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Ostprignitz-Ruppin Land verwirft Erstaufnahme in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Land verwirft Erstaufnahme in Neuruppin
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15:32 18.10.2015
Das Land hat das Areal an der einstigen Panzerkaserne als Standort für eine Erstaufnahmestelle geprüft – und verworfen. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin


Das Land verwirft die Pläne für eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Neuruppin. Bei der Suche nach weiteren Standorten im gesamten Land waren offenbar auch mehrere in der Fontanestadt im Gespräch. Daraufhin hatten in den vergangenen Tagen Gerüchte in Neuruppin die Runde gemacht, dass in der Stadt eine Erstaufnahmestelle für bis zu 2000 Flüchtlinge entstehen könnte.

Ganz unbegründet waren diese Vermutungen nicht. „Wir haben uns in Neuruppin zwei Standorte angesehen, den alten Flugplatz und die ehemalige Panzerkaserne“, sagte Ingo Decker, Sprecher des Potsdamer Innenministeriums. Allerdings will das Land keinen der beiden Standorte nutzen. Grund: Der Flugplatz liegt aus Sicht der Experten zu ungünstig und ist außerdem noch nicht restlos nach Munition abgesucht. Die Panzerkaserne will indes bereits der Landkreis nutzen, um nach deren Sanierung dort bis zu 100 Flüchtlinge unterzubringen.

Informationen bisher nur hinter verschlossenen Türen

In der vergangenen Woche hatte Landrat Ralf Reinhardt (SPD) hinter verschlossenen Türen über die Pläne des Landes für eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Neuruppin informiert. Die Rede war sogar davon, dass vorübergehend Traglufthallen errichtet werden könnten. Sie sollten als Notquartier dienen, bis die Kasernengebäude an der Alt Ruppiner Allee umgebaut sind. Doch das wird dauern. Der Kreis verhandelt seit Monaten mit der Brandenburgischen Bodengesellschaft (BBG), einer Tochter des Landes, über die Übernahme einiger ungenutzter Gebäude. Diese stehen seit dem Abzug der Sowjetarmee 1993 leer und müssten zuvor von Grund auf saniert werden. Landrat Reinhardt geht davon aus, dass Land oder Bund die Kosten dafür übernehmen. Finanzminister Christian Görke (Linke) hatte sich eines der Gebäude im Juli angesehen.

20 minderjährige Flüchtlinge kommen nach Luhme

Sofort
20 jugendliche Flüchtlinge aufnehmen, die ohne Eltern unterwegs sind. Darüber hat das Innenministerium gestern informiert. Die Jugendlichen werden übergangsweise für zwei bis drei Wochen in Ferienbungalows in Luhme untergebracht. Ein freier Träger kümmert sich darum, dass sie rund um die Uhr betreut werden.

Das Jugendamt

rechnet damit, dass der Landkreis im nächsten Jahr bis zu 100 minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge aufnehmen muss. Verlässliche Zahlen gibt es allerdings noch nicht.

Ursprünglich

die minderjährigen Flüchtlinge in vier sogenannten Schwerpunkt-Jugendämtern, die im Speckgürtel von Berlin liegen, betreuen lassen. Diese Pläne haben sich aber zerschlagen.

Bisher gibt es drei Erstaufnahmestellen für Flüchtlinge und Asylbewerber im Land Brandenburg: in Eisenhüttenstadt, Frankfurt (Oder) und in Potsdam. Dort werden die Flüchtlinge untergebracht, wenn sie die Mark erreichen, und von dort werden sie auch auf die einzelnen Landkreise verteilt. Die Kapazitäten in den Erstaufnahmestellen reichen jedoch nicht aus. Deshalb sucht das Innenministerium im gesamten Land weitere Standorte, und zwar nicht allein in den kreisfreien Städten. „Geprüft wird überall, wo es Kasernen gibt und Hallen aufgestellt werden können“, hieß es am Donnerstag. Viele Standorte hat sich das Ministerium bereits angesehen und verworfen, wie jetzt auch Neuruppin.

Von Andreas Vogel und Reyk Grunow

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