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Lebensbegleiter Parkinson

Kontaktstelle klärt in Wittstock über Krankheit auf Lebensbegleiter Parkinson

Die Mitglieder der Wittstocker Parkinson-Kontaktstelle treffen sich einmal monatlich in den Räumen der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Marktstraße. Seit einem Jahr gibt es die Zusammenkünfte für Betroffene und Angehörige. Langfristig soll die Kontaktstelle in einer Selbsthilfegruppe aufgehen.

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Bei Parkinson fallen Nervenzellen aus, die den für Bewegungen wichtigen Botenstoff Dopamin bilden. Elektroden im Gehirn stimulieren diesen Bereich und können so die krankheitstypischen motorischen Störungen lindern.

Quelle: dpa

Wittstock. Regelmäßig kommen dort zwölf Frauen und Männer zusammen. Langfristig soll die Kontaktstelle in einer Selbsthilfegruppe aufgehen. Die Idee für diesen Treffpunkt stammt von Birgit Schnell, Inhaberin eines Wittstocker Pflegedienstes. Gemeinsam mit Sozialpädagogin Kristin Köppen von der Awo leitet sie die Veranstaltungen.

"Die Betroffenen sollen lernen, mit dem Lebensbegleiter Parkinson umzugehen", sagte Schnell bei der jüngsten Zusammenkunft. Dabei werden Beistand, Beratung und Unterstützung groß geschrieben. "Jeder sollte sich darüber freuen, was trotz der Erkrankung möglich ist", so Schnell. Dabei zeigt sie mit Köppen auf, welche sozialen Hilfen möglich sind: Physiotherapie und Logopädie gehören etwa dazu. " Parkinson zählt zu den chronischen Krankheiten, daher können Dauerverordnungen in Anspruch genommen werden", weiß Birgit Schnell. Rudolf Matschke aus Kyritz reihte sich am Mittwoch mit ein: "Ich hoffe auf Anregungen." Matschkes Ehefrau ist seit Jahren an Parkinson erkrankt und mittlerweile bettlägerig. "Das ist eine ganz schlimme Krankheit, für mich genauso schlimm wie Demenz", sagte er.

Gerade weil der soziale Rückzug typisch für Parkinson ist, möchte Schnell mit dieser Kontaktstelle eine Regelmäßigkeit schaffen: "Entscheidend ist auch, dass die Betroffenen aktiv werden." Im Gegensatz zu anderen Krankheitsbildern "ist das Klientel bei Parkinson nicht so rüstig." Daher appellierte sie an die Angehörigen, sich "als stützenden Arm des Erkrankten zu verstehen."

Wer Interesse an der Parkinson-Kontaktstelle hat, kann sich bei Birgit Schnell unter 03394/4058160 informieren.

Von Christamaria Ruch

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