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Ostprignitz-Ruppin Land plant Radweg an der B 167
Lokales Ostprignitz-Ruppin Land plant Radweg an der B 167
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00:17 01.08.2016
Bauarbeiter sind dabei, die Mittelinsel am Ortseingang von Herzberg zu entschärfen. Ende August wird die Fahrbahn im Ort erneuert. Quelle: Peter Geisler
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Alt Ruppin/Herzberg

Der Landesstraßenbetrieb plant den Bau eines Fahrradweges entlang der B 167 von Alt Ruppin über Wulkow bis Herzberg. Bis der neue Weg wirklich befahrbar ist, könnten aber noch einige Jahre vergehen. „Wir hoffen, dass wir das bis 2019 schaffen“, sagt Frank Schmidt, der zuständige Planungsdezernent beim Landesbetrieb Straßenwesen. Dass es nicht schneller geht, liegt aus Sicht des Landes auch an der Stadt Neuruppin.

Für den Fahrradweg brauchen die Planer Platz neben der Bundesstraße. Auf den meisten Teilen der Strecke ist das kein besonderes Problem. Links und rechts der Bundesstraße liegen Felder und Wälder. „Unser Problem ist Alt Ruppin“, sagt Schmidt. Dort, wo die B 167 hinter dem Bahndamm vorbei am Industriegebiet in Richtung Wulkow führt, reicht der Platz nicht. Schon 2002 hatten die Stadtverordneten nach jahrelanger Diskussion und diversen Entwürfen einen Bebauungsplan beschlossen, der den Verkehr dort neu regeln sollte.

Der Bebauungsplan sieht vor, dass es nur noch zwei Zufahrten zum Gewerbegebiet am Alt Ruppiner Ortseingang geben soll. Für beide sollten auf der B 167 Linksabbiegerspuren angelegt werden. Auch ein Radweg entlang der Bundesstraße war in diesem Plan vorgesehen.

Neuruppin müsste Eigentümer enteignen – will aber nicht

Tausende Euro hat diese Planung einst gekostet, umgesetzt wurde sie trotzdem nie. Für den Landesstraßenbetrieb ist das ein Problem. Um den Radweg wie vorgesehen bauen zu können, müssten die Unternehmen im Gewerbegebiet Land abtreten. Mit Hilfe des Bebauungsplanes könnte die Fontanestadt die Firmen notfalls sogar enteignen, wenn die nicht freiwillig mitspielen, sagt Frank Schmidt. Er weiß aber auch, dass es dazu nicht kommen wird. „Die Stadt ist dazu nicht bereit.“

Der Landesstraßenbetrieb eröffnet deshalb ein eigenes Planfeststellungsverfahren, um eine geeignete Trasse für den Radweg in Alt Ruppin zu finden. Das kann sich allerdings lange hinziehen, auch über Jahre.

In diesem Jahr lässt der Landesbetrieb erst einmal die Ortsdurchfahrt von Herzberg erneuern. Mitte Juni hatten vorbereitende Arbeiten begonnen. Danach hat der Kreisverkehr in der Mitte des Dorfes eine neue Fahrbahndecke aus Gussasphalt bekommen. Über Wochen mussten Autofahrer mit langen Wartezeiten rechnen, weil die Fahrzeuge per Ampel nur auf einer Spur um die Baustelle herumgeleitet werden konnten. Inzwischen ist die Ampel abgebaut und der Kreisel wieder befahrbar.

Mittelinsel in Herzberg wird erst einmal etwas entschärft

Seit dieser Woche ist eine Firma dabei, die Mittelinsel am Ortseingang aus Richtung Wulkow umzubauen. Die „Banane“ sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für Ärger. Die Insel soll die Straße so einengen, dass Pkw und Lastwagen gezwungen werden, langsam nach Herberg hineinzufahren. Die Spuren sind aber so eng, dass Lastwagen die Bordsteine immer wieder kaputtfahren.

Deshalb werden die engsten Stellen jetzt erst einmal etwas begradigt, erklärt Dieter Blank, der Leiter der zuständigen Straßenmeisterei in Neuruppin. Grundsätzlich bleibt die Mittelinsel aber erhalten – vorerst jedenfalls. Sollte in einigen Jahren der Radweg von Alt Ruppin bis Herzberg gebaut werden, dann muss diese Insel ohnehin komplett versetzt werden.

Voraussichtlich ab 22. August wird die restliche Fahrbahn der B 167 innerhalb von Herzberg abgefräst und durch eine neue Asphaltdecke ersetzt. Das dauert etwa eine Woche. Blank hofft, dass es im Anschluss noch Geld vom Land gibt, um auch die Fahrbahn der Landesstraße vom Herzberger Kreisel bis zum Ortsausgang Richtung Radensleben zu erneuern.

Von Reyk Grunow

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