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Ostprignitz-Ruppin Landwirte kämpfen mit Regenwasser
Lokales Ostprignitz-Ruppin Landwirte kämpfen mit Regenwasser
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00:20 06.01.2018
Die Landwirte kämpfen seit Monaten mit hohen Wasserständen auf den Feldern. Erst wenn im Frühjahr die ersten Sprösslinge wachsen, könnte sich die Situation entspannen. Quelle: Peter Geisler
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Fehrbellin

Der verregnete Sommer 2017 bereitet den Landwirten in der Region immer noch Probleme. Auf einigen Feldern konnte das Wasser seit Monaten nicht richtig versickern. Trotzdem sehen die Bauern der neuen Saison mit Zuversicht entgegen.

Vor allem im Rhinluch hatte der Starkregen vom Juni 2017 später für Ernteausfälle gesorgt und die Felder monatelang für Traktoren nahezu unbefahrbar gemacht. Die Untere Wasserbehörde Neuruppin hatte das Wetter damals als „Jahrhundertregen“ bezeichnet und angekündigt, in Zukunft bei Überschwemmungen mittels einer neuen Taskforce schneller handeln zu wollen.

Überflutete Felder bei Fehrbellin, Land unter im Luch nach erneutem Starkregen. Quelle: Peter Geisler

Folgen des Jahrhundertregens noch nicht überstanden

Mit dieser Ankündigung waren die Landwirte zunächst zufrieden. Doch die Folgen des Jahrhundertregens sind noch immer nicht ganz überstanden. Laut Sven Deter, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, konnten einige Bauern wegen des permanent zu hohen Wasserstandes auf ihren Feldern die Wintersaat nicht planmäßig in die Erde bringen. „Bei zu feuchtem Boden droht die Saat zu verschimmeln“, sagt Deter. Er rechnet erst ab März oder April wieder mit besseren Verhältnissen.

Hellmuth Riestock, Geschäftsführer der Fehrbelliner Rhinmilch Agrargesellschaft, musste bei seiner Wintersaat Kompromisse eingehen. Statt Raps, den man spätestens im September aussäht, konnte er fast nur Winterweizen pflanzen, weil die Saat dann auch erst im November ausgebracht werden konnte, als die Felder wieder besser zu befahren waren. Dennoch ist Riestock zuversichtlich, dass 2018 ein erfolgreiches Jahr werden kann: „Die Situation ist nach wie vor angespannt, aber ich bin hoffnungsvoll, dass die Wasserstände bis zum Frühling wieder sinken. Wenn überall die Pflanzen wachsen, wird auch mehr Wasser verbraucht“, sagt er.

Weil der Herbst verhältnismäßig verregnet war, hätten laut Gewässerunterhaltungsverband viele Seen und Flüsse im Landkreis zurzeit immer noch einen ungewöhnlich hohen Wasserstand.

Nur wenn auch noch der Frühling viel zu viel Regen bringt, könnten die Landwirte in Bedrängnis geraten. Riestock fürchtet, dass es dann vor allem die kleineren Betriebe treffen könnte, denen wenig Ausweichflächen zur Verfügung stehen, wenn ein Feld unter Wasser steht.

Verdichteter Boden ist ein Problem

Ob auf den Feldern das Wasser gut versickern kann, hänge mit der Beschaffenheit der Erde zusammen, erklärt Holger Lettow vom Gewässerunterhaltungsverband Oberer Rhin/Temnitz. „Im Rheinsberger Land beispielsweise hatten wir trotz Starkregen keine großen Schwierigkeiten, weil der Boden sehr sandig ist. Dort steht das Wasser eigentlich nie sehr lange“, sagt Lettow.

Ein Problem sei auf vielen Äckern, dass intensive Landwirtschaft mit schweren Geräten das Erdreich verdichtet hat. Das Wasser würde dann teilweise nicht in die Entwässerungsgräben abfließen, sondern einfach auf den Feldern stehen bleiben, erklärt Lettow. „Es ist aufwendig und teuer, den Boden wieder aufzulockern oder die Entwässerungsgräben permanent in gutem Zustand zu halten“, sagt er.

Ein Teufelskreis entsteht

Ohne große Investitionen in neue Geräte oder einen besseren Gewässerschutz wäre die Situation auf den Feldern also kaum zu lösen. Doch bei den derzeitigen Problemen für die Betriebe kommen offenbar nur wenig Gewinne rein, die investiert werden könnten.

Eigentlich seien die Landwirte froh, wenn Regen fällt, erklärt Hellmuth Riestock. Zu wenig Wasser sei ein mindestens genau so großes Problem, wie zu viel. Traditionell würde es in Brandenburg eigentlich meistens eher zu trocken sein.

Im Winter ruht die Pflanzenwelt. Erst wenn im März die Sprösslinge wachsen, könne über die bevorstehende Saison geurteilt werden, sagt Riestock. Bis dahin gelte es, keine Panik zu verbreiten. Riestock blickt mit Zuversicht ins Jahr 2018.

Von Jonas Nayda

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