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Ostprignitz-Ruppin Landrat bei den Senioren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Landrat bei den Senioren
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00:17 01.04.2016
Der Ostprignitz-Ruppiner Landrat Ralf Reinhardt. Quelle: Cornelia Felsch
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Was bewegt wohl Senioren, wenn sie Schlagworte wie Agrarreform, Greening, elektronische Antragstellung oder Kreisfusion hören? Dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören, bewiesen die Landsenioren des Kreises Ostprignitz-Ruppin. Sie luden sich kurzer Hand den Landrat Ralf Reinhardt ein, um sich der aktuellen Politik auf den neuesten Wissensstand bringen zu lassen.

„Die Landwirte müssen heutzutage sehr viel Bürokratie aushalten“ sagte Ralf Reinhardt. „Die Erfassung der Ackerflächen erfolgt mit Satellitenbildern und bei der Auswertung der Förderanträge ist immer größere Genauigkeit gefragt.“ Das ist nicht nur für die Bauern, sondern auch für die Sachbearbeiter eine immer größere Herausforderung. „Es ist erstaunlich, dass es am Ende dann doch immer wieder hinkommt“, scherzte der Landrat. Damit die Landwirte mit der elektronischen Antragstellung klar kommen und nicht Einbußen durch ungenaue Angaben hinnehmen müssen, bietet der Landkreis Schulungen an. Wenn es sich um die Landwirtschaft dreht, müssen natürlich auch Themen wie Milch- und Bodenpreise angesprochen werden. Diese machen den Landwirten in ganz Deutschland zu schaffen. Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gab es 2014 noch 42 Milcherzeuger mit 13 600 Kühen, im vergangenen Jahr waren es nur noch 41 Milchviehbetriebe mit 11530 Kühen. Zurück gegangen ist auch die Zahl der Schweine – von 17 470  Stück auf 13 630 Schweine im vergangenen Jahr. Konstant geblieben ist im Landkreis nur der Pferdebestand von 1700 Tieren.

Ralf Reinhardt spricht vor 50 Landsenioren

Ralf Reinhardt brachte für die 50 Senioren viele Zahlen zu Getreidearten und Anbauflächen mit. Eine Steigerung gab es beim Getreideanbau und beim Grünland. Positiv zeigt sich für den Landrat die Entwicklung beim Maisanbau. Der ist im Landkreis Ostprignitz-Ruppin zurück gegangen.

Ralf Reinhardt blickt hoffnungsvoll in die Zukunft und ist überzeugt, dass der Landkreis eine Zukunft hat. Allerdings sollten die Menschen den Landwirten sachlicher gegenüber treten. „Die Akzeptanz durch die Bevölkerung ist schon wichtig“, sagte er. „In den Dörfern gibt es oftmals Nachbarschaftsprobleme, weil sich zugezogene Städter das Leben auf dem Dorf anders vorgestellt haben. Der Lärm der Mähdrescher in der Erntezeit oder die Gerüche beim Gülle ausbringen werden nicht immer als angenehm empfunden. Aber das ist wohl kaum ein Grund, zum Anwalt zu laufen. Der Landrat plädierte auch dafür, dass Bürgerinitiativen die Auseinandersetzungen sachlich führen sollten, zumal die Zahlen im Landkreis belegen, dass die Nutztierzahlen zurückgehen und auch Monokulturen wie Mais, zurück gegangen sind.

Kreisgebietsreform war ein wichtiges Thema

„In unserem Landkreis haben wir eine sehr stabile wirtschaftliche Entwicklung“, sagte Ralf Reinhardt. Die Arbeitslosenquote liege unter zehn Prozent; allerdings könnten die Zahlen positiver ausfallen, wenn Lehrstellen besser besetzt werden könnten. Besonders in Handwerksberufen gebe es viele freie Stellen und auch in der Landwirtschaft sieht es nicht gerade rosig mit dem Nachwuchs aus.

Für die Landsenioren war auch die Kreisgebietsreform ein wichtiges Thema, denn viele von ihnen haben das schon einmal miterlebt und befürchten ein neues Gerangel. „Wir sind optimistisch, dass wir das schaffen“, sagte der Landrat . „Schließlich wollen wir das bewahren, was wir uns bisher erarbeitet haben.“

Von Cornelia Felsch

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