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Ostprignitz-Ruppin Landwirtschaftsschau in Paaren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Landwirtschaftsschau in Paaren
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00:17 12.05.2016
Die Grüne Jugend Brandenburgs zeigte sich kritisch und protestierte gegen Massentierhaltung. Quelle: Cornelia Felsch
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Paaren im Glien

Das Jahr 2016 ist für die Landwirtschaft eines der schwierigsten seit Jahrzehnten; so sieht es Ministerpräsident Dietmar Woidke, der am Himmelfahrtstag die 26. Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung (Brala) in Paaren im Glien eröffnete. „Viele Menschen, die in den Agrarbetrieben arbeiten, haben Angst um ihren Arbeitsplatz. Wir müssen den Landwirten das Rückgrat stärken. Geiz ist nicht geil und macht die Betriebe kaputt.“ Woidke appellierte an die Besucher, die Gelegenheit zu nutzen, um mit den Bauern ins Gespräch zu kommen. Optimistisch zeigte sich der neue Präsident des Landesbauernverbandes, Henrik Wendorff: „Wir wollen auf der Brala zeigen, was wir können und was wir wollen. Wir Landwirte werden auch diese Phase meistern.“

Mutter und Kind im Stroh. Quelle: Felsch

Tausende Besucher strömten am Wochenende nach Paaren, unter ihnen auch eine Gruppe der Grünen Jugend Brandenburgs, die am Rande der Brala-Eröffnung gegen Massentierhaltung protestierten. Die kleine Episode am Rande wurde jedoch schnell von der Polizei beendet. Traditionell ist die Brala eher eine Plattform für die Ehrung der Züchter und ihrer Tiere. Mit dem Tierzuchtpreis 2016 zeichnete Agrarminister Jörg Vogelsänger am Donnerstag den Rinderzüchter Kai Buchwald aus, der als Herdenmanager im Agrarbetrieb Manker arbeitet. Der Zuchtbetrieb ist seit Jahren in den Top-Listen des Rinderzuchtverbands Berlin-Brandenburg vertreten. Die Lebensleistung der 433 Kühe ist überdurchschnittlich hoch; bisher haben 25 Kühe des Betriebs die markante Grenze von 100 000 Milch-Kilogramm überschritten. Genetik, Betreuung und Herdenmanagement sind für derartige Leistungen ausschlaggebend. Dafür sorgt in Manker seit Jahren Kai Buchwald mit großem persönlichem Einsatz.

Viele Besucher ließen sich die Schafschur nicht entgehen. Quelle: Felsch

Der Güldenhofer Tierzüchter Reinhard Brehe, der bei Menz im Kreis Oberhavel vom Aussterben bedrohte Haustierrassen hält, ist bereits zum 7. Mal als Aussteller bei der Brala. „Es macht Spaß, wenn man mit den Leuten ins Gespräch kommt“, sagt der Herdbuchzüchter. Die Besucher haben viele Fragen: „Was fressen die Ziegen, was muss man bei der Haltung beachten oder wo kann man die Tiere sehen?“ Im Verbandszelt der Ziegen- und Schafhalter steht jetzt das Schaumelken auf dem Programm. Zweieinhalb bis drei Liter Milch bekommt Reinhard Brehe von seiner Ziege.

Die Schäferin Christa Schmalried aus Darritz-Wahlendorf bei Neuruppin kommt ebenfalls schon seit vielen Jahren zur Brala nach Paaren. Allerdings ohne ihre Schafe, sie sitzt am Spinnrad und zeigt, wie die Wolle gesponnen wird. Das ganze Wochenende kann sie allerdings nicht bleiben, denn zu Hause warten ihre Ostfriesischen Milchschafe, die ihr vor vier Wochen unter anderem Drillinge beschert haben. Vor dem Zelt haben sich bereits viele Besucher versammelt; sie alle wollen Deutschlands jüngsten Schafscherer sehen. Der neunjährige Hannes aus Möllendorf (Oder-Spree) braucht etwa 15 Minuten, um ein Schaf mit der Hand zu scheren. Das ist dem Publikum viel Beifall wert.

Rinderzüchter Kai Buchwald (l.) aus Manker erhielt den Tierzuchtpreis. Quelle: Felsch

Im Großen Ring präsentieren am Nachmittag die Rinderzüchter ihre Uckermärker, Charolais und Galloways. Mit dabei sind die Galloways der Familie Tornow aus Lindow. Die Landesschau der Fleischrinder gehört seit Jahren zum festen Programmpunkt. Vor Ort sind in diesem Jahr auch die Rinder aus dem Wittstocker Agrarbetrieb Biesen und der Zuchtbetrieb Glaser aus Perleberg mit seinen Galloways und dem Fleckvieh.

Von Cornelia Felsch

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