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Ostprignitz-Ruppin Leerstand wird zunehmen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Leerstand wird zunehmen
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00:20 19.08.2017
Der größte Teil des Einkaufszentrums in der Poststraße ist seit dem Frühjahr ungenutzt. Quelle: Alexander Beckmann
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Neustadt

Hinter dem Gebäude der Neustädter Amtsverwaltung nimmt der Neubau des Edeka-Marktes inzwischen mehr und mehr Gestalt an. Erster Eindruck: große Sache. Der neue Supermarkt wird deutlich voluminöser als sein arg in die Jahre gekommener Vorgänger ein Stückchen weiter die Straße hinunter. Dass die Eröffnung wie geplant spätestens bis zum Jahreswechsel erfolgt, erscheint inzwischen durchaus möglich.

Der großflächige Einzelhandel in der Stadt befindet sich ganz klar im Umbruch. Erst im vergangenen Frühjahr hatte Netto seinen Neubau in der Prinz-von-Homburg-Straße in Betrieb genommen.

Auch Norma plant seit langem einen Ersatz für seinen Markt in der Hohen­ofener Straße. Voraussichtlich ab September werden sich die Stadtverordneten noch einmal mit dem Bebauungsplan für das Gelände des verfallenen einstigen Lehrlingswohnheims zwischen der Rettungswache in der Segeletzer Straße und der Raiffeisen-Tankstelle in der Hohenofener Straße befassen. Der bisher vorliegende Entwurf für die Umgestaltung des Areals hatte in Details der Überarbeitung bedurft. Im Bauamt der Amtsverwaltung geht man aber davon aus, dass bis Ende des Jahres alle planungsrechtlichen Fragen für die Neubebauung geklärt sind.

Schöner einkaufen – dagegen haben viele Neustädter sicherlich nichts einzuwenden. Immer wieder werden aber auch Sorgen geäußert: Was passiert denn nun mit den alten Marktgebäuden? Der alte Netto-Markt in der Poststraße beispielsweise steht seit dem Frühjahr leer. Ob sich das noch einmal ändert, ist nach wie vor unklar. Teile des Gebäudes werden von ein paar Händlern, als Büro und für einen Imbiss genutzt. Wie lange dieser Zustand ohne den Discounter als Publikumsmagnet anhält, ist offen. Schon vor einem Jahr hatten sich die Stadtverordneten mit der Frage des Leerstandes beschäftigt, waren aber zu keiner Lösung gekommen.

Das Gebäude befindet sich in privater Hand. Für seine Nutzung ist allein der Eigentümer verantwortlich. Außer gutem Zureden hat die Kommune kaum eine Möglichkeit zur Einflussnahme. Nur eines will die Lokalpolitik nach Kräften verhindern: die Ansiedlung weiteren großflächigen Einzelhandels in der Stadt – auch nicht in den leerstehenden Hallen.

Die Aussicht auf zumindest vorläufigen Leerstand gilt im gleichen Maße für den bisherigen Edeka und demnächst für den alten Norma-Markt. „Über konkrete Pläne für die weitere Nutzung der Gebäude ist uns nichts bekannt“, sagt Wolfgang Burau vom Bauamt der Amtsverwaltung.

Wie das Beispiel Kyritz zeigt, bedeutet auch der Verkauf der Immobilien nicht unbedingt neue Aktivität. Die Kaufhalle in der Stadtmitte steht seit dem Eigentümerwechsel vor gut einem Jahr leer. Der neue Besitzer sieht die Immobilie offenbar vor allem als Anlageobjekt. Eine Nutzung ist nicht in Sicht.

In Neustadt kann Bauamtsleiter Wolfgang Burau der Situation trotz des drohenden Leerstandes zumindest einige positive Aspekte abgewinnen: Immerhin seien mit dem Netto-Neubau die Ruinen der ehemaligen Neuzera-Gebäude verschwunden. Und wenn auch Norma neu baut, käme endlich das verfallene Lehrlingswohnheim weg. Das sei zumindest ein gewisser Gewinn für das Stadtbild.

Von Alexander Beckmann

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