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Ostprignitz-Ruppin Land will L 18 bei Katerbow nun doch sanieren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Land will L 18 bei Katerbow nun doch sanieren
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00:17 06.06.2016
Land will nun doch die Plattenstraße bei Storbeck sanieren. Quelle: Celina Aniol
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Katerbow

Der schnelle und nachdrückliche Einsatz hat sich gelohnt: Nachdem das Amt Temnitz das Infrastrukturministerium mehrfach schriftlich um die Aufhebung des Baustopps für geplante Sanierung der L 18 zwischen Katerbow und Storbeck gebeten hatte, gibt es jetzt ein positives Signal aus Potsdam. Das Land will die Landesstraße zwar verspätet, aber immerhin nun doch sanieren. Das geht aus einem Antwort des Ministeriums hervor, die gestern bei der Amtsverwaltung in Walsleben angekommen ist. So soll nun der erste, 1,5 Kilometer lange Abschnitt zwischen von Katerbow über Katerbow Ausbau bis zur Waldkante noch in diesem Jahr erneuert werden. Die 1,6-Kilometer-Strecke zwischen Waisenkrug bis zum Abzweig nach Storbeck ist im Frühjahr 2017 dran. Nicht nur das ganze Vorhaben, bei dem ursprünglich beide Teilabschnitte ab August bis Ende des Jahres fertiggestellt werden sollten, verschiebt sich dadurch. Auch der Beginn der Arbeiten wird nach hinten verlegt: Zwar werden derzeit die Vergabeunterlagen geprüft, so der Ministeriumsmitarbeiter Egbert Neumann. Der Bau werde aber erst im Oktober starten, soll aber trotzdem bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Druck aus der Region war wichtig für die Aufhebung des Baustopps

Diese Verzögerungen stören Susanne Dorn nur ein wenig. „Ich freue mich riesig, dass es überhaupt geklappt hat“, sagt die Temnitzer Amtsdirektorin. Angesichts der vom Land angekündigten Aufschubs auf unbestimmte Zeit, was nur allzu oft so viel wie auf Nimmerwiedersehen heißt, sei die aktuelle Zusage „ ein schöner Teilsieg“, für den sich das Engagement gelohnt habe. Zweimal hat sich Susanne Dorn direkt an Verkehrsministerin Kathrin Schneider wegen des Anfang Mai wegen Mehrausgaben an einer anderen Baustelle in der Prignitz verhängten Baustopps gewandt (die MAZ berichtete), zuletzt am 1. Juni mit vielen ausdrucksstarke Fotos der Schäden an der Plattenstraße. Vielleicht seien diese ausschlaggebend, mutmaßt die Verwaltungschefin. Wahrscheinlich aber auch die Unterstützung durch Landkreis und Kreistag sowie den CDU-Landtagsabgeordneten Jan-Redmann, der Mitte Mai zu dem Thema eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt hat. Susanne Dorn ist sich jedenfalls ziemlich sicher, dass ohne die Druckausübung das Land von sich aus zumindest nicht so schnell überlegt hätte, aus welchem Topf man die Bauarbeiten an der L 18 doch noch finanzieren könnte.

Auch eine Zusage für Sanierung der Ortsdurchfahrt Rägelin gibt es nun

Dem Vorschlag des Amtes Temnitz, dass diese aus dem 100-Millionen-Euro-Programm bezahlt werden sollen, folgt Potsdam nicht. Denn dieses Geld sei für Ortsdurchfahrten reserviert, erklärt Ministeriumssprecher Steffen Streu. So werde die Straße in Rägelin in den Jahren 2017/18 von diesem Geld bezahlt. Die 3,2 Millionen Euro für die freie Strecke zwischen Katerbow und Storbeck werden indessen mit Geld aus dem sogenannten Erhaltungsprogramm beglichen. Dieses Budget nicht nur für kleine Maßnahmen wie das Stopfen von Schlaglöchern nach dem Winter, das Rasenmähen in Randbereichen der Straßen oder die Kontrolle der Schutzleitplanken, sondern auch die grundhafte Sanierung längerer Straßenabschnitte, so Streu.

Von Celina Aniol

Und plötzlich war alles dunkel: Zu einem großen Stromausfall kam es am späten Donnerstagabend in Wittstock (Ostprignitz-Ruppin). Er begann gegen 21.45 Uhr und war zum Teil erst nach zwölf Stunden wieder behoben. Aber auch danach gab es kurzzeitige Unterbrechungen. Der Grund waren mehrere Kabelfehler.

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