Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Land bleibt bei Plänen für kleineren Kreisel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Land bleibt bei Plänen für kleineren Kreisel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:09 04.05.2016
Der 70 Meter große Kreisverkehr an der Neustädter Straße in Neuruppin soll verkleinert werden. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Neuruppin

Die Diskussion über den geplanten Neubau des Kreisverkehrs an der Neustädter Straße in Neuruppin geht weiter. Die CDU-Fraktion im Landtag hat nach wie vor Zweifel, den Kreisel mit einem Durchmesser von 70 Metern abzureißen und durch einen deutlich kleineren zu ersetzen. Mehrere Landtagsabgeordnete hatten vor Kurzem dazu eine offizielle Anfrage an die Landesregierung gestellt (die MAZ berichtete).

Jetzt liegt die Antwort vor. Doch die kann Fraktionsgeschäftsführer Jan Redmann nicht beruhigen. Er ist auch Vorsitzender der CDU Ostprignitz-Ruppin und zweifelt nach wie vor am Sinn des Umbaus: „Mir ist noch immer nicht klar, warum das notwendig ist.“

Neuruppin baute vor 13 Jahren den größten Kreisel im Land

In seiner jetzigen Form ist der Kreisverkehr an der Kreuzung von B 167, Heinrich-Rau-Straße und Westachse vor 13 Jahren von Neuruppin gebaut worden. Mit 70 Metern Außendurchmesser war er damals der größte Kreisel im Land Brandenburg. 2007 hatte der heutige Landesbetrieb für Straßenwesen den Kreisverkehr von der Stadt übernommen. Fachleute dort gehen davon aus, dass der Kreisverkehr jetzt so marode ist, dass er nicht mehr saniert werden kann.

Rund 1,2 Million Euro soll das kosten. Voraussichtlich im August soll der Bau beginnen. „Wahrscheinlich Ende August, Anfang September“, sagt Frank Schmidt, Chefplaner des Landesstraßenbetriebs.

Ex-Tiefbauamtsleiter Krell: Sanieren wäre viel billiger als ein Neubau

Neuruppins früherer Tiefbauamtsleiter Manfred Krell setzt indes alles daran, eine Verkleinerung des Kreisverkehrs zu verhindern. Er hat von einem Planungsbüro berechnen lassen, dass eine Sanierung der Fahrbahn viel billiger wäre als ein Neubau. Am Montag soll sich der Neuruppiner Hauptausschuss mit dem Thema beschäftigen. Auch wenn die Stadt für das Bauvorhaben gar nicht zuständig ist, weil es sich vor allem um eine Kreuzung von Bundes- und Landesstraße handelt.

Frank Schmidt kommt trotzdem, um den Neuruppinern das Vorhaben zu erklären. Er macht aber kein Geheimnis daraus, dass es ihn verwundert, wie heftig die Diskussion in Neuruppin geführt wird. „Das habe ich in 30 Jahren noch nicht erlebt“, sagt er. „Da wird gestritten, ohne dass man sich die Untersuchungsergebnisse angesehen hätte.“

Kleinerer Kreisel hätte Vorteile für Fußgänger und Radfahrer

Die Ergebnisse der Baugrunduntersuchung belegen aus Sicht des Landesstraßenbetriebs, dass „eine vollständige und grundhafte Erneuerung des gesamten Fahrbahnausbaus von Kreisfahrbahn und Zufahrten notwendig“ ist. So steht es in der Antwort an die CDU-Fraktion. Eine Sanierung des Kreisels wäre gleichbedeutend mit einem Neubau.

Rund 15 000 Fahrzuege fahren pro Tag in Ost-West-Richtung durch den Kreisel, etwa 17 000 Autos sind es in Nord-Süd-Richtung. Das belegen Zählungen aus dem Februar vergangenen Jahres. Die Richtlinie des Bundes sieht bei einer solchen Verkehrsbelastung nur einen Kreisverkehr mit 40 Metern Durchmesser vor, argumentiert Schmidt. Ein kleinerer Kreisel bedeute zudem weniger Wege für Fußgänger und Radfahrer. Die Kosten für neue Fuß- und Radwege übernimmt der Landesbetrieb.

CDU-Mann Jan Redmann bleibt weiter skeptisch: „Ich frage mich vor allem, warum ein Kreisverkehr nach so kurzer Zeit schon so marode ist, dass er neu gebaut werden muss.“ Stecke das Land etwa zu wenig Geld in den Erhalt von Straßen?

Von Reyk Grunow

Prignitz Auf dem Hof von Ulrich Wolf wird ländliche Historie lebendig - Blüthen: Schatzkammer der Bauerngeschichte

Ein wunderschön restaurierter Bauernhof aus dem Jahr 1887 lässt den Besucher tief in die Geschichte blicken: Ulrich Wolf, Ortsvorsteher von Blüthen (Gemeinde Karstädt), kann hier genau erklären, wie ein bäuerlicher Haushalt anno dazumal organisiert war.

06.05.2016
Prignitz Frühlingskonzerte haben internationales Gitarrenduo zu Gast - Swing aus Berlin in Lindenberg

Sie sind bereits eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Region: die Lindenberger Frühlingskonzerte erleben derzeit ihre sechste Auflage. Am Samstag zelebrieren nun zwei Gitarristen das Schaffen von Django Reinhardt. Dabei werden Spenden für die Sanierung der Kirche gesammelt.

04.05.2016
Prignitz Diskussion in Heiligengrabe zur Windkraft in der Hohen Heide - Pritzwalk: Fürs Volksbegehren getrommelt

Das Volksbegehren gegen weitere Windräder in Brandenburg läuft auf hohen Touren. Am Mittwoch gibt es zum Thema eine Diskussionsrunde in Heiligengrabe. Derweil sammelten die Windkraftgegner aus der Hohen Heide am 1. Mai in Pritzwalk 75 Unterschriften für das Volksbegehren.

06.05.2016
Anzeige