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Ostprignitz-Ruppin LED-Technik für die Rhinstadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin LED-Technik für die Rhinstadt
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00:43 05.03.2018
LED-Lampen haben laut Sternbeck viele Vorteile. Damit sie ins Stadtbild passen, setzt der Ortschef auf die Retro-LED-Variante .
Fehrbellin

Dimmbare Lampen? Für Fehrbellins Ortsvorsteher ein Graus. „Ich bin immens dagegen“, stellt Jürgen Sternbeck klar. Weil aber das Gegen-etwas-sein, nicht unbedingt seinem Naturell entspricht, hat er sich gleich auf die Suche nach einer besseren Alternative gemacht – und diese aus seiner Sicht auch gefunden: die LED-Technik.

Dimm-Technik im Energieausschuss durchgefallen

Erst vor Kurzem hat die Verwaltung versucht, den Gemeindemitgliedern eine neue Dimm-Technologie schmackhaft zu machen. Ihre Vorteile: Sie verbraucht im Vergleich zu bisherigen Lampen weniger Energie und ist dadurch auch günstiger. Das ist für die Kommune wichtig. Schließlich bezahlt sie jährlich rund 174 000 Euro für ihre Straßenbeleuchtung. Doch die Idee ist im Energieausschuss, dem auch Sternbeck angehört, durchgefallen. Die Debatte über die Umrüstung der 2113 Lampen im Gemeindegebiet wurde vertagt.

Der Ortsvorsteher will Fehrbellin heller machen

Sternbeck gefallen die Dimm-Leuchten vor allem deshalb nicht, weil sie ein dunkleres Licht abgeben als die alten. „In der Stadt Fehrbellin ist es schon jetzt stockfinster.“ Und das sei nicht nur sein Empfinden. Er habe in Fehrbellin eine Beleuchtungsstärke bis zu zwei Lux gemessen. Angemessen für eine solche Stadt wären Werte um sieben Lux. Zudem haben ihn viele Fehrbelliner aufgrund der aktuellen Debatte genau darauf angesprochen, und die Idee mit den Dimm-Lampen kritisiert. Der Ortsvorsteher kann das verstehen: „Bei uns wird jetzt schon dreimal in der Woche eingebrochen. Wenn es noch dunkler wird, dann wird es noch schlimmer.“ LED-Leuchtmittel könnten da helfen, weil sie deutlich heller seien als die dimmbare Variante, aber auch als die aktuellen 510 Natriumdampf- und Quecksilberlampen der Stadt.

Bei den Kosten punktet laut Sternbeck die LED-Technik

Zudem seien ihre Anschaffungskosten deutlich geringer. So würde die Umrüstung etwa 100 Euro pro Laterne kosten, hat Sternbeck recherchiert, der vom Fach ist. Für die Stadt würde das eine Summe von 51 000 Euro bedeuten. Bei der Dimm-Technologie wären 75 000 Euro fällig. Und auch bei den Energiekosten, punkten laut Sternbeck die LED-Lampen. So verbrauchen diese 80 Prozent weniger als die jetzt eingesetzten. Die regulierbare Technik bringe es auf lediglich 58 Prozent Einsparung und hat noch einen weiteren Nachteil: Die Gemeinde würde sich dabei an eine Firma binden. „Und das ist nie gut, weil man dann von allen Entwicklungen in diesem Unternehmen abhängig ist.“

Sternbeck hofft nun, dass er die anderen Ortsvertreter überzeugen kann. „Das ist schon wichtig, weil wir jetzt unter Umständen eine Entscheidung für Jahrzehnte treffen.“

Von Celina Aniol

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