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Ostprignitz-Ruppin Langer Tag der Jugend und Familientag
Lokales Ostprignitz-Ruppin Langer Tag der Jugend und Familientag
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00:18 14.06.2017
Daheim verpönt, hier erwünscht: Kirschkernweitspucken. Quelle: Regine Buddeke
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Rheinsberg

„Das ganze Jahr arbeiten wir und einmal wird richtig gefeiert“, sagt Mario Stärck, Jugendkoordinator in Rheinsberg. Damals, als er seinen Dienst in der Stadt antrat, habe er die Rheinsberger gefragt, was sie sich wünschen. Der Lange Tag der Jugend sei immer ein schönes Highlight gewesen, das man unbedingt wieder haben möchte, habe er erfahren. „Also haben wir es wiederbelebt – nach fünfjähriger Pause“, sagt er über das beliebte Fest. Seitdem ist der Lange Tag der Jugend nicht mehr wegzudenken aus der Prinzenstadt – am Sonnabend ging die dritte Auflage nach dem Neustart über die Bühne, erstmals gekoppelt mit dem bereits siebten Familientag, zu dem auch viele Neu-Rheinsberger kamen. „Wir haben ein Riesenprogramm organisiert“, sagt Stärck, der sich dafür alle sozialen Träger der Stadt und Ortsteile ins Boot geholt hat. Der Duft von Waffeln und Bratwurst zieht über den Sportplatz Menzer Straße – und die Familien und Jugendlichen lassen sich von Station zu Station über das Areal treiben. „Wir haben Werbung ohne Ende gemacht , Flyer in jeden Briefkasten geworfen“, erzählt der Jugendkoordinator.

Bullriding und Kirschkernweitspucken, Waffeln oder Bratwurst, Graffitti oder Henna-Tattoos: es gab einiges auszuprobieren am 3. Langen Tag der Jugend samt Familienfest in Rheinsberg. Am Abend locken dann auch noch Rheinsberger Jugendbands zum Zuhören und Tanzen.

Bürgermeister Jan-Pieter Rau sowie Ortschef Sven Alisch sprechen ein paar einleitende Worte, Stärck komplettiert mit einem „Macht ’ne schöne Party, morgen treffen wir uns zum Aufräumen“ – dann geht es richtig los. „Jetzt können wir den Bullen rauslassen“, konstatiert der Chef der Bullriding-Station, die durch die Bank weg heiß begehrt ist: keine Pause für den Bullen. Gerade müht sich Mata – mal lachend, mal erschrocken – auf dem immer stärker bockenden Tier das Gleichgewicht zu halten, um nicht abgeworfen zu werden. Die Zeit läuft, wer es mehr als zwei Minuten schafft, oben zu bleiben, ist schon ein kleiner Meister. Irgendwann ist der Fall programmiert, auch für Mata. „Das war lustig“, sagt sie.

Robert Hoesl ist der Graffitti-Dozent. „Ich male und spraye selber gern als Hobby, erklärt er. Und zeigt also den Malbegeisterten, worauf man achten muss. Stück für Stück leeren sich die bunten Dosen, füllen sich die langen Tafelbilder.

Am Stand der Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin heißt es Take Five. Nein, kein Jazzseminar, sondern ein Parcours mit fünf Disziplinen der lustigen Art. Wer hat nicht Lust, seine Kirschkerne mal einfach in die Botanik zu spucken. Hier wird sogar gemessen. Da kommt es auf die richtige Technik an. Genau wie beim Teebeutelweitwurf – trockene, versteht sich. „Da halte ich mit 6,40 Meter den Rekord“, merkt Stärck an und schmunzelt.

Gleich nebenan gibt’s Musik – Geigenbauer Jan Dayß ist mit dem selbstgebauten „Muggenhänger“ seiner Band Quietschfiedel gekommen, auf dem ein paar Geigen und Gitarren zum Ausprobieren locken. „Wenn’s gar zu schräg klingt, habe ich Nervennahrung dabei“, sagt Dayß und verweist auf das Getränkefach des witzigen Hängers.

Sebastian Barth vom Kampfsportverein Neuruppin und seine Kollegen sind auf Nachwuchssuche. Er leitet die Neugierigen beim Kickboxen an, auch in Karate und Co. kann bei ihm hineingeschnuppert werden. Nicht nur die Jungen, auch viele Mädchen haben sichtlich Spaß an der Sache. Andere rennen dem Clown hinterher, der mal mit Hochrad, mal mit Gitarre oder Jonglierbällen übers Feld düst und immer wieder die Kinder zum Lachen bringt.

Der Abend ist dann der Jugend vorbehalten, wo ein DJ-Team und drei Rheinsberger Jugendbands ordentlich Stimmung machen.

Von Regine Buddeke

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