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Ostprignitz-Ruppin Lan Bio Funghi Tec behauptet sich erfolgreich
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lan Bio Funghi Tec behauptet sich erfolgreich
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00:17 28.07.2016
Firmenbesuch: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (r.) und CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben (3. r.) informieren sich über die Pilzzucht.
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Fehrbellin

Am Ende braucht der Pilz Kühle. In der großen Halle, in der die Kräuterseitlinge aus Hunderttausenden von Substratsäckchen sprießen, ist die Temperatur auf etwa 16 Grad runtergekühlt. „Sonst würden die Pilze zu schnell wachsen“, sagt Chih-Jen Lan, Geschäftsführer der Fehrbelliner Firma Lan Bio Funghi Tec. „Wir versuchen ein wenig die Kontrolle zu behalten.“

Vier bis fünf Tonnen Kräuterseitlinge und Shiitake-Pilze werden täglich am Rande des Fehrbelliner Gewerbegebietes geerntet. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der größte Hersteller exotischer und zugleich biozertifizierter Pilze in Europa. Während der Sommermonate laufe die Produktion vergleichsweise ruhig, sagt Lan: „Bei Wärme essen die Leute einfach weniger Pilze.“ In den Wintermonaten lässt Lan, ein begeisterter Golfspieler, die Produktion jedoch wieder hochfahren. Bis zu 100 Menschen arbeiten dann in den Gewächsräumen, in der Verpackung und an der Substrat-Mischanlage. „Wir ernten jeden Tag“, so Lan am Dienstag bei einem Unternehmensbesuch brandenburgischer CDU-Politiker.

Kräuterseitlinge sprießen aus Substratsäckchen. Hunderttausende dieser Säckchen lagern in den Gewächshallen. Quelle: Peter Geisler

Noch immer ist das Fehrbelliner Unternehmen auf Wachstumskurs. Die Nachfrage nach regionaler und biozertifizierter Ware sei hoch, sagt Lan. In Fehrbellin gezüchtete Pilze sind in Edeka-Filialen in ganz Deutschland zu haben. Über Zwischenhändler kommen die Pilze auch zu anderen großen Discountern. Konkurrenz aus Deutschland haben Lan und seine Frau kaum zu befürchten. „Die größte Konkurrenz kommt aus Asien – speziell aus Südkorea.“

Lan selbst hatte ein Verfahren entwickelt, wie Shiitake-Pilze möglichst schnell sprießen. Denn eigentlich braucht das Myzel der auf Laubholz wachsenden Pilze zwei Sommer, bis es ganz durch das Holz gewachsen ist. Zu lange für ein profitorientiertes Unternehmen. Lan lässt deshalb ein spezielles Substrat aus Holzspänen, Weizenkleie und Calciumkarbonat anmischen – nach nur vier Monaten lassen sich damit die Shiitake-Pilze ernten, nach sechs Wochen die Kräuterseitlinge.

Brandenburger Unternehmen liefern Späne für die Anzucht

Die Holzspäne stammen aus Brandenburger Holzverarbeitungsbetrieben. Nachdem das Fehrbelliner Unternehmen die Späne als Nährboden für seine Pilzzucht benutzt hat, nehmen die Holzfirmen die Späne wieder zurück – und verarbeiten sie zu Briketts. „Das ist ein geschlossener Kreislauf“, sagt Lans Ehefrau Hsiu-Hwa. „Wir haben hier keinen Abfall.“

Gemeinsam mit seiner Frau hatte Lan das Unternehmen 1993 in der Lüneburger Heide gegründet. Der Firmenlegende zufolge brachte das Paar Jahre zuvor den ersten Pilzstamm aus Taiwan mit. Nach nur vier Jahren expandierten die Lans. 1997 begannen sie in Fehrbellin zu bauen, zwei Jahre später waren die ersten Hallen fertig. „Brandenburg hat sich damals am aktivsten um uns bemüht“, sagt Hsiu-Hwa Lan. Etwa zehn Millionen Euro hat Lan Bio Funghi Tec inzwischen in Fehrbellin investiert.

Derzeit verhandeln die Lans wegen eines Nachbargrundstücks. Sie können sich vorstellen, dort ein Blockheizkraftwerk zu bauen.

Von Frauke Herweg

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