sich am Montag wieder rund 30 Bürger zur mittlerweile neunten Friedensdemonstration auf dem Kyritzer Marktplatz. Die Mitorganisatorin der Aktion, Kathrin Boleslawsky, informierte darüber, dass die ­Demo am kommenden Montag voraussichtlich die vorerst letzte sein soll: „Angesichts der Tatsache, dass wir hier nicht mehr werden und dass es derzeit sehr kalt ist, halte ich diesen Schritt für richtig.“

Mit langen Reden wollte man sich am Montag auch nicht unnötig aufhalten. Kurz informierte Kathrin Boleslawsky über den aktuellen Stand bei der von der Bürgerinitiative gestarteten Online-Petition, die sich auf einen offenen Brief der Initiative an die Bundeskanzlerin bezieht. Demnach sind bislang 110 Stimmen zusammengekommen, davon aber nur 68 aus Kyritz. Um die für das Quorum benötigten 310 Stimmen doch noch zu erreichen, will Kathrin Boleslawsky sich verstärkt um die Petition kümmern.

Im Anschluss an die Demo auf dem Markt traf sich ein überraschend großer Personenkreis im Gemeinderaum der evangelischen Kirche in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Die meisten der rund 20 Leute engagieren sich privat in unterschiedlicher Form für in der Region lebende Flüchtlinge. Die Helfer wollen nun ihre Hilfsangebote besser bündeln. Die Initialzündung für den Runden Tisch gab es, als einige Kyritzer einen Fahrdienst für in Karnzow untergebrachte Flüchtlinge einrichten wollten und dabei schnell an organisatorische Grenzen stießen.

Ein Netzwerk soll entstehen

Ein kleines Netzwerk soll entstehen, da waren sich alle einig. Am besten durch einen Koordinator, der alles in die Hand nimmt. Christian Boldt, im Rathaus für soziale Aufgaben, Familie, Bildung, Vereine und das Mehrgenerationenhaus (MGH) zuständig, räumte indes mit dem Irrglaube auf, er sei in Kyritz der offizielle Flüchtlingsbeauftragte. „Das ist Aufgabe des Landkreises und des Bundes“, betonte Boldt. Jedoch hat der Rathausmitarbeiter durch sein Aufgabenfeld viele Kontakte zu sozial engagierten Vereinen, die größtenteils im MGH zu finden sind,wie etwa die Arbeiterwohlfahrt oder der Ostprignitz-Jugend-Verein. „Meine Aufgabe ist es ja auch, bereits bestehende Angebote zu verknüpfen“, sagte Christian Boldt.

Als Erstes soll nun ein sogenannter Informationspool geschaffen werden, in welchem die Kontaktdaten von Leuten zusammengetragen werden, die Fahrdienste oder Begleitung bei Behördengängen und Einkäufen übernehmen würden. Es wurden entsprechende Fragebögen verteilt, die die Stadtverwaltung angefertigt hatte. Ein Organisator, der die Koordinierung in die Hand nimmt, wurde noch nicht gefunden. Das nächste Treffen des Runden Tisches findet am Montag, 1. Februar, um 19 Uhr erneut im Gemeinderaum der evangelischen Kirche in der Bachstraße statt. Weitere Interessierte sind herzlich willkommen.

Von André Reichel

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