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Land sagt Sanierung der L 18 ab Storbeck ab

Protestbrief an die Ministerin Land sagt Sanierung der L 18 ab Storbeck ab

Entsetzen herrscht im Amt Temnitz: Völlig überraschend hat das Land den Ausbau der L 18 bei Katerbow und Storbeck abgesagt. Dabei sollten die Arbeiten gerade ausgeschrieben werden. Amtsdirektorin Susanne Dorn hat einen Protestbrief an Verkehrsministerin Kathrin Schneider nach Potsdam geschrieben. Doch das Land braucht das Geld für ein anderes Projekt.

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Auch viele Laster brausen über die marode Landesstraße L 18.

Quelle: Celina Aniol

Walsleben. Kurz vor der geplanten Ausschreibung der Arbeiten hat das Land die Sanierung der Landesstraße 18 bei Storbeck und Katerbow abgesagt. An anderer Stelle seien Mehrausgaben aufgetreten. Wann nun an der L 18 gebaut wird, ist offen. Denn einen neuen Termin hat das Land nicht genannt. Entsprechend sauer ist Susanne Dorn, die Amtsdirektorin des Amtes Temnitz. „Die Einwohner kämpfen seit mehr als 15 Jahren für eine Sanierung der Straße.“ Diese weist enorme Fahrbahnschäden auf. Dennoch wird die Straße viel befahren – auch und gerade von Lastern. Denn die L 18 wird ebenfalls gern als Umleitungs- und Ausweichstrecke genutzt, wenn der Verkehr auf der A 24 zwischen Herzberg und Neuruppin mal wieder stockt. Deshalb sei es „zwingend erforderlich“, die fehlenden Teilabschnitte der L 18 bei Storbeck und Katerbow kurzfristig zu sanieren, sagte Dorn am Freitag.

Ein Protestbrief an die Verkehrsministerin

Mit der Absage der Arbeiten gibt sich die Amtsdirektorin nicht zufrieden. Sie hat einen Brief an Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) geschickt. „Die zwei Abschnitte der L 18 sollten über das 100-Millionen-Euro-Programm saniert werden, das die Ministerin vor einem Jahr verkündet hat.“ Dorn erwartet, dass die lange abgestimmten Arbeiten wie angekündigt umgesetzt werden. Schließlich waren bereits sämtliche Absprachen zu den Umleitungsstrecken, zum Versetzen von Buswartehäuschen und dem Transport der Schulkinder während der Bauarbeiten getroffen. Zudem könnte das Sanieren der zwei Abschnitte auf der L 18 ebenfalls die Verkehrsverhältnisse in den umliegenden Ortslagen der B 5 und B 167 entlasten.

Ministerium: Das Geld wird in der Prignitz benötigt

Allerdings ist fraglich, ob das Ministerium die Absage zurück nimmt. Denn die 3,2 Millionen Euro, die für den Ausbau der L 18 bei Storbeck und Katerbow eingeplant waren, sollen nun dafür verwandt werden, um die Mehrkosten für zwei Projekte in Breese bei Wittenberge (Prignitz) aufbringen zu können, sagte Ministeriumssprecher Steffen Streu. In Breese soll nicht nur die Ortsumgehung neu gebaut werden, sondern auch der Elbdeich. Bei den Arbeiten waren zuletzt zwölf Fliegerbomben gefunden und Ende März gesprengt worden (die MAZ berichtete). Nun müsse das Areal, das von Experten als sehr munitionsbelastet eingestuft werde, nochmals gründlich untersucht werden, sagte der Ministeriumssprecher. Die Mehrkosten für die zwei Projekte in Breese bezifferte er auf fünf Millionen Euro.

Gleichzeitig wies Streu Befürchtungen zurück, dass mit der Absage der Sanierung der L 18 bei Storbeck und Katerbow auch der für das nächste Jahr geplante Ausbau der Ortsdurchfahrt in Rägelin auf der Kippe stehe. „Es gibt keine Anzeichen, dass dieses Projekt gestrichen wird“, versicherte der Ministeriumssprecher.

Von Andreas Vogel

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