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Land unter nach Starkregen in Kyritz

Feuerwehreinsatz und unterbrochene Bauarbeiten Land unter nach Starkregen in Kyritz

Land unter in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin): Am Donnerstagmorgen fiel in kürzester Zeit soviel Regen, dass eine Straßen-Baugrube komplett voll Wasser lief. Die Bauarbeiten müssen für mindestens einen Tag unterbrochen werden. Auch Archäologen haben darunter zu leiden.

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Die Baugrube in der Bachstraße war komplett überflutet. Quelle: André Reichel

Kyritz. Mit dumpfem Donnergrollen kündigte sich Donnerstag früh in Kyritz ein aus östlicher Richtung herannahendes Gewitter an. Tiefdunkle Wolken machten den noch jungen Tag beinahe wieder zur Nacht. Die Arbeiter der Wittstocker Tiefbaufirma waren schon fleißig am Wirken in der Johann-Sebastian-Bach-Straße, als es blitzte und donnerte und der schwere Himmel seine Schleusen plötzlich öffnete.

Auch die Archäologen, die tags zuvor einen äußerst wichtigen Befund freigelegt hatten und dessen Dokumentation nun fortsetzen wollten, wurden vom Gewitter überrascht. Die Bauarbeiter und die Archäologen brachten sich vor dem Starkregen eilig in Sicherheit. Binnen weniger Minuten fiel so viel Regen, dass die Baugrube fast bis zum Rand voll Wasser stand.

Übelriechendes Abwasser quoll in der Bahnhofstraße aus dem Gully

Übelriechendes Abwasser quoll in der Bahnhofstraße aus dem Gully.

Quelle: André Reichel

Zwar schwächte sich der Regen bald deutlich ab, doch die Bauarbeiter und die Archäologen hatten trotzdem einen Tag Zwangspause. „Das Wasser läuft zwar schnell wieder ab, es ist aber trotzdem sehr schlammig in der Baugrube“, sagte die Archäologin Kerstin Geßner. Der in der Kyritzer Stadtverwaltung für den Tiefbau zuständige Holger Ebert wurde von der Baufirma umgehend von der Situation in der Bach-Straße informiert. Über die Ausmaße möglicher Schäden durch die Überflutung konnte Holger Ebert am Donnerstag keine Angaben machen: „Ich habe mir vor Ort noch kein Bild machen können“, sagte er auf Nachfrage. Die Verzögerung durch die gestrige Baupause soll mit einem Sondereinsatz am Sonnabend wieder aufgeholt werden. „Sowohl die Baufirma, als auch die Archäologen aus Berlin haben versprochen, zu kommen“, sagte Holger Ebert.

Zu viel Wasser gab es am Donnerstagvormittag nicht nur in der Bachstraße. Gleich nebenan in der Bahnhofstraße quoll braunes übelriechendes Abwasser aus der Kanalisation auf die Straße und verteilte sich von dort auf dem alten Busbahnhof und sammelte sich schließlich vor einem Garagenkomplex. Dies kommt nach starkem Regen immer wieder vor und ist für die betroffenen Anwohner der Weberstraße ein Ärgernis. Als Ursache benennt Holger Ebert Regenwasser von privaten Haushalten, das beispielsweise aus der Bachstraße in den Abwasserkanal geleitet wird. Nur wenige solcher Anschlüsse genügten, um das Abwassersystem zu überlasten, hieß es weiter. „Wir wissen um diesen Umstand und sind mit den Arbeiten in der Bachstraße dabei, dies abzustellen“, sagte Ebert.

 Abwasser sammelte sich auch an den Garagen am Busbahnhof

Abwasser sammelte sich auch an den Garagen am Busbahnhof.

Quelle: André Reichel

Die Kyritzer Feuerwehr wurde am Donnerstag zu einem Einsatz in die Marktzeile gerufen, um dort Wasser aus einem Keller zu pumpen. Unterstützt wurden die Feuerwehrleute von Mitarbeitern des Kyritzer Bauhofes. In Wusterhausen und Neustadt hatte es kaum geregnet. Die Feuerwehren dort mussten nicht ausrücken.

Von André Reichel

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