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Ostprignitz-Ruppin Großereignis soll nachhaltig wirken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Großereignis soll nachhaltig wirken
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02:20 24.03.2018
Im Friedrich-Ebert-Park sollen unter anderem Grabgestaltungen vorgestellte werden. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Sie weckt Begeisterung aber auch Zweifel und Befürchtungen. Im Großen und Ganzen ist man sich in Wittstock und Umgebung darüber klar, dass die Landesgartenschau (Laga) im kommenden Jahr eine große Chance für die Dossestadt ist, sich Touristen nachhaltig präsentieren zu können. In jüngster Vergangenheit hatte es jedoch auch Fragen aus der Bevölkerung gegeben, die kritisch auf das Großereignis blicken. Um diese Fragen zu klären hatten die Parteien CDU, FDP und Freie Wähler am Dienstagabend zum Bürgerstammtisch ins Wittstocker Rathaus geladen.

Christian Hernjokl (l.) informierte über das Laga-Gelände. Quelle: Christian Bark

„Wir sollten dazu offen ins Gespräch kommen“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Jan Redmann. Zunächst aber folgte ein virtueller Rundgang über das Laga-Gelände. Der Geschäftsführer der Laga-Gesellschaft, Christian Hernjokl, nahm das Publikum mit in eine zum Greifen nahe Zukunft: beginnend vom frisch sanierten Bahnhof, wo den Besucher im alten Güterboden gleich eine Blumenhalle erwartet. „Alle Zugreisenden fallen also unmittelbar ins Laga-Gelände“, sagte Christian Hernjokl. Vor der Blumenhalle solle dann gastronomisch etwas geboten werden. Vielleicht in Form eines Zugwaggons, wie der Geschäftsführer vorschlug.

Bürgermeister Jörg Gehrmann (l.) beantwortete die Fragen aus dem Publikum. Quelle: Christian Bark

Überhaupt sollen für die Gastronomen keine Lizenzgebühren anfallen, wie Hernjokl versprach. Stattdessen solle lieber auf qualitative Speisen zu bezahlbaren Preisen gesetzt werden. Im gegenüberliegenden Friedrich-Ebert-Park erwarteten den Besucher unter anderem Schaugräber, weiter in Richtung alte Bischofsburg solle der „Fontane-Garten“ angelehnt an Theodor Fontanes Gedicht „Im Garten“ entstehen, vor dem alten Bürgermeisterhaus ein Rosengarten und schräg gegenüber an der Glinze eine Feuchtwiese, wo ab diesem Jahr Weidevieh grasen soll. Überhaupt wolle man die Glinze und die wieder in ihr ursprüngliches Flussbett versetzte Dosse für die Besucher erlebbar machen.

Eine Million Blumenzwiebeln sollen gepflanzt werden

Auch das stellte Bürgermeister Jörg Gehrmann klar, dass die Dosse renaturiert worden sei, die Maßnahme sowieso geplant gewesen wäre, wegen der Laga aber vorgezogen wurde. Mit dem Gerücht, mit der Ausrichtung der Laga würde sich die Stadt enorm verschulden, räumte der Bürgermeister insofern auf, dass besonders begleitende, ohnehin geplante Baumaßnahmen wie die Sanierung des Bahnhofs viel Geld kosten. „Die größten Kostenfaktoren sind nicht die Laga, sondern die Sanierung von Hochbauten“, betonte er. Das seien aber nachhaltige Projekte – ähnlich wie die Laga selbst, von der auch nach 2019 noch etwas übrig bleiben soll. Zum Beispiel die flexibel aufbaubare Bühne auf dem Amtshof aber auch die Blütenpracht von einer Million Blumenzwiebeln, die Christian Hernjokl rund um das Gelände einsetzen lassen möchte.

Falls die Baumaßnahmen auch Gebäude in Mitleidenschaft ziehen sollten, müssten Hausbesitzer das rechtzeitig melden, empfahl Jörg Gehrmann fragenden Anwohnern. Auch für Museumsbesucher, die nicht zur Laga wollten, werde eine Lösung gefunden. Geplant ist bisher, dass der Eintritt für die Kreismuseen „Alte Bischofsburg“ für Laga-Besucher kostenlos sein soll.

Mehr zum Laga-Gelände hier.

„Schöne Aussichten“ – Ein Kommentar von Christian Bark

Der virtuelle Rundgang über das Laga-Gelände dürfte bei so manchem Zuschauer eine Vorstellung dessen ausgelöst haben, was Wittstock ab April 2019 für ein halbes Jahr erwartet. Ich sehe schon die Blütenpracht und die vielen Besucher, die über das Laga-Gelände streifen und die Stadt vielleicht auch längerfristig für sich entdecken. Die Weichen für das Großereignis werden gerade geschaffen. Bürgermeister Jörg Gehrmann zeigt sich optimistisch, dass Wittstock das packen kann. Dem Beispiel sollten wir Bewohner und Nachbarn folgen und die Begeisterung für diese einmalige Chance der Stadt, sich nachhaltig als Touristenregion zu etablieren, in uns entdecken. Wichtig ist, dass alle, die dazu etwas leisten wollen, mit einbezogen werden. Eine Inforunde wie am Dienstag ist sicher ein richtiger Schritt dorthin. Dass die Organisatoren auf Nachhaltigkeit setzen, ist folgerichtig und bedeutet auch für uns Bewohner eine Bereicherung.

Von Christian Bark

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