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Gut besuchte Lange Nacht der Wirtschaft

Neuruppin Gut besuchte Lange Nacht der Wirtschaft

Bei der Langen Nacht der Wirtschaft in Neuruppin ging es am Sonnabend wieder hoch her. Viele Neugierige strömten in die Gewerbegebiete Treskow und Temnitzpark. Für die Betriebsführungen mussten die Besucher in vielen Firmen oft erst einmal Schlange stehen.

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ASL Automationssysteme Leske.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. „Ich hoffe, wir knacken wieder die 5000-Besucher-Marke vom letzten Mal“, bringt Neuruppins Bürgermeister Jens Peter Golde das auf den Punkt, was sich auch die beteiligten Unternehmen insgeheim erhoffen: viele Interessierte, insbesondere auch Schüler und Schulabgänger, die sich für einen der vielen Berufe interessieren, die in Neuruppiner Firmen als Ausbildungsplätze angeboten werden.

„Wie müssen schauen, dass wir unseren Facharbeiter-Nachwuchs selber ausbilden“, spricht es E.S.E.-Geschäftsführer Jens Wunderlich aus und damit allen aus dem Herzen, die sich auch in diesem Jahr wieder an der Langen Nacht der Wirtschaft beteiligen. 14 waren es im Ganzen – aus den Gewerbegebieten Treskow und Temnitzpark – dabei auch nicht produzierende Einrichtungen wie das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr sowie die Interessengemeinschaft E-Mobilität aus Stadtwerken und diversen Auto- und Fahrradhäusern. Ein halbstündiger Bus-Shuttle sorgte für gute Erreichbarkeit. Die Unternehmen rundeten ihr Angebot durch Musik, Kunstaktionen und kulinarische Genüsse ab.

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber warb für den Standort

Vor Ort war, neben der Lokalprominenz aus Politik und Wirtschaft, auch Landeswirtschaftsminister Albrecht Gerber. „Man muss nicht in den Westen fahren, um gute Arbeit zu kriegen“, warb er für den Standort Neuruppin.

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Betriebe in den Gewerbegebieten Neuruppin-Treskow und Temnitzpark haben am letzten Sonnabend im September wieder ihre Türen zur langen Nacht der Wirtschaft geöffnet und hunderte interessierte Menschen sind der Einladung gefolgt.

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Bereits zum sechsten Mal seit der Premiere 2006 fand die Veranstaltung statt, die von Uta Bartsch, Cornelia Lambriev-Soost und der Neuruppiner Wirtschaftsfördergesellschaft Inkom organisiert wird und sich bei den Ruppinern großer Beliebtheit erfreut. Auch am Sonnabend hieß es in vielen Firmen erst einmal Schlange stehen, wenn man eine Betriebsführung miterleben wollte. Die Menschenmenge wartete geduldig, bis die Minister-Führung beendet war und wurde dann in Gruppen durch die Werkhallen geführt, wo im Jahr 2,3 Millionen Tonnen produziert werden, mit einer Recyclingrate von mehr als 50 Prozent: E.S.E. hat eine spezielle Anlage, um aus ausgedienten Tonnen Granulat für neue herzustellen. Mitarbeiter Axel Müller erläutert das den Interessierten anschaulich – eine kurze Einführung in Sachen Spritzgusstechnik. Nicht nur er wird sich am Sonnabend den Mund fusselig reden.

ESE-Geschäftsführer Jens Wunderlich (r) mit dem Minister (3

E.S.E.-Geschäftsführer Jens Wunderlich (r.) mit dem Minister (3. v. r.).

Quelle: Peter Geisler

Ein paar Meter weiter öffnet die Firma Stahl- und Brückenbau Lindow, die im Januar erst aus Lindow umgezogen ist, ihre Tore. „Wir wollen uns am neuen Standort vorstellen und zeigen, was wir tun – wir sind ja keine normale Schlosserei“, erklärt Geschäftsführer Heinz Scherer, während der technische Leiter Karsten Kunze anhand der Baupläne die riesigen Stahl-Kon­struktionen veranschaulicht. Das neue Vordach am Resort Mark Brandenburg etwa ist ein Projekt der Firma gewesen.

Lange Schlangen auch bei Forti-Folien. Gudrun Plake ist mit Mann und Enkeln nur am Staunen. „Da sind so riesige Farbeimer und Riesen-Papierrollen. Und dann wird ein Stempel rauf gedrückt und die Servietten kommen rausgerauscht“, staunen Anne und Matthis. „Da müssten noch viel mehr Betriebe mitmachen“, findet nicht nur Gudrun Plake. „Schätzen Sie mal, wie viele Laufmeter auf so ’ne 300-Kilo-Rolle passen“, fragt der Forti-Führer seine Truppe. Keiner errät nur annähernd, dass es 10 000 sind. Oder dass im Monat 25 Tonnen Farbe verdruckt werden. Auf 90 000 Packungen, die täglich das Band verlassen. „Wir sind kreativ, wenn es darum geht, Schläge ins Kontor zu verdauen“, erzählt Forti-Inhaberin Ursula Weck. Seit die Plastiktüten-Produktion bei Forti-Folien eingebrochen ist, hat sich die Firma neue Geschäftsfelder erschlossen, etwa Tapeten im Lohndruckverfahren oder Alu-Folie.

Schüler mit vielen Fragen im Gepäck

„Bei uns standen die ersten schon vor vier auf dem Platz“, sagt Jens van Gogswaardt bei der Firma PAS. Viele Schüler seien mit Fragen-Katalogen der Schule gekommen und hätten alles ganz genau wissen wollen. Etwa Janik, Neuntklässler der Evangelischen Schule. Der schaute bei der Turbopost rein – neben etlichen anderen, die gar nicht so schnell gucken konnten, wie die neue Sortieranlage die Briefe in die richtigen Fächer schoss. Draußen konnten Neugierige probieren, mit einem Turbopostfahrrad mit 75 Kilo Zuladung um die Kurve zu fahren. „Ganz schön wackelig – aber nur beim Losfahren“, sagt Lena Belz.

Weniger wackelig sind die Probefahrt-Testmodelle – Autos und Bikes – am Gemeinschaftsstand E-Mobilität, an dem auch eine moderne E-Tankstelle zu sehen ist.

Von Regine Buddeke

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