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Ostprignitz-Ruppin LKA-Razzia bei Hakenberger Firma
Lokales Ostprignitz-Ruppin LKA-Razzia bei Hakenberger Firma
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00:31 02.03.2018
Der Geschäftsführer der Hakenberger Fleisch-Gesellschaft steht im Korruptionsverdacht. Er bestreitet die Vorwürfe. Quelle: Klaus Dietmar Gabbert
Hakenberg

Die Neuruppiner Staatsanwaltschaft hat kürzlich die Räume der Hakenberger Fleisch-Gesellschaft (Hafleg) von Beamten des Landeskriminalamts (LKA) durchsuchen lassen. Das bestätigte der Oberstaatsanwalt auf MAZ-Anfrage.

Der Hintergrund für die Razzia ist der Verdacht der Korruption. Die seit Monaten geführten Ermittlungen, bei denen auch schon etliche Zeugen vernommen wurden, richten sich gegen den Geschäftsführer des Unternehmens Jens Winter sowie gegen den Amtstierarzt, der für den Betrieb zuständig war.

Regelmäßig zum Essen eingeladen

Der Vorwurf: Das Unternehmen soll den Veterinär regelmäßig zum Essen eingeladen, ihm ein Darlehen in vierstelliger Höhe gewährt sowie ihm mehrfach Gutscheine geschenkt haben (MAZ berichtete).

Die LKA-Beamten haben bei der Hafleg nun Unterlagen gesucht und auch sichergestellt, die diese Vorfälle aufklären sollen, so der Oberstaatsanwalt. Er betont, dass seine Behörde sowohl nach be- als auch entlastenden Beweisen suche.

Keine Priorität für Korruptionsabteilung

Die Aufklärung des Falls werde noch einige Monate dauern. Auch, weil der Fall für die Korruptionsabteilung keine besondere Priorität hat. Denn keiner der Beschuldigten sitze in Haft, noch gehe es in diesem Fall um immense Summen.

Wie lange genau die Ermittlungen noch dauern werden, hänge aber auch davon ab, ob durch die Auswertung der Firmendokumente weitere Zeugen oder die bereits Befragten noch einmal zum Gespräch eingeladen werden müssen.

„Halte Beschuldigungen für völlig haltlos“

Jens Winter will sich zu den Ermittlungen nicht ausführlich äußern, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt. Er weist die Vorwürfe allerdings vehement zurück: „Ich halte die Beschuldigungen für völlig haltlos“. Dass er der Korruption verdächtigt wird, passiere zum ersten Mal, sagt Winter, der kurz nach der Jahrtausendwende Chef des Unternehmens wurde.

Die Hakenberger Gesellschaft ist 1993 gegründet worden. Sie gehört zu 100 Prozent der Muttergesellschaft Rhinmilch aus Fehrbellin. In der vergangen Woche stand ein ehemaliger Fleischermeister des Betriebs wegen des Verdachts auf Verstoß gegen den Tierschutz vor Gericht. Die Vorwürfe gegen den Fleischer hatten sich jedoch nicht erwiesen.

Von Celina Aniol

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