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Landgericht weist Beschwerde ab

Neuruppin Landgericht weist Beschwerde ab

Der Biogasriese KTG Energie, der deutschlandweit tätig ist, wird nicht zerschlagen. Das Landgericht Neuruppin hat die Beschwerde eines Gläubigers gegen den umstrittenen Insolvenzplan als unzulässig abgelehnt. Damit ist das Unternehmen, das Schulden von rund 130 Millionen Euro haben soll, gerettet.

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Auch die Biogasanlage in Wuthenow bei Neuruppin gehört zu KTG Energie.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Der Biogasriese KTG Energie wird nicht zerschlagen: Vielmehr hat das Landgericht Neuruppin die Beschwerde eines Gläubigers gegen den vorgelegten Insolvenzplan am Donnerstag als „unzulässig“ abgewiesen, sagte am Freitag Gerichtssprecherin Iris le Claire. Demnach kann das Insolvenzverfahren für das Unternehmen, das deutschlandweit tätig ist und Biogasanlagen auch in Wuthenow, Perleberg, Putlitz und Vehlefanz betreibt, wohl in Kürze beendet werden.

Die Gläubiger haben Millionen verloren

„Alle Standorte bleiben erhalten, niemand wird entlassen“, sagte Gerrit Hölzle vom Vorstand von KTG Energie. Für den Rechtsanwalt aus Bremen kam die Entscheidung des Landgerichts nicht überraschend. Vielmehr hatte Hölzle damit gerechnet. Zwar war der vorgelegte Insolvenzplan heftig umstritten, weil die mehr als 1000 Gläubiger lediglich 2,94 Prozent ihres Einsatzes zurück erhalten, obwohl ihnen einst eine Rendite von 7,25 Prozent versprochen worden war. Dennoch hatten nach knapp zehnstündiger Beratung vier von fünf Gruppen dem Plan schließlich zugestimmt, darunter die Aktionäre von KTG Energie, die Gruppe der Arbeitnehmer, die der öffentlich-rechtlichen Träger (dazu gehört das Arbeitsamt) und die der sonstigen Gläubiger. Allein die Anleihegläubiger waren mit großer Mehrheit gegen den Plan. Sie haben insgesamt mehr als 30 Millionen Euro verloren, die sie in das Unternehmen gesteckt hatten. KTG Energie soll Schulen in Höhe von 130 Millionen Euro haben. Der Wert des Unternehmens wird von Gutachtern derzeit auf 180 Millionen Euro geschätzt. Der Grund: Für die Biogasanlagen gibt es vom Staat garantierte Einspeisevergütungen über 20 Jahre. Gläubiger rechnen deshalb in den nächsten Jahren mit Überschüssen von insgesamt rund 300 Millionen Euro.

Von Andreas Vogel

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