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Ostprignitz-Ruppin Lehrlingseinsatz im Neustädter Gaswerk
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lehrlingseinsatz im Neustädter Gaswerk
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00:19 21.07.2015
Die jungen Helfer bekamen am Donnerstag auch schon den Verteilerraum erklärt, den jüngsten Teil der Ausstellung. Quelle: Alexander Beckmann
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Neustadt

Zwar musste man sich auch früher nicht blind wie ein Maulwurf durch das Neustädter Gaswerk tasten, doch neuerdings sind die historischen Anlagen, die Schautafeln und Texte viel besser zu sehen – der neuen Beleuchtungsanlage sei Dank. „Heute ist ein besonderer Tag für unseren Verein“, stellte am Donnerstagnachmittag die Vize-Vorsitzende des Fördervereins zur Erhaltung des Gaswerks Gudrun Weiß fest. Drei Wochen lang hatten elf Lehrlinge vom Brandenburger Ausbildungszentrum der Edis AG im Mai an der neuen Anlage gearbeitet, die nun übergeben wurde – durchaus etwas feierlich mit Suppe, Getränken und einer Führung durch das technische Denkmal.

Nachdem Edis-Lehrlinge bereits 2008 für den Stromanschluss im alten Gasometer gesorgt hatten, schufen sie nun mit Unterstützung ihrer Ausbilder ein zeitgemäßes Elektro- und Beleuchtungssystem für die Ausstellungsräume – von der Planung bis zum ersten Einschalten. Besonderen Wert legten sie dabei auf die Integration der neuen Technik in die historischen Anlagen: Es sollte nicht aufgepfropft wirken. „Die Abnahme ist erfolgt. Es ist alles in Ordnung“, versicherte Ausbilder Ulrich Lukas am Donnerstag. Sein Unternehmen hatte auch Material bereitgestellt. So erleuchten nun Natriumdampflampen das Ofenhaus. „Wir wollten so einen rötlich-gelben Ton haben, weil wir dachten, dass hier früher ja mal Feuer war“, erklärte Lukas. Ansonsten setzten er und seine Schützlinge vor allem auf LED-Technik.

Dank des Lichts ist nun der jüngste Teil des Museums erstmals richtig erfahrbar: der Verteilerraum. „Aber da müssen sie sich noch ein bisschen gedulden“, sagte Gudrun Weiß. „Zum Tag des offenen Denkmals im Herbst soll alles fertig sein.“ Daneben hat man im Gaswerk noch mehr vor. So müsste das Dach des Haupthauses dringend saniert werden. Derzeit fehlt es dem Verein dafür am Geld.

Von Alexander Beckmann

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