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Ostprignitz-Ruppin Leinsaat aus Manker
Lokales Ostprignitz-Ruppin Leinsaat aus Manker
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00:17 23.06.2016
Zarte blaue Blüten überziehen das Leinfeld in Manker. Der hier ansässige Agrarbetrieb baut die Pflanzen zur Saatgutvermehrung an. Quelle: Cornelia Felsch
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Manker

Wer in diesen Tagen durch das Dorf Manker im Kreis Ostprignitz-Ruppin fährt, kann ein blau blühendes Feld entdecken, das im ersten Moment an ein wogendes Meer erinnert. Die zarten Lein-Pflanzen mit ihren blauen Blütenblättern sieht man auf den Feldern in unserer Region nur noch äußerst selten, weshalb sie vor allem jungen Menschen kaum noch bekannt sind.

Wer die Blüten bewundern will, darf allerdings nicht allzulange schlafen, denn sie öffnen sich am Morgen und schließen sich gegen Mittag schon wieder. In früheren Zeiten wurde die Leinpflanze in Deutschland recht häufig angebaut – sowohl für das Weben von Stoffen als auch zur Ölgewinnung. Zur Herstellung von Farben und Lasuren ist Leinöl ein wichtiger Grundstoff. Die Mineralstoffe und Vitamine des Leinöls sind auch für die Rindermast und die Pferdeernährung geeignet.

Die 50 Hektar große Lein-Anbaufläche wird von der Mankeraner Agrargenossenschaft bewirtschaftet und dient der Saatgutgewinnung. Im Kreis Ostprignitz-Ruppin ist der Betrieb damit allein auf weiter Flur. „So viel ich weiß, gibt es noch im Kreis Teltow-Fläming einen Betrieb der Leinsaatgut produziert“, sagt Jens Fischer, der im Agrarbetrieb für die Pflanzenproduktion zuständig ist.

Lein gilt als Pflanze des maritimen Klimas. Ein Wechsel von Sonne und Regen und weder zu hohe noch zu tiefe Temperaturen bekommen ihm besonders gut. Die Gefahr von Spätfrösten darf nicht unterschätzt werden. „Wichtig ist vor allem ausreichende Feuchtigkeit im Frühjahr“, sagt Jens Fischer. „Wir haben in Manker durchschnittliche Niederschlagsmengen von 560 Millimeter und Durchschnittstemperaturen von 7,8 Grad Celsius, das ist für Lein nicht schlecht. Momentan steht er auch recht gut.“ Ausgedrillt wurde das Saatgut in Manker Anfang April, geerntet wird Ende August mit dem Mähdrescher.

Beim Lein oder auch Flachs unterscheidet man zwischen Öl- und Faserlein. Dabei handelt es sich um Sorten mit spezifischen Eigenschaften. Auf dem Feld in Manker wächst Öllein der Sorte Lirina. Die Sorte besitzt bei mittlerer Standfestigkeit einen hohen Ölgehalt. Bezüglich der Vorfrucht ist Lein wenig wählerisch, allerdings ist die Pflanze mit sich selbst unverträglich. Um Abbauerscheinungen und Krankheiten zu umgehen, hält der Agrarbetrieb in Manker Anbaupausen von fünf Jahren ein. „Gerade in der Anfangsphase ist der Anbau von Leinen unkrautmäßig nicht ganz einfach“, sagt Gabriele Priemann von der Deutschen Saatveredelungsfirma, deren Zweigstelle ihren Sitz in Bückwitz hat. Dorthin liefert die Agrargenossenschaft Manker die Leinsaat nach der Ernte. Melde, Gräser und windende Pflanzen wie Knöterich und Klettenlabkraut können den jungen Pflanzen zusetzen. Deshalb erfolgt im konventionellen Anbau vier Wochen nach der Aussaat eine Herbizidbehandlung. Diese müsse allerdings bei der Anwendung auf Vermehrungsschlägen beantragt werden. Als Düngung erfolgt eine einmalige Stickstoffgabe. Von der Aussaat bis zur Ernte werden die Kulturen zur Saatgutgewinnung von der Bückwitzer Veredelungsfirma betreut. Dabei erfolgt die Überprüfung der Vermehrungsflächen auf die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Normen. Erst nach erfolgter Feldanerkennung darf der Leinsamen geerntet werden. In Manker sind es durchschnittlich 1500 Kilogramm pro Hektar. Die Ernte kann beginnen, wenn die Körner in den Kapseln rascheln. In der Saatveredelungsfirma werden die Samen gereinigt und getrocknet.

Von Cornelia Felsch

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