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Ostprignitz-Ruppin Lasterverkehr auf der L 18 vor Gericht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lasterverkehr auf der L 18 vor Gericht
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00:25 14.01.2016
2014 starteten die Ducksteins gemeinsam mit Johannes Oblaski eine Marathon-Demo entlang der L 18. Nun sollen die Protestaktionen weitergehen. Quelle: Celina Aniol
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Katerbow

Absolute Stille herrschte lange Zeit um den Lärm an der Landesstraße in und um Katerbow. Weil im vergangenen Jahr ein Teil der L 18 ausgebaut wurde und gesperrt war (die MAZ berichtete), genossen die Einwohner die plötzlich eingetretene Ruhe, anstatt wie zuvor Rabatz wegen der vielen an ihren Häusern vorbeirollenden Laster zu machen. Das soll sich allerdings bald wieder ändern: Mitte Februar wollen sich die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) gegen den Mautausweichverkehr auf der L 18 treffen, um erneut über Protestaktionen zu beraten. Johannes Oblaski – Bürgermeister von Temnitzquell, dem Schwerpunktbereich der BI, ihr Sprecher und einer der Aktivisten – geht davon aus, dass seine Gemeinde die Lasterlawine bald schon wieder mit Umzügen und anderen kleinen, aber ideenreichen Kundgebungen in den betroffenen Orten ausbremsen wird.

Bewegung auch bei Klage zum Durchgangsverkehr

Auch bei der Klage zum Durchgangsverkehr auf der L 18 soll es nun Bewegung geben, berichtet Klaus-Dieter Miesbauer. Der Neuruppiner Rechtsanwalt vertritt die Familie Duckstein aus Katerbow, die sich seit März 2014 als Musterkläger gegen den Landkreis Ostprignitz-Ruppin wehrt. Dieser hatte zuvor den Antrag der rund 80 Anlieger, die entlang der Landesstraße leben, auf Tempolimit und Nachtfahrverbot für Laster oder alternativ auf Durchfahrtsverbot für Lkw über 3,5 Tonnen abgelehnt (die MAZ berichtete).

Bis jetzt wurde für das Verfahren noch kein Gerichtstermin vom Verwaltungsgericht Potsdam angesetzt. Ende Dezember hat die Justizbehörde dem Anwalt aber endlich mitgeteilt, dass sich die Richter nun im ersten Halbjahr dieses Jahres mit der Klage aus Katerbow befassen wollen. Eine Prognose, mit welchem Urteil das Verfahren enden wird, mag der Anwalt nicht abgeben. Er hält es aber für angreifbar, dass sich die Verkehrsbehörde bei ihrer Ablehnung teils auf Computerberechnungen statt auf gemessene Lärmwerte beruft. Er hofft, dass die Richter der „wirklich guten Dokumentation der Probleme entlang der L 18“, die von den Anliegern erstellt wurde, folgen werden.

Von Celina Aniol

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