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Ostprignitz-Ruppin Landpartie rund um Neuruppin lockt Besucher
Lokales Ostprignitz-Ruppin Landpartie rund um Neuruppin lockt Besucher
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00:12 15.06.2015
Bei der Landpartie rund um Neuruppin gab es viel zu entdecken, etwa, wie ein Pferdewagen zu lenken ist. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

Ins Blaue fahren und im Grünen ankommen – das ist das Konzept der Brandenburger Landpartie, die bereits zum 21. Mal Hoftüren öffnet, um insbesondere Städtern, aber auch Einheimischen zu zeigen, was Landleben ausmacht. Dass Kühe nicht lila sind, hat sich bei Stadtkindern herumgesprochen. Aber aber auch darüber hinaus gibt es viel zu entdecken. 260 Betriebe beteiligten sich in diesem Jahr. Die Veranstalter hofften auf ähnlich gute Besucherzahlen wie in den Vorjahren.

Betriebsführungen und Verkostungen

Auch Ostprignitz-Ruppin wartete am Wochenende mit einladenden Angeboten auf. Betriebsführungen gab es im Ökohof Kuhhorst, dem Hakenberger Fleischbetrieb oder der Ökosaatzucht „Keimzelle“ in Vichel. In Zempow lud ein Heil-Zucht-Garten zum Schnuppern, in Linum konnte man alles, was man schon immer über den Apfel wissen wollte, erfahren. Und verkosten.

Schön ist's im ländlichen Idyll

In Zermützel kommt gerade ein Kremser um die Kurve geruckelt. Fröhliche Menschen klettern vom Wagen und stürmen die rustikale Scheune, in der Gastgeberin Natascha Geiersberg mit einem Tablett Kuchen wartet. Auf dem Hof blubbert ein köstliches Gulasch im Kessel. Beate Hoffmann aus Alt Ruppin hat den Tag genutzt, um ihren Geburtstag mit Freunden nachzufeiern. „Schön hier“, sagt sie über den idyllischen Hof, der sich zum ersten Mal an der Landpartie beteiligt. „Ein wenig verhalten“, sagt die Hausherrin am Sonnabend zu den Besucherzahlen. Beim ersten Mal könne man aber auch nicht mehr erwarten – zumal die Unwetterwarnung wohl auch einige potenzielle Besucher abgeschreckt habe. Immerhin seien schon etliche Familien aus Berlin gekommen, deren Kinder im Heu getobt haben. Außerdem bietet Hausherr Jürgen Strache neben den Kremserfahrten noch ein Schmankerl: einmal selbst auf dem Kutschbock sitzen – eine Fahrschule mit 2 PS. Die 14-jährige Meike aus Rottstiel, eigentlich Reitschülerin, erklimmt den Kutschersitz und nimmt die Zügel in die Hand. Jürgen Strache brummt den Pferden Tequila und Herkules ein paar beruhigende Wort zu, dann geht es los. „Ungewohnt“, sagt Meike am Ende ihrer ersten Fahrstunde.

Wenn das Dorf bei der Landpartie mit anpackt

Ebenfalls zum ersten Mal bei der Landpartie am Start ist der Sonnenlandhof in Wuthenow – eine Ferienpension à la Urlaub auf dem Lande. Am Eingang hängt ein bronzener Pferdekopf als Türglocke, im Hof tummeln sich die Gäste. Am Eingang steht die Feuerwehr – nein, kein Notfall. Der Oldtimer ist Tour-Bus der Musiker um Mathias Köppen, die aus Kränzlin angereist sind und den Nachmittag musikalisch untermalen. Der vierjährige Fabian aus Schmachtenhagen steigt begeistert ein und setzt den Helm auf. „Eigentlich ist er gekommen, um die Katzenbabys zu sehen“, sagt seine Mutter. Die Erwachsenen scharen sich indes um den Dinosaurier der Landwirtschaft – einen gigantischen Mähdrescher der Marke John Deere, Arbeitsbreite mehr als sieben Meter, den der Wuthenower Axel Noelte zur Schau beigesteuert hat. „Uns haben viele Wuthenower unterstützt“, sagt Sonnenlandhof-Betreiberin Juliane Stockhammer, die den Hof mit Mann und Mutter führt. Lisa Podorf und Regina Jung kaufen gerade Wuthenower Honig. „Ist sehr schön hier“, sagt Regina Jung, die den Hof noch von früher kennt. „Das weckt Erinnerungen.“ Den Hof mit allen Sinnen erfahren – das geht besonders gut mit dem kleinen Heft, das Pädagogin Cornelia Böhme für das Wochenende erstellt hat – mit Fragen, Antworten, Liedern und Texten. „Wie riecht eine Ziege?“, heißt es da oder „Wie fühlt sich das Kaninchenfell an?“ Beides und noch mehr können kleine und große Kinder auf dem Sonnenlandhof testen.

Von Regine Buddeke

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