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Ostprignitz-Ruppin Landrat fordert ganzjährigen Bahnbetrieb
Lokales Ostprignitz-Ruppin Landrat fordert ganzjährigen Bahnbetrieb
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00:22 11.11.2017
Bisher hat das Land den Bahnbetrieb nach Rheinsberg nur von April bis Oktober bestellt. Quelle: Christian Schmettow
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Neuruppin

In einem Brief an Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) fordert Landrat Ralf Reinhardt (SPD), dass das Land einen Teil der 400 Millionen Euro, die für die Kreisreform geplant waren, für einen ganzjährigen Bahnanschluss von Rheinsberg einsetzt. Dazu müsste das Land Züge auch für die Zeit zwischen Oktober und April bestellen. Seit den Kürzungen im Dezember 2006 fahren Züge der Regionalbahn (RB) 54 lediglich zwischen April und Oktober.

Zusätzliche Kosten liegen wohl bei gut 500 000 Euro

„Nie war die Gelegenheit so günstig für die Forderung nach einem ganzjährigen Betrieb“, sagte Reinhardt am Mittwoch in Neuruppin. Schließlich hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erklärt, dass nach seiner Absage der umstrittenen Kreisgebietsreform die 400 Millionen Euro vor allem für Projekte in den ländlichen Regionen eingesetzt werden sollen. Reinhardt setzt darauf, dass dieser „Energieschub“ auch im Infrastrukturministerium „zu spüren“ ist. Von Vorteil sei demnach, dass für einen ganzjährigen Betrieb keine großen Investitionen zu stemmen wären. Es ginge lediglich darum, dass das Land beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) die Züge bestelle und bezahle. Dies sei Wirtschaftsförderung für die Region, weil davon der Kur- und Reha-Betrieb profitiere. Zudem hätten Pendler dann ganzjährig einen verlässlichen Anschluss in Löwenberg in Richtung Berlin und Rostock. Laut Reinhardt würden die Kosten für die zusätzlichen Züge für den RB 54 bei gut 500 000 Euro liegen.

Ministerium hält sich bedeckt

Beim Verkehrsministerium in Potsdam hielt man sich am Mittwoch bedeckt, ob die Forderung von Reinhardt Chancen hat, berücksichtigt zu werden. Immerhin war der Betrieb der Strecke vor gut zehn Jahren eingestellt worden, weil die Auslastung zwischen Oktober und April gering war.

Indes hatte der Landrat darauf verwiesen, dass Busse als möglicher Ersatz für die Züge kaum von Touristen angenommen werden. „Wer zu einer Kur oder zu einer Reha fährt, der nimmt die Bahn“, so Reinhardt. Die Region setzt vor allem auf Besucher aus der Hauptstadt. Denn in Berlin haben weniger als die Hälfte der Bewohner ein Auto – auch deshalb setzen viele Berliner bei Ausflügen auf die Bahn.

Von Andreas Vogel

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