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Ostprignitz-Ruppin Landratskandidaten auf den Zahn gefühlt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Landratskandidaten auf den Zahn gefühlt
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02:19 24.03.2018
Die fünf Landratskandidaten Sven Deter (CDU), Ralf Reinhardt (SPD), Christian Scherkenbach (parteilos, unterstützt von den Linken), Petra Hentschel (AfD) und Hans-Georg Rieger (BVB-Freie Wähler - von links) mit Ingo Karbe, Chef des Vereins Haus und Grund. Quelle: Andreas Vogel
Alt Ruppin

Die gesetzlichen Regeln für den Bau von Windkraftanlagen in Deutschland sollten überarbeitet werden. Dafür haben sich am Dienstag sowohl Landrat Ralf Reinhardt (SPD) als auch Petra Hentschel, Landratskandidatin der AfD, sowie Christian Scherkenbach (parteilos, unterstützt von den Linken) und Sven Deter (CDU) bei einer Runde ausgesprochen, zu der die Eigentumsgemeinschaft „Haus und Grund“ die fünf Landratskandidaten der Region eingeladen hatte.

Karbe: Viele Bürger sind enttäuscht von der Politik

Lediglich Hans-Georg Rieger (BVB-Freie Wähler) ließ offen, welche Position er in dieser Frage vertritt. Ingo Karbe, Vorsitzender des Vereins, hatte zuvor darauf verwiesen, dass „viele Bürger enttäuscht und resigniert von der Politik sind“ und sich zurückgezogen hätten, weil „der Bürgerwille“ kaum noch beachtet werde.

Reinhardt: Plan bietet Schutz für 98 Prozent

Reinhardt erklärte, dass man sich fragen müsse, ob die Privilegierung des Baus von Windrädern, die die damalige CDU-FDP-Regierung beschlossen hatte, noch sinnvoll sei. Zugleich verwies der SPD-Politiker darauf, dass der Kreis kaum eine Chance habe, in die Planungen für neue Windräder einzugreifen, weil das Aufgabe der sogenannten Planungsgemeinschaften sei. Derzeit laufen die Vorbereitungen, damit ein neuer Windplan für die Region Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel in Kraft treten kann. Dieser biete Schutz für 98 Prozent der Region, aber „leider nicht für alle“, so Reinhardt.

CDU-Mann: Wir brauchen Verbündete

Eine Alternative sieht der Landrat nicht. Denn wird der Entwurf abgelehnt, dürften überall im sogenannten Außenbereich Windräder gebaut werden. „Wir brauchen Verbündete, um etwas ändern zu können“, sagte CDU-Mann Deter. AfD-Frau Hentschel sprach sich strikt gegen den Neubau von Windkraftanlagen aus, Christian Scherkenbach sprach davon, dass es lediglich einen „bedarfsgerechten“ Ausbau geben dürfe, bei denen die Bürger einbezogen werden müssten.

Der Neubau ist bei den Kandidaten umstritten

Verteidigt haben CDU-Mann Deter und SPD-Landrat Reinhardt den geplanten Anbau für die Kreisverwaltung, der nach derzeitigen Planungen 7,8 Millionen Euro kosten wird. Die Räume, in denen die Mitarbeiter von Gesundheitsamt und Jobcenter in Neuruppin derzeit arbeiten, seien nicht mehr zumutbar, sagte Deter. Eine Sanierung dieses Gebäudes, in dem der Kreis nur Mieter sei, wäre mehr als doppelt so teuer als der Neubau, so Reinhardt. Scherkenbach, Hentschel und Rieger sehen den Neubau indes kritisch. „Projekte dieser Art werden oft doppelt so teuer als geplant“, so Hentschel.

Auch nach Ende der Runde gab es noch Gesprächsbedarf, hier mit Hans-Georg Rieger (BVB-Freie Wähler), Christian Scherkenbach (parteilos, unterstützt von den Linken) und Petra Hentschel (AfD). Quelle: Andreas Vogel

Der Landrat wird am 22. April gewählt. Haus und Grund appellierte an alle Grundstückseigentümer, zur Wahl zu gehen.

Von Andreas Vogel

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