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Ostprignitz-Ruppin Zwei Züge pro Stunde nach Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zwei Züge pro Stunde nach Neuruppin
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00:23 03.09.2018
Der Prignitz-Express soll zwischen Hennigsdorf und Neuruppin doppelt so oft fahren. Doch bis es so weit ist, vergehen noch etliche Jahre. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Jetzt ist es offiziell festgeschrieben: Der Prignitz-Express soll künftig zwischen Hennigsdorf und Neuruppin alle 30 Minuten fahren. So steht es im endgültigen Nahverkehrsplan des Landes, den Ministerin Kathrin Schneider am Donnerstag vorgestellt hat.

Darin erklärt das Verkehrsministerium, wie es sich in Zukunft den Nahverkehr in Brandenburg vorstellt. Zum Bahnverkehr im Nordwesten gibt es nur wenige Aussagen. Die „Taktverdichtung“ beim RE6 ist eine.

Nahverkehrsplan lässt Zeitplan offen

Sie gehört zu einer großen Zahl von Projekten, die „nach 2022“ umgesetzt werden sollen, heißt es in dem Papier. Wann „nach 2022“ lässt der Plan offen. Ähnlich vage bleibt, wann der RE6 von Hennigsdorf nach Tegel und weiter ins Berliner Zentrum geführt werden soll; dafür kämpfen Stadt und Landkreis seit fast 20 Jahren.

Die Durchbindung des Prignitz-Expresses über Tegel nach Gesundbrunnen sei „eines der zentralen Vorhaben für die Fontanestadt und für die gesamte Region“, so Neuruppins Rathaussprecherin Michaela Ott. Sie müssten so schnell wie möglich erfolgen.

Neuruppin ist zufrieden und enttäuscht

Das Land räumt in seinem Plan ein, dass es in der jetzigen Struktur kaum möglich sein wird, mehr Fahrgäste mit dem RE6 zu transportieren. Der Bahnhof Rheinsberger Tor gehört schon jetzt zu den vier Stationen mit dem höchsten Fahrgastaufkommen in ganz Brandenburg, und der Bedarf wird weiter steigen.

Dass der Halbstundentakt nach Hennigsdorf jetzt eingeplant ist, begrüßt die Stadtverwaltung. Dass es weiterhin keinen klaren Zeitplan dafür gibt. „ist für uns enttäuschend“, sagt Michaela Ott aber ganz klar.

Landrat sieht den Plan als Chance

Landrat Ralf Reinhardt sieht es als Erfolg, dass der 30-Minuten-Takt überhaupt in den Nahverkehrsplan aufgenommen wurde. „Ich bin sehr froh, dass das jetzt drin steht“, sagt er. Damit sei die Bahn jetzt in der Lage Ausweichstellen und Kreuzungspunkte zu planen, ohne die ein solcher Takt gar nicht möglich ist. Jetzt könnten alle Druck machen, dass zügig geplant und gebaut wird.

Von Reyk Grunow

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