Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Landfrauen im Dauerstress
Lokales Ostprignitz-Ruppin Landfrauen im Dauerstress
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:47 31.01.2016
Anzeige
Linum

Der Januar ist zu Ende, das neue Jahr einen Monat alt – für die Landfrauen höchste Zeit, die Aktivitäten für dieses Jahr zu planen. Viele Termine stehen bereits fest, der Kalender von Wilma Nickel ist dicht gefüllt. Für die Vorsitzende des Kreislandfrauenvereins Ostprignitz-Ruppin gehört der Landfrauen-Kalender zu den wichtigsten Jahresbegleitern.

Wilma Nickel zeigt den aktuellen Landfrauenkalender. Quelle: Privat

Der Januar ist abgehakt und damit auch die Grüne Woche. Dort stellten sich die Brandenburger Landfrauen an einem eigenen Stand in der Brandenburghalle vor und die Linumer Sweet-Girls waren bei der Gestaltung des Bühnenprogramms dabei. Die Landfrauen aus dem Kreis Ostprignitz-Ruppin sowie die „Länderinnen“, – ein Prignitzer Verband, der sich den Brandenburger Landfrauen angeschlossen hat – übernahmen gemeinsam mit anderen Brandenburgerinnen die Standbetreuung an verschiedenen Tagen. Unter dem Motto „Die Kartoffel – Brandenburgs Bodenschatz – bemühten sie sich um Verbraucheraufklärung und das war nicht so einfach. „Man hat deutlich gemerkt, wer vom Land kam und ein bisschen Ahnung hatte“, sagt Wilma Nickel. Das Kartoffelquiz war für viele Teilnehmer doch eine Herausforderung, denn es sollte unter anderem angekreuzt werden, zu welcher Jahreszeit die Kartoffel geerntet wird und welcher Bestandteil auch industriell verarbeitet wird.

„Es war sehr interessant, mit den Leuten zu reden“, sagt Wilma Nickel. Wir haben ihnen die Sorten, den Anbau und auch geschichtliche Hintergründe erklärt.“ Bei den vielen hundert Besuchern war das eine Herausforderung. „Manchmal mussten wir uns abwechseln, da wir uns schon den Mund fusslig geredet hatten.“ Zu informieren, sich selbst Anregungen zu holen und Kontakte zu knüpfen – für die Landfrauen gibt es viele Landfrauenchefin-Gründe, zur Grünen Woche zu fahren. Die Linumer Landfrauen nutzten die Gelegenheit, um für ihren Ort zu werben. Sie kamen in Kontakt mit reisefreudigen Frauen aus Niedersachsen und berichteten über die vielen Störche, die jährlich in Linum brüten und die Bedeutung des Ortes als Kranichrastplatz. „Wir sind mit Landfrauen aus ganz Deutschland ins Gespräch gekommen“, sagt Wilma Nickel. „An der Bienen-Anstecknadel, die das Symbol der Landfrauen ist, erkennen wir uns ja sofort.“ Die Frauen vom Thüringer Bratwurstmuseum werden sie bald wiedersehen, spätestens im Juli, wenn in Erfurt der Deutsche Landfrauentag stattfindet.

Landfrauen empfangen Besuch aus Partnerstadt

Doch bis dahin müssen die Landfrauen noch zahlreiche andere Termine wahrnehmen. Im Februar beteiligen sie sich an einem Sportfest mit Asylbewerbern aus Lentzke. Im März fahren die Frauen aus den Neuruppiner Ortsgruppen in die polnische Partnerstadt nach Babimost. Bereits im vergangenen Jahr trafen sie sich dort zum „Ostertisch“, um zu basteln, zu kochen sowie Osterbräuche und dekorative Ideen auszutauschen. „Ein polnischer Koch hat einen wunderbaren Broccolisalat zubereitet. Der ist lecker, deshalb mache ich ihn selbst sehr oft“, sagt Wilma Nickel. Im Herbst werden die Linumer Landfrauen die Partnerstädter in ihrem Heimatort empfangen. „Diesmal sind wir dran“, sagt die Ortsvorsteherin. Die Partnerschaft zwischen Neuruppin und Babimost besteht bereits seit über zehn Jahren. Unter den vielen engagierten Personen und Vereinen, die im vergangenen Jahr für ihr partnerschaftliches Engagement ausgezeichnet wurden, waren auch die Landfrauen.

Die Tour de Prignitz findet in diesem Jahr ebenfalls mit Landfrauenbeteiligung statt Die Damen werden bei der 19. Tour dabei sein, wenn es am 26. Mai von Bad Wilsnack nach Wusterhausen geht. Nicht alle Ereignisse, bei denen die Landfrauen Flagge zeigen, sind so kräftezehrend wie die 50 Kilometer lange Tour. Die Osterwiese am Gründonnerstag auf dem Neuruppiner Schulplatz, das Erntedankfest der Neuruppiner Ortsteile in Radensleben, das Dierberger Sommerfest und die Wallitzer Walpurgisnacht sind schon fest eingeplant. Um die vielen Veranstaltungen über die Runden bringen zu können, heißt es, Kräfte sammeln und etwas für die eigene Gesundheit tun. Dafür nutzen die Landfrauen die Wintermonate. Von September bis Mai fahren sie einmal im Monat in die Therme. Dann werden sie von Werner Nickel, dem Ehemann der Ostprignitzer Landfrauenchefin nach Bad Wilsnack kutschiert.

Ein gut gefüllter Terminkalender, den Wilma Nickel vor sich hat. „Wenn ich etwas Neues in den Kalender eintrage, nutze ich oft die Gelegenheit, mir ein Rezept oder die guten Gartentipps durchzulesen“, sagt sie. Dabei kommen ihr dann oft neue Ideen. Ein Buch soll herausgegeben werden. Arbeitstitel: „Von Pabstthum nach Posemuckel“ Es soll 2017 zum 20-jährigen Bestehen des Landfrauenverbands Ostprignitz-Ruppin erscheinen. Darin werden deutsche und polnische Frauen jeweils eine Seite über ihren Heimatort gestalten.

Von Cornelia Felsch

Die Nachfrage nach Reizgas und Schreckschusswaffen steigt auch in der Prignitz und im Ruppiner Land. Laut Aussagen aus der Polizeidirektion in Neuruppin gibt es immer mehr Anträge auf einen Kleinen Waffenschein. Genauere regionale Zahlen dazu kann die Behörde derzeit aber nicht nennen. Doch einige Fakten sollte man vorab beachten.

31.01.2016

Unter den Asylbewerbern im Landkreis gibt es auch etliche Profi-Musiker. Seit Dezember sammelte die Landtagsabgeordnete Ulrike Liedtke Musikinstrumente für die Flüchtlinge. Am Freitagabend bedankten sie sich in Neuruppin mit einem arabisch-kurdischen Konzert, das rasch zu einer Party wurde.

03.02.2016
Prignitz Götz Schallenberg lädt zur Winterausstellung ein - „In Kuwalk fühlten wir uns frei“

Der Maler und Grafiker Götz Schallenberg macht wieder eine Winterausstellung: Am 6. Februar zeigt er auf dem Künstlerhof Kuwalk Reiseimpressionen aus Griechenland. „Samos und anderswo“ heißt der Titel. Nach wie vor verarbeitet der 71-Jährige aber auch seine Kritik an den Zuständen in der Welt in seinen Bildern.

31.01.2016
Anzeige