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Lange Wunschliste für Investitionen

Blumenthal Lange Wunschliste für Investitionen

Radwegebau, Straßensanierung oder Bushaltehäuschen – die Liste der geplanten Investitionen für 2018 in Blumenthal ist umfangreich. Für das bundesweite Pilotprojekt „Regionalität und Mehrfunktionenhäuser“ wird für das Bürgerhaus in Blumenthal ein Dorfkümmerer gesucht. Doch in der Ausschreibung fehlen wichtige Angaben.

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Ausbildung bestimmt Feuerwehrzuschuss

Über den Siedlungsweg wird heftig debattiert.

Quelle: Christamaria Ruch

Blumenthal. Planungen für Investitionsmaßnahmen im kommenden Jahr standen bei der Sitzung vom Ortsbeirat Blumenthal im Bürgerhaus am Montagabend auf der Tagesordnung.

Für die Feuerwehreinheit Blumenthal/Dahlhausen/Grabow soll ein Carport hinter dem Gerätehaus in Blumenthal errichtet werden. Zugleich wird eine Pflasterung des Standortes angestrebt. Die Mitglieder vom Bürgerverein Blumenthal übergaben Ortsvorsteherin Bettina Teiche einen Förderantrag in Höhe von 2000 Euro für den weiteren Umbau der Heimatstube. „Wir benötigen einiges an Ausstattung, wie etwa Vitrinen“, so Vereinsvorsitzender Norbert Gottschalk. Bereits jetzt laufen Umbauarbeiten in der Heimatstube, bei denen der Ortsbeirat finanzielle Hilfe leistete. Eine teilweise unsachliche Diskussion entspann sich beim Thema zum Zustand und zur Zukunft der Siedlungsstraße in Blumenthal. Einwohner und Mitglieder vom Ortsbeirat waren sich aber darüber einig, dass dort Baumaßnahmen notwenig sind. Je nach Art der anvisierten Arbeiten fallen die Anliegerbeiträge unterschiedlich hoch aus. Der Tenor der Diskussion: Eine vernünftige Sanierung wird einer kompletten Baumaßnahme vorgezogen.

Treffpunkt Kreuzdamm in Blumenthal

Treffpunkt Kreuzdamm in Blumenthal: Der Standort soll neu gestaltet und damit weiter belebt werden.

Quelle: Christamaria Ruch

Ein Radweg von Blumenthal nach Blandikow wird aus Sicherheitsgründen gewünscht. Derzeit müssen Pedalritter auf der Landesstraße fahren. „Dies ist gerade für Familien mit Kindern problematisch“, so Norbert Beckmann. Er regte an, den alten Buttweg zum Radweg nach Blandikow auszubauen. An der Bushaltestelle Schule Blumenthal wird ein neuer Fahrgastunterstand angestrebt.

Auf dem Kreuzdamm als Ortsmitte in Blumenthal „fehlen nach dem Abriss mehrerer Gebäude verbindende Elemente“, sagte Bettina Teiche. Sie legte Planungsunterlagen vor, die auf eine Gestaltung des Areals abzielen. Eine multifunktionale Informationssäule, Bänke und Begrünung sollen den Kreuzdamm neu beleben. „Das ist eine gefährliche Straßenkreuzung und die Hauptkreuzung im Ort“, merkte Norbert Beckmann an. Er regte an, auf zukunftsträchtige Informationsquellen zu setzen. Damit meinte er einen hotspot, einen kostenfreien Internetzugang. Außerdem sollen Parktaschen und ein Fußgängerüberweg geschaffen werden. Während eine Einwohnerin die Gestaltung mit der Begründung ablehnte: „Dann sind da nur die Jugendlichen und machen Dreck“, entgegnete ein anderer: „Wir können alles dafür tun, dass wir die Jugend aus dem Ort vertreiben und dann sind nur noch alte Leute hier.“ Bettina Teiche betonte: „Ich mag unsere Kinder und Jugendlichen und wenn etwas ist, weisen wir sie darauf hin.“

Wer möchte Dorfkümmerer werden?

Beim Pilotprojekt „Regionalität und Mehrfunktionenhäuser“ wird in der Gemeinde Heiligengrabe im Bürgerhaus in Blumenthal exemplarisch nach Konzepten zum Erhalt der Lebensqualität und wirtschaftlichen Stabilität gesucht (die MAZ berichtete). Bis Ende 2018 stellt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft dafür Fördermittel in Höhe von 90 440 Euro bereit. Davon stehen 25 440 Euro für Personalkosten bereit. Nun wird ein Dorfkümmerer gesucht, der als Ansprechpartner und Motor vor Ort tätig wird und das Konzept umsetzt. Das Dorfgemeinschaftshaus soll dabei zu einem Mehrfunktionenhaus aufgewertet werden. Dienstleistungen, sozial-medizinische Versorgung und Kulturangebote sollen im Bürgerhaus ausgebaut, gebündelt oder etabliert werden. „Die Ausschreibung ist zu vage, es fehlen Angaben zum Arbeitsumfang und zur Vergütung“, so Detlef Bork. Bettina Teiche sicherte zu, in der Gemeindeverwaltung genauere Informationen einzuholen.

Von Christamaria Ruch

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