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Ostprignitz-Ruppin Landstallmeister in Neustadt verabschiedet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Landstallmeister in Neustadt verabschiedet
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10:31 29.06.2015
Jürgen Müller (l.) verhalf Neustadt zu internationaler Anerkennung. Drei Jahrzehnte lang prägte er die Pferdezucht. Am Sonnabend verließ er die Reithalle im Landauer. Quelle: Matthias Anke
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Neustadt

Für die Verdienste des in den Ruhestand wechselnden Landstallmeisters von Brandenburg, Jürgen Müller, lässt sich nicht einfach eine Formulierung über alle anderen stellen. Das zeigten die Dankesreden anlässlich seiner Verabschiedung am Sonnabend im Haupt- und Landgestüt in Neustadt vor Hunderten Gästen, und zwar nach nunmehr über drei Jahrzehnten Dienstzeit.

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Jürgen Müller prägte drei Jahrzehnte lang die Brandenburger Pferdezucht und verhalf dem Haupt- und Landgestüt in Neustadt zu internationaler Anerkennung. Viele bekannte Gesichter aus der Region, aber auch der Landespolitik waren am Wochenende bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand dabei.

So geht laut der Geschäftsführerin der Gestüte-Stiftung, Regine Ebert, „eine Ära züchterischer Prägung zu Ende“. Müller sei „die Konstante der Gestüte“ gewesen. Dass Müller der in Neustadt seit zwei Jahrhunderten beheimatete Brandenburger Landespferdezucht zu internationaler Anerkennung verhalf, ist laut der Stiftungsratsvorsitzenden Carolin Schilde sein größter Verdienst. Zugleich sagte sie: „Der Chef ist immer nur so gut wie sein Team, und das bleibt ja hier.“

Am Ende aber war es Müller, der den bedeutsamsten Dank an diesem Tag aussprechen wollte: „Danke. Ich habe durch meine Arbeit die Welt kennenlernen dürfen.“ Dabei könnte Neustadt schon bald wieder weltweit in der Pferdezüchterszene für Schlagzeilen sorgen: Belantis, der Bundeschampion der Dressurhengste aus Neustadt, steckt derzeit bei Isabell Werth in der WM-Vorbereitung. Von dem Pferd, das sich damit also gerade bei der Reit-Olympiasiegerin und mehrfachen Weltmeisterin befindet, gab es am Sonnabend daher „nur“ ein gemaltes Bild:

Dieses von der Großderschauer Künstlerin Jana Harder entworfene, kostbare Gemälde erhielt Müller als Abschiedsgeschenk von der in der Reithalle versammelten Gestüte-Belegschaft. Vor all diesen Mitarbeitern brach Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) zudem eine Lanze für die Stiftung: „Das Land Brandenburg fühlt sich verantwortlich für die Gestüte.“ Ein wichtiger Satz, kommt doch regelmäßig die Diskussion um die millionenschweren Zuschüsse auf und auch um die Frage, ob die Zucht überhaupt noch Landesaufgabe ist.

Diesem offiziellen Akt der Verabschiedung ging ein furioses Programm voraus, moderiert von Jürgen Müllers nunmehr amtierenden Nachfolger Uwe Müller. Er bezeichnete diese Vorführung als „Würdigung und Dankeschön“ dafür, dass der Landstallmeister konsequent „an den Pferden gefeilt und sie zu dem gemacht hat, was sie sind“. Auch er sagte, sein Vorgänger hat „es geschafft, Neustadt in internationales Licht zu setzen“. Dennoch geriet die Region ihm nicht aus dem Blick, wie Dörthe Ewald sagte. „Sie hatten immer den Mut, neue Sachen auszuprobieren und stets ein offenes Ohr für uns.“ Die Lehrerin, die an der Neustädter Homburg-Schule Sport und Reiten unterrichtet, verwies dabei auf das Projekt „Reiten in der Schule“ bei dem aus einem Wahlpflichtfach eine Spezialklasse erwuchs. Einige Schülerinnen sind mittlerweile große Nachwuchshoffnungen im Pferdesport geworden.

Mit der Gala war der Abschied aber nicht vorbei. Es folgte ein umfangreiches Mittagessen für alle Gäste im jetzt fertig sanierten historischen Stutenstall. Für diesen galt das als feierliche Wiedereinweihung. Nach der Investition mehrerer Millionen Euro in den vergangenen Jahren ist das historische Ensemble jetzt wieder vollends hergerichtet.

Von Matthias Anke

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