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Landpartie am Wochenende

Heilbrunn Landpartie am Wochenende

Hunderte Gäste waren am Wochenende zur Brandenburger Landpartie nach Heilbrunn gekommen. Dort gab es ein zünftiges Hoffest mit Bauernmarkt und Einblicke in die Ställe sowie den Alltag auf dem Hof.

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Der kleine Bauernmarkt in Heilbrunn hatte viele regionale Produkte zu bieten wie Marmelade und Handarbeiten.

Quelle: Sandra Bels

Heilbrunn. Das kleine Heilbrunn hatte am Wochenende gleich mehrere hundert Gäste. Sie hatten sich zur Brandenburger Landpartie aufgemacht und schauten sich den Hof der Stephanus-Stiftung in dem kleinen Ort sechs Kilometer entfernt von Wusterhausen an.

Heilbrunn bietet Menschen mit Behinderungen und psychisch Kranken Arbeit und Wohnung. Sie haben Jobs in der Landwirtschaft und drumherum. Am Wochenende gaben sie einen Einblick in ihren Alltag. Sie waren nicht zum ersten Mal bei der Landpartie dabei. Die Heilbrunner sind schon alte Hasen bei der Aktion. Beteiligten sie sich in diesem Jahr doch bereits zum fünften Mal. Betriebsstättenleiter Burkhard Brandt lud die Besucher zu Führungen über das Gelände ein. Eine Station war der Bullenstall. „Wir halten französische Blonde d’Aquitaine und Zillertaler Fleckvieh“, erklärte Burkhard Brandt. Besonders die französische Rasse sei sehr feinknochig und biete eine große Fleischausbeute, so der Chef. Die Bullen im Stall sind zwei Jahre alt. Jede Woche kommt einer von ihnen zum Schlachten nach Hakenberg. Zehn bis 15 Schweine lässt die Stephanus-Stiftung ebenfalls pro Woche schlachten. Sowohl Rind als auch Schwein kommen zerlegt zurück und werden bis Mittwoch auf dem Hof verarbeitet. Am Donnerstag öffnet dann der Hofladen und verkauft die frische Ware. Sie ist auch noch am Freitag zu haben.

„Bei uns fährt kein Futter-Lkw auf den Hof“, sagt Burkhard Brandt. Die Tiere bekommen nur selbst hergestelltes Futter wie Heu, Silage und Schrot. Dazu gibt es noch Mineralstoffe.

Führungen wurden jede Stunde angeboten. Besonders zur Mittagszeit fanden sich viele Besucher ein. Sie schwärmten von der Heilbrunner Bratwurst und vom selbst gebackenen Kuchen. Den gab es in den unterschiedlichsten Variationen vom Blech oder als Torte. Für die Kinder stand eine Strohhüpfburg bereit. Außerdem konnten sie im Traktor mitfahren. Der bunte Bauernmarkt auf dem Hof hatte regionale Produkte wie Marmelade, Saft und Eis, aber auch Handarbeiten aus den Werkstätten der Stephanus-Stiftung zu bieten.

Heilbrunn wurde 1855 gegründet. Eine Hamburger Organisation baute damals ein Bettenhaus für 30 alleinstehende Jugendliche und Männer. Sie mussten sich damals der Landwirtschaft ihren Lebensunterhalt verdienen.

Von Sandra Bels

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