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Ostprignitz-Ruppin Laga und „Fontane.200“ an einem Strang
Lokales Ostprignitz-Ruppin Laga und „Fontane.200“ an einem Strang
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00:17 23.02.2017
Frank Baumann vom Regionalmanagement Ostprignitz-Ruppin begrüßte rund 50 Tagungsteilnehmer in Wusterhausen. Quelle: Alexander Beckmann
Wusterhausen

Die Landesgartenschau 2019 in Wittstock und die Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag Theodor Fontanes im gleichen Jahr werfen lange Schatten voraus. Am Freitag und Sonnabend befassten sich rund 50 Vertreter von Kommunen, Vereinen und Institutionen bei einer Tagung in Wusterhausen mit der Frage, wie sich mit den beiden Großereignissen das Maximum für die Region herausholen lässt. Gastgeber der Veranstaltung war das Leader-Regionamanagement Ostprignitz-Ruppin, das unter anderem über die Vergabe von Fördermitteln die ländliche Entwicklung voranbringen soll.

Regionalmanager Frank Baumann hielt den Zeitpunkt der Zusammenkunft am Freitag jedenfalls für gut gewählt: „Mancher sagt: ,Na, ja, es ist ja noch zwei Jahr hin.’ Andere sagen: ,Oh, Gott, nur noch zwei Jahre.’“ Eine Frage sah Baumann im Zentrum des Treffens: Wie lässt sich 2019 zu einem Erfolg machen?

Chance für die ganze Region

Für den Vorsitzenden des Leadervereins Jörg Gehrmann aus Wittstock stand zumindest ein Aspekt dabei außer Frage: Zu klären sei vor allem, wie sich Akteure außerhalb von Wittstock und Neuruppin – möglichst aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus – in die Laga und das Fontane-Jubiläum einbeziehen lassen. „Solche Veranstaltungen schweißen ja Regionen zusammen.“ Möglichst viele sollten von der Außenwirkung der Laga und von „Fontane.200“ profitieren.

Landrat Ralf Reinhardt rief die in Wusterhausen Versammelten dazu auf, den Aufwand für eine Beteiligung an beiden Ereignissen nicht zu scheuen: „Das ist wieder etwas, das dem Stichwort Bürokratie sehr nahesteht.“ Doch zugleich sei das Ganze von großer regionaler Bedeutung. Beispielsweise böten die Vorhaben für 2019 auch einen guten Rahmen für kommunale Investitionen. Voraussetzung sei dabei stets, dass man sich mit den anderen Beteiligten abstimmt.

Als Geschäftsführer der Landesgartenschau Wittstock 2019 warb Christian Hernjokl nachdrücklich für die Veranstaltung: „Die Landesgartenschauen sind im ländlichen Raum ein ganz wichtiges Instrument für die Strukturentwicklung geworden.“

300 000 Besucher von außerhalb

Bei bisherigen Landesgartenschauen habe man stets zwischen 400 000 und 600 000 Besucher gezählt – ein Teil von ihnen stammte sicherlich aus der näheren Umgebung. Hernjokl schließt: „Wir werden mindestens 300 000 Leute zusätzlich in die Region holen. In jedem Fall könnten Wittstock und seine Umgebung mit einem deutlichen Imagegewinn und eine steigende Bekanntheit hoffen.

Das Ausstellungsgelände südlich der Stadtmauer umfasst vom Bleichwall bis zum Bahnhof etwa 13 Hektar. Geplant, so Hernjokl, sei auch ein Markt mit einheimischen Angeboten. „Da wollen wir der Region eine Bühne zur Verfügung stellen.“ Kooperation sei ein Kernpunkt – auch bei der Präsentation historischer Orte und touristischer Angebote. Denn fest stehe, dass die Stadt es nicht alleine schaffen kann. „Wichtig ist, dass sich all die Höhepunkte, die es in der Gegend gibt, auf dieser Laga wiederfinden. Es kann dabei kein Konkurrenzdenken geben, alle müssen gemeinsam agieren.“ Es solle die „Ostprignitz-Ruppiner Landesgartenschau in Wittstock“ werden.

Garten und Dichter als Standortfaktor

Dazu gehört sicherlich auch die Einbeziehung des Fontane-Geburtstages – auch wenn der Dichter nie in Wittstock war. So sieht das auch der Projektleiter von „Fontane.200“ Marion Zetsche, der in Wusterhausen den deutlich anderen Charakter dieses Veranstaltungskomplexes hervorhob. Zwar sei Neuruppin das Zentrum, doch handele es sich vor allem um eine übers ganze Jahr verteilte Reihe von Einzelereignissen. Zugleich wolle man den Kulturtourismus in die Region voranbringen – unter anderem mit einem Hinweissystem auf Fontanes Wirken, Rad- und Wanderwegen, Führungen. In diesem Sinne arbeite man bereit an einer Kooperation mit Wittstock. Es gehe darum Fontane als Standortfaktor zu nutzen – wie auch bei der Laga.

Von Alexander Beckmann

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