Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Landwirt wegen Biberdamm verärgert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Landwirt wegen Biberdamm verärgert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:57 25.07.2016
Unermüdlicher Dämmebauer: Biber. Quelle: dpa
Anzeige
Herzberg

Immer der gleiche Ärger: Jeden zweiten Tag, wenn Siegfried Krause nach seinen Kühen schaut, kontrolliert er auch, ob der Biber seinen Staudamm im Königsgraben schon wieder höher gebaut hat. Wird der Damm nämlich zu hoch, droht die Weide zu überfluten. Einmal ist das schon geschehen. Seitdem überwacht der Herzberger den Staudamm.

Stapeln sich Äste und Zweige dort zu hoch, ruft Krause beim Fehrbelliner Wasser- und Bodenverband Rhin-/Havelluch an. Dessen Mitarbeiter tragen den Damm dann ab. Auf Dauer keine Lösung, findet Krause. „Ich renne da jeden zweiten Tag hin und schaue, wie hoch das Wasser ist“, beschwerte sich Krause vor kurzem in der Gemeindevertretersitzung. „Das kann es doch einfach nicht sein.“

Ausrücken bei Dammalarm

Viel tun lässt sich gegen den Biber allerdings nicht. Nachdem die Wiese vor zwei Jahren unter Wasser gestanden hatte, hatte sich der Wasser- und Bodenverband mit Fachleuten von der Unteren Naturschutzbehörde getroffen und beraten. Mit den Experten habe man sich damals darauf geeinigt, den Damm bei Überflutungsgefahr um etwa 20 Zentimeter abzutragen, sagte der Geschäftsführer Helmut-René Philipp. Zwei Mal in diesem Jahr wäre der Verband schon wegen des Staudamms im Königsgraben alarmiert worden. Beide Mal rückten die Mitarbeiter aus, um den Damm oberhalb der Bahnlinie zu verkleinern. Alles in allem kein großes Problem nach Einschätzung Philipps. „Wir haben ein sehr trockenes Jahr“, sagt Philipp. „Der Königsraben ist jetzt vielleicht etwas voller als ohne den Biberstaudamm.“

Abschuss ausgeschlossen

Krause würde sich eigentlich wünschen, dass der Biber für immer aus dem Königsgraben verschwindet. „Auf der Wiese stehen lauter Binsen“, ärgert er sich. „Das kann keine Kuh fressen.“ Doch nach dem Gespräch mit den Experten ist Philipp sich sicher, dass andere Maßnahmen wie etwa das Umsetzen des Tieres „eigentlich nichts bringen“. Ziemlich schnell würde ein anderer Biber den Königsgraben als sein Terrain erobern, hatten die Fachleute vorausgesagt. Ein Abschuss des Bibers ist ohnehin ausgeschlossen. Bleibt als einzige Hoffnung für Krause: Der Biber gibt wegen der ständigen Rückbauten irgendwann auf.

Von Frauke Herweg

Brandenburgs Milchbauern warten auf Unterstützung der Politik. Viele kämpfen derzeit um ihre Existenz nachdem die Milchquote abgeschafft wurde und die Milchpreise immer mehr gesunken sind. Nun wurden den Bauern Hilfszahlungen in Aussicht gestellt. Doch wie viel Geld kommt bei den Bauern an?

28.07.2016

Die Rheinsberger Preußenquelle ist einer der regionalen Betriebe, die sich aktiv an Umweltprojekten beteiligen. Zurzeit bereiten sie einen Nachhaltigkeitstag auf dem Firmengelände vor, der am 7. Oktober dort stattfinden wird.

28.07.2016

Beim Versuch, einen Auffahrunfall zu verhindern, ist am Sonnabend um 9.40 Uhr ein Motorradfahrer auf der Autobahn 24 zwischen Fehrbellin und Kremmen schwer gestürzt. Der 34-Jährige kollidierte trotzdem mit dem Auto, dem er ausweichen wollte. Er musste schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Das Motorrad war schrottreif. Der Schaden beträgt 6000 Euro.

24.07.2016
Anzeige