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Ostprignitz-Ruppin Lange Haftstrafen für Prignitzer Diebestrio
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lange Haftstrafen für Prignitzer Diebestrio
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00:19 22.06.2017
Quelle: dpa
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Pritzwalk

Der Haftbefehl war gerade ausgesetzt, die Anklage war bereits zugestellt, der Termin zur Hauptverhandlung stand fest. Und sie standen unter laufender Bewährung. Das alles hielt Ronny R. und Christian C. jedoch nicht davon ab, ab Mai vergangenen Jahres wieder auf Einbruchstour zu gehen. Ihnen schloss sich später der dritte im Bunde, Tobias S., an.

Einbrüche hörten nur auf, weil Täter erwischt wurden

Am Montag verurteilte das Landgericht Neuruppin das Trio wegen elffachen schweren Bandendiebstahls, Ronny R. (36) außerdem wegen schweren Diebstahls in 30 Fällen und den 32-jährigen Christian C. in acht Fällen. Ronny R. muss für sieben Jahre, Christian C. für fünf Jahre hinter Gitter. Der 24-jährige Tobias S. kam mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten glimpflich davon.

Im November waren die drei festgenommen worden. „Die Einbruchsserie hat wahrscheinlich nur geendet, weil sie erwischt wurden“, sagte Richterin Grit Burzer. Bei seiner ersten polizeilichen Vernehmung hatte Ronny R. frei von der Leber weg geredet. „Er hat nicht nur einfach alles abgenickt, wie er dem Gericht jetzt glauben machen wollte“, so Burzer. Sondern er hat dort, wie der Vernehmungsbeamte sagte, detaillierte Angaben gemacht und auch einzelne Tatorte genannt. Die befanden sich vornehmlich dort, wo sich der Meyenburger gut auskannte: in Pritzwalk, Wittenberge und Perleberg. Aber auch in Wittstock, Walsleben, Neustadt/Dosse und Wusterhausen trieb die Bande ihr Unwesen.

Bereits mit fünf Jahren Haft ins neue Verfahren

Doch seine Bereitschaft, sich geständig einzulassen, war nicht mehr so groß, nachdem er wegen ähnlicher Taten im Januar dieses Jahres zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden war. Es gab Indizien, die ihn stark belasten: Sein Handy war an den jeweiligen Tatorten eingeloggt, ebenso wie das von Christian C. Bei mehreren Einbrüchen wurden Schuhabdrücke von Ronny R. festgestellt. Sein Fahrzeug war mit einem Peilsender bestückt, der es an den Tatorten ortete.

Daran, dass Christian C. bei den Einbrüchen dabei war, hatte das Gericht keinen Zweifel. Er war ebenfalls im Januar zu drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden, weil er gemeinsam mit Ronny R. eingebrochen hatte. Er hatte versucht, sich herauszureden und lediglich drei Taten gestanden, wobei er bei zweien keine Beute bekommen haben will. Einmal will er nur zufällig im Auto gesessen haben, von einem Einbruch aber nichts gewusst haben, weil er unter Drogen gestanden habe. Dann führte er eine weitere, aus Sicht des Gerichts aber nur wenig glaubhafte Begründung an. Bei etlichen der infrage kommenden Taten habe er, und das bestätigte seine Mutter, das Haus wegen starker Schwindelanfälle nicht verlassen können, weil er wegen der Medikamente nur geschlafen habe.

Nur einer der drei Angeklagten machte reinen Tisch

Tobias S. war der einzige, der alle Vorwürfe uneingeschränkt eingeräumt hatte. Dass er damit Aufklärungshilfe geleistet hat, kam dem 24-Jährigen nun zugute. Alle drei waren spielsüchtig und konsumierten Drogen. Das hatte aber keine Auswirkung auf ihre Schuldfähigkeit.

Und alle drei sind vorbestraft. Nur bei Tobias S. hat das Gericht die Hoffnung, dass er noch einmal die Kurve kriegt. „ Er ist noch relativ jung. Er steht an einem Scheidepunkt seines Lebens“, sagte Richterin Burzer.

Von Dagmar Simons

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