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Ostprignitz-Ruppin Lange Risse in den Säulen der Pfarrkirche
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lange Risse in den Säulen der Pfarrkirche
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00:18 05.11.2016
Die Risse an den Säulen sind zum Glück nicht alle so groß wie an dieser. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Die Fontanestadt muss erneut einiges Geld in die Pfarrkirche stecken, damit das einstige Gotteshaus im Zentrum von Neuruppin weiterhin als Kulturkirche genutzt werden kann. Denn alle 84 Säulen in dem Haus haben Risse. Manche sind klein und kaum zu sehen, andere sind fingerbreit. Die Säulen sollen deshalb nach und nach saniert werden.

17 000 Euro für sechs Säulen

Der Anfang wurde bereits gemacht. Sechs Säulen im Eingangsbereich wurden von einer Fachfirma mit einem speziellen Epoxidharz behandelt, sagte am Mittwoch Rathaussprecherin Michaela Ott. Dabei handelt es sich um Kunstharze, die als hochwertig eingeschätzt werden und nicht ganz preiswert sind. Epoxidharze kommen in der Elektrotechnik und Elektronik beispielsweise als Isoliermittel zum Einsatz. Die geschätzten Sanierungskosten für die sechs Säulen in der Pfarrkirche betragen 17 000 Euro. Allerdings liegt dem Rathaus noch keine Rechnung vor. Das könnte daran liegen, dass die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Vielmehr fehlt an den mit Epoxidharz behandelten Säulen der vorerst letzte Anstrich. Dieser ist wie die gesamten Arbeiten mit der Denkmal­behörde abgestimmt. Immerhin ist die zwischen 1801 und 1806 errichtete Kirche ein Einzeldenkmal. Bewährt sich die Sanierung mit dem Epoxidharz, sollen in den nächsten Jahren ebenfalls die anderen Säulen auf diese Weise saniert werden. Dabei solle jeder Pfeiler einzeln betrachtet und je nach Rissbreite und Riss­tiefe saniert werden, so Stadtsprecherin Ott. Wie lange die Arbeiten dauern werden, das ließ sie offen. Ott betonte lediglich, dass es keine Probleme mit der Statik in der Pfarrkirche gebe. Soll heißen: Alle geplanten Veranstaltungen können dort auch stattfinden.

Für 4,4 Millionen Euro saniert

Das war schon einmal anders: 1970 musste das Gotteshaus baubehördlich gesperrt werden, weil das Holz der Dach- und Kuppelkonstruktion erheblichen Schaden genommen hatten. Kurz nach der Wende begannen deshalb umfangreiche Restaurierungsarbeiten an dem Haus mit dem schiefen Turm. Abgeschlossen werden konnten sie erst 2003. Bis dahin waren 8,8 Millionen Mark, das sind rund 4,4 Millionen Euro, in die mit viel architektonischem Aufwand sanierte Kirche geflossen. Jedoch klafften schon kurz nach der Wiedereröffnung wegen eines Sturmschadens schmale, tiefe Risse im Mauerwerk. Die Tourismusforum Neuruppin (TFN) als Eigentümerin der Kirche musste deshalb erneut eine sechsstellige Summe investieren.

Die TFN ist ein gemeinsames Unternehmen der Fontanestadt und der evangelischen Kirchengemeinde. Die Gesellschaft war in den 1990er Jahren gegründet worden, um die Kirche zu sanieren und zu einem Kultur- und Veranstaltungszentrum zu entwickeln.

In der zwischen 1801 und 1806 errichteten Pfarrkirche gibt es 84 Säulen. Alle haben Risse und müssen saniert werden. Quelle: Peter Geisler

Von Andreas Vogel

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