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Leinenzwang für Hunde auf dem Prüfstand

Kyritz Leinenzwang für Hunde auf dem Prüfstand

Die Kyritzer Stadtverwaltung denkt derzeit an eine Neuregelung der Leinenpflicht für Hunde. Sie soll auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden. Bisher ist es nur vor öffentlichen Einrichtungen nicht erlaubt, Hunde frei laufen zu lassen. Auch vor Schulen und Kitas beispielsweise gilt die Pflicht, die Tiere anzuleinen.

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In Kyritz ist es momentan nur stellenweise nicht erlaubt, Hunde frei laufen zu lassen.

Quelle: Peter Geisler

Kyritz. Eine eindringliche Bitte eines erst kürzlich nach Kyritz gezogenen Neubürgers in der Einwohnerfragestunde der jüngsten Stadtverordnetenversammlung könnte schon bald Konsequenzen für alle Hundehalter haben: Leinenzwang im gesamten Stadtgebiet. Denn der junge Mann, der vor zweieinhalb Monaten nach Kyritz gezogen sei und aus Cottbus stamme, verwies auf sein Baby und die Sorge, dass es von einem Hund angefallen werden könnte. „Hier können große Hunde einfach auf Kinder losgehen. Warum gibt es keinen Leinenzwang?“, fragte er.

Er müsse sein Kind schützen und forderte die Stadt auf zu handeln. Ansonsten sei er gezwungen, sogar darüber nachdenken, mit seiner Familie wieder woanders hinzuziehen. Er verwies dabei darauf, dass wohl auch in Nachbarorten wie Neustadt grundsätzlich ein Leinenzwang gelte. „Auch in ganz Cottbus ist das so. Warum nur nicht in Kyritz?“

Einige Stadtverordnete sind dafür, den Leinenzwang auszuweiten

Die für solche Fragen zuständige Amtsleiterin der Stadtverwaltung, Veronika Lausch, verwies auf bereits bestehenden Leinenzwang rund um öffentliche Gebäude, wie etwa das Rathaus, und auch vor Kindertagesstätten und Schulen beispielsweise sowie Sport- und Spielplätzen. „Was darüber hinaus geht, das müssen wir uns anschauen, das müssen wir prüfen“, sagte sie.

Die Stadtverordnete Christina Pudimat (Linke) brachte Verständnis für den jungen Mann auf und verband das sogleich mit einem Appell an alle Hundehalter, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Bürgermeisterin Nora Görke (parteilos) verwies auf den seit kurzem bestehenden neuen Hundeauslaufplatz am Rehfelder Weg. „Ich habe mit der Interessengemeinschaft Hanse-Hunde gerade erst zusammengesessen, um zu überlegen, wie wir den Platz besser bewerben können.“ Der Platz an sich sei zudem „eine neue Situation“, nach der nun die rechtliche Handhabe für einen generellen Leinenzwang zu prüfen wäre.

Eine Firma rückte kürzlich mit schwerer Technik an, um zur Freunde der Interessengemeinschaft „Hanse-Hunde“ den dauernd nachwachsenden Rase

Eine Firma rückte kürzlich mit schwerer Technik an, um zur Freunde der Interessengemeinschaft „Hanse-Hunde“ den dauernd nachwachsenden Rasen des neuen Hundeplatzes zu mähen.

Quelle: privat

Auch die Stadtverordneten Andreas Lange (Kyritz Land) sowie Thomas Settgast (SPD), der sich als einst langjähriger Hundehalter zu erkennen gab, befürworteten die Ausweitung des Leinenzwangs und dass die Verwaltung nun über eine entsprechende Regelung nachdenken will.

Von Matthias Anke

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