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Ostprignitz-Ruppin Land lehnt Straßensanierung bis 2019 ab
Lokales Ostprignitz-Ruppin Land lehnt Straßensanierung bis 2019 ab
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00:18 03.07.2016
Holpriges Pflaster, zerfahrene Asphaltflicken: Die Straße des Friedens in Neuruppin ist für Autofahrer eine Zumutung. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Die völlig marode Straße des Friedens in Neuruppin wird auf absehbare Zeit nicht ausgebaut. Stadt und Landkreis hatte gerade mit Blick auf die großen Fontanefeiern im Jahr 2019 beim Land in den vergangenen Monaten mehrfach Druck gemacht. Als Antwort kam aus Potsdam jetzt erneut eine klare Absage. Bis 2019 wird die Straße auf keinen Fall erneuert.

„Der Zustand ist wirklich katastrophal“, findet die Neuruppiner Stadtverordnete Ilona Reinhardt (Linke) Neuruppins Baudezernent Arne Krohn gibt ihr Recht: „Das ist ein extrem großes Ärgernis.“ Allerdings sind die Stadt die Hände gebunden. Für die Straße des Friedens ist das Land zuständig. Der Landesstraßenbetrieb hat eine Sanierung allerdings nicht geplant.

Die Stadtverwaltung ist „in ständigem Kontakt“ mit den zuständigen Landesbehörden. Das allerdings auch schon seit etliche Jahren. Ob die Stadtverwaltung allein da noch viel bewegen kann, darf man bezweifeln. Auch Baudezernent Arne Krohn scheint das so zu sehen: „Vielleicht würde die Erhöhung des politischen und öffentlichen Drucks ein bisschen mehr Motivation erzeugen, dass das Land diese Straße mal ins Visier nimmt.“

Stadt und Kreis habe auf das Fontane.Jubiläum gehofft

Bei der Eröffnung des neu gebauten Kreisverkehrs im Dezember 2015 hatten Bürgermeister Jens-Peter Golde und Landrat Ralf Reinhardt die Ministerin gedrängt, einen Ausbau der Straße doch noch anzuschieben. Goldes Hoffnung lag auch auf 2019 – de großen Jubiläum zum 200. Geburtstag Theodor Fontanes, bei dem Neuruppin zum Aushängeschild des Landes werden soll. Die Straße des Friedens ist eine der wichtigsten Zufahrten zur Stadt; ein Großteil der Besucher wird sie benutzen und sich mit den Autos über die von Beulen und Dellen übersäte Pflasterpiste mit ihren ausgefransten Asphaltflicken quälen müssen.

Der Landtag hat vor zwei Wochen über Neuruppins Rolle im Fontanejahr beraten. Dabei wollte die CDU mit einem Antrag auch durchsetzen, dass Geld für den Straßenbau bereitgestellt wird – auch für die Straße des Friedens. Die Christdemokraten hatte damit aber keinen Erfolg. SPD und Linke lehnten den Antrag ab, weil der nicht nur Geld für Straßenbau enthielt sondern auch noch andere Vorhaben, die Neuruppins Rolle 2019 wieder geschmälert hätten.

Baudezernent Krohn: Für einen Ausbau bis 2019 ist es zu spät

Schriftlich hat Bürgermeister Golde aus dem Verkehrministerium vor wenige Tage die Botschaft bekommen, dass weder mit einem Ausbau der Straße des Friedens bis 2019 zu rechnen sei, noch mit der Planung dafür. Ohnehin wäre es für einen Ausbau der Strecke bis zum Fontanejubiläum inzwischen zu spät, glaubt Baudezernent Krohn: Bis 2019 könnte gar nicht mehr beendet sein.

Bleibt nur die Hoffnung, dass der Landestraßenbetrieb es wenigstens schafft, die größten Löcher mit einer Asphaltschicht zu überziehen, damit die Straße wenigstens wieder gefahrlos zu benutzen ist. Auch wenn Neuruppins Bürgermeister davon wenig hält. „Flickschusterei ist der falsche Weg, da muss jetzt wirklich eine grundhafte Instandsetzug her.“ Und: „Da ist das Land in der Pflicht.“

Von Reyk Grunow

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